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- Brian Lumley - Necroscope 1 - Das Erwachen (alte vergriffene Auflage)

Kommentar von dijae :

An diesem Hörbuch dürften sich wahrlich und wörtlich die Geister scheiden. Grundsätzlich ist die Idee, durch angeborene Fähigkeit (Harry Keogh) und durch Obduktion von Leichen (Dragosani) sich ihrer Erinnerung zu bemächtigen, ein interessantes Motiv und auch unerschöpflicher Quell für eine phantastische Geschichte. Alleine mit der Person Harry Keogh ließe sich locker eine abendfüllende Serie gestalten lassen. Leider hat Lumley es nicht bei diesem einen Charakter gelassen, sondern setzt ihm mit Dragosani einen Widerpart entgegen. Im Hörbuch ‚Das Erwachen’ begegnen sich diese beiden Charakter aber gar nicht und der Hörer kann so nur erahnen, dass beide ihre Rolle im Gesamtkontext erst finden müssen. Vielmehr wird hier nur eine Vorstellung der Figuren gegeben, wobei dies durch Rückblenden in mosaikhaften Binnenerzählungen geschieht, die umschlossen sind von der Rahmenerzählung über den Agenten Alex Kyle, der von einem geisterhaften Wesen die Geschichte von Harry Keogh und Dragosani erzählt bekommt. Die Geschichte des Harry Keogh erinnert in ihrer Form an eine eher subtilere Phantastik wie man sie beispielsweise bei Stephen King findet. Hier kommt es Lumley nicht auf den Horror sondern auf das Unerklärliche, das Mysteriöse an. Der Außenseite Keogh avanciert somit auch schnell zum Sympathieträger. Mit der Figur des Dragosani hadere ich hingegen. Die Story um den russischen Nekroskopen Dragosani fällt mir zu klischeehaft aus. 08/15 Geheimdiensterzählung, die Lumley, weil er sich scheinbar bewusst ist, dass dies zu platt geworden ist, durch blutige und übertrieben detaillierte Splatterszenen aufzupeppen versucht. Leider wird dadurch die Geschichte nur unnötig in die Länge gezogen, einer Länge, die zudem nur Ekel, aber wenig Spannung hervorruft. Auch die späteren Ereignisse um Dragosani sind nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Seine sexuelles Erlebnis als Jugendlicher bei seiner nymphomanen Tante und ihren zwei ‚geilen’ Töchtern gehört auch eher in die Ecke Quotensex, der aber eigentlich keine tragende Funktion besitzt. Und auch Dragosanis Beziehung zu dem Ding, dem Vampir im Mausoleum kann bisher nicht überzeugen. Ein eingebildeter Blutsauger unter der Erde macht noch lange keine Horrorgeschichte aus. Bei aller Kritik sollte man an dieser Stelle allerdings bedenken, dass Necroscope nur der Epilog zu dieser Vampir-Saga ist. Überbewerten sollte man daher nichts. Hoffen kann man, dass die Geschichte beim nächsten Teil etwas mehr ins Rollen kommt. Die Figur des Harry Keogh ist wirklich gut gelungen. Dragosani gibt dafür Minuspunkte. Da die Gesamtzusammenhänge aber noch nicht deutlich sind, bleibt zu hoffen. Zum Schluß sollt man noch auf den Charakter des Hörbuchs selber eingehen. Gelesen wird die Geschichte auf sieben CDs von Joachim Kerzel, den LPL Records ja schon für die Cthulhu Lesung verpflichtet haben. Auch hier weiß der gefragte Synchronsprecher wieder zu überzeugen. Die Zwischenmusik, die einzelne Kapitel trennt, passt sich auch der Atmosphäre eines Horrorbuch an. Gespannt sein darf man also trotz aller Kritik auf den zweiten Teil.


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> Inhalt des Titels
Start der ultimativen Vampir-Saga als Hörbuch. Der englische Bestseller-Autor Brian Lumley schuf mit dem bizarren Abenteuern um Harry Keogh, den Totenhorcher, eine der erfolgreichsten Horror-Serien de ... [ mehr ]




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