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- 3 - Verschollen in der Zeit

Kommentar von grimsby roylott :

Die erste Folge habe ich immer noch nicht im Laden finden können. Daher bewerte ich nun einmal Folge 3 (ich bin nicht der Einzige, der das Problem zu haben scheint, irgendwas ist wohl mit der Auslieferung nicht ganz in Ordnung?!)

Diese Folge erinnert mich stark an die Prof.van Dusen-Folge "Augustus im Wunderland". (Achtung Spoilergefahr!) Nach einem kurzen Intro fallen die Protagonisten unerklärlicherweise in einen tiefen Schlaf. Als sie wieder aufwachen, finden sie sich in einer gänzlich unwirklichen Welt wieder: einer Bermuda-Insel im Jahre 1952, sie sind (Flug-)Schiffbrüchige, "Verschollen in der Zeit". Das ist ein sehr spannender Anfang. Leider fällt die Spannung dann etwas ab, da das eigentlich spannende Hauptgeschehen durch ständiges Vor-den-Bösen-davonlaufen unterbrochen wird. Diese Fluchtszenen sind für meinen Geschmack etwas zu lang geraten. Und dann gerade die Auflösung ist ziemlich mau. Während bei der erwähnten van Dusen-Folge, mit der "Verschollen in der Zeit" eine große Ähnlichkeit aufweist, der Professor der Täuschung durch logische Kombination auf die Schliche kommt, entdeckt Jupiter durch Zufall ein "ungewöhnlich stylisches Vorhängeschloss", das unmöglich -so seine messerscharfe Schlussfolgerung- aus dem Jahre 1952 stammen kann. Das fällt ihm aber erst viel später wieder ein... Es war klar, dass Jupiter etwas finden musste, das ihm die Täuschung anzeigen würde, aber ein "stylisches Vorhängeschloss" ist da nun wirklich die denkbar ideenloseste Lösung. Vielleicht hätte er mit historischem Wissen auftrumpfen können und feststellen können, dass Gegenstand XY 1952 noch gar nicht existierte (eine ähnliche Szene gibt es in dem Film "Angel Heart", in dem Mickey Rourke feststellt, dass die Eintragung mit der er getäuscht werden soll, unmöglich an dem angegebenen Zeitpunkt gemacht worden sein kann, da sie mit Kugelschreiber geschrieben ist, diese aber erst viel später erfunden wurden...). Das wäre dann wenigstens eine Schlussfolgerung Jupiters gewesen, und keine zufällige Entdeckung, die theoretisch genauso gut Peter, Bob oder sonstwer hätte machen können.
Nach diesem Indiz also nimmt die Auflösung rasch ihren (langweiligen) Lauf. Ein Täuschungsmanöver um einzig und allein den künftigen Millionenerben Frank Caspian so zu verwirren, dass er für unzurechnungsfähig erklärt und seine Schwester sich das Vermögen unter den Nagel reissen würde. Das ist leider so hanebüchen wie angestaubt: schließlich gibt es ein Dutzend Folgen der Drei ???, in denen durch gezielte Täuschung jemand in den Wahnsinn getrieben werden soll. Nunja, leider also eine spannende Ausgangssituation, die über weite Strecken den Hörer fesselt, um dann am Ende unspektakulär aufgelöst zu werden. Schade, da wäre mehr drin gewesen, denke ich. Wenigstens kann Peter am Ende noch einmal zeigen, was in ihm steckt, als er mit zwei gezielten Hieben, die soundtechnisch gut umgesetzt sind, die Bösewichter überrumpeln kann.
Zu den Sprechern: es fällt als erstes auf, dass hier keine Hörspiel-Größen auftreten (sieht man von den Stammsprechern ab). Der einzige, den ich noch kannte, war Christian Redl, der auch ganz gut spricht. Die übrigen Sprecher sind eher Mittelfeld: es gibt keine großen Neuentdeckungen und keine desaströsen Fehlbesetzungen. Deswegen fällt die dritte Folge der Dr3i im Vergleich zur zweiten, in denen mit Völz und Richter zwei hervorragende Schauspieler engagiert wurden, etwas ab. Hingegen bleibt weiterhin positiv zu bemerken, dass der Erzählerpart auch in dieser Dr3i-Folge wieder stark reduziert wurde. Natürlich ist Thomas Fritsch ein toller Sprecher, aber ein Hörspielerzähler bremst die Handlung eigentlich immer mehr, als dass er sie voranbringt (es sei denn der Hörspielerzähler ist der Täter, wie bei der Ferienbande... ;-))
Die Musik hingegen ist ein Lichtblick in dieser Folge. Eine gelungene Mischung aus alten und neuen Stücken, die auch noch an den passenden Stellen eingesetzt werden. Das Dilemma der Post-Bohn-Musik ist endlich vorbei.

Fazit: Während mir Folge 2 sehr gut gefallen hat, verliert die Folge "Verschollen in der Zeit" etwas an Punkten: obwohl sie mit einer spannenden Eröffnung auftrumpfen kann und einige wirklich schöne Rätsel aufbietet, zerstört sie die gute Atmosphäre und das Hörvergnügen durch eine hanebüchene Auflösung, die noch dazu völlig unspektakulär zu Wege kommt: die Auflösung hätte wie gesagt auch von jeder anderen Figur kommen können, Jupiters Intelligenz war dafür nicht vonnöten. Die Stammsprecher agieren gut, aber der Rest kann nicht wirklich glänzen. Musik und Sound sind dafür umso besser. Insgesamt ist die Folge noch stärker als viele der 100er "Drei ???"-Folgen, aber im direkten Vergleich zur Folge "Die Pforte zum Jenseits" fällt sie stark ab.Für die gute Geschichte (die leider zu einer kläglichen Lösung kommt) gibt es einen Stern, für die gute Musik und den Sound einen weiteren, den Sprecherstern verdienen eigentlich nur die Stammsprecher, daher auch nur einen halben. Macht insgesamt: 2,5 von 5 Sternen!

-- grimsby roylott (f.k.a. captaineike) --


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> Inhalt des Hörspiels
Zwei Wochen Urlaub auf einer Karibikinsel! Jupiter, Peter und Bob können ihr Glück kaum fassen. Doch was als vielversprechender Ferienstart beginnt, entwickelt sich urplötzlich zum unvorstellbaren Alb ... [ mehr ]

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