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Hörspiele > John Sinclair >

- 1 - Im Nachtclub der Vampire

Kommentar von grimsby roylott :

So fing alles an. Ich kann mich noch sehr genau erinnern, wie ich irgendwann im Herbst 2000 mein Autoradio mit dieser Kassette fütterte und total überrascht und überwältigt war, von dem, was ich dort zu hören bekam. John Sinclair hat maßgeblich wie kein zweites Hörspiel den Hörspielmarkt der letzten sieben Jahre bestimmt und nachhaltig geprägt. Ob man nun Fan der Serie war oder nicht: man musste ihr zugestehen, dass sie damals etwas völlig neuartiges losgetreten hatte. Mittlerweile, sieben Jahre später, klingen -bedauerlicherweise- alle Hörspiele ein bisschen so. Denn die meisten anderen Labels haben die Herausforderung durch John Sinclair etwas falsch verstanden und anstatt eine vergleichbar revolutionäre Hörspielsprache zu entwickeln einfach das Schema JS zu Tode kopiert. Dass die (Un-)Taten der jüngeren Geschwister immer auch auf den großen Bruder zurückfallen, ist dabei der traurige Nebeneffekt. Denn ein Wiederhören mit John Sinclair ist beinahe schon zu einem Widerhören geworden: man hört die Hörspiele immer schon gegen die durch unzählige andere Hörspiele etablierte Hörspielsprache an. Nahm es diese zu Beginn noch spielerisch mit der klischeebelasteten Sprache der Groschenheft-Vorlagen auf und konnte diese ironisch brechen, ist sie nun mittlerweile selbst zum Klischee geworden. Kurz: ein Wiederhören mit John Sinclair hat im Abstand der Jahre einen fahlen Beigeschmack bekommen. Einerseits sind die Folgen (teilweise) sehr unterhaltsam und man fühlt schon fast einen Hauch von Hörspiel-Nostalgie (den die Kommerzialisierung der Hörspielklassiker im Hinblick auf die wirklich alten 70er Jahre-Hörspiele durch unzählige Reproduktionen und Neuauflagen bei der Hörspielkindergeneration nun endgültig ausgemerzt haben dürfte). Andererseits klingt auch immer ein bisschen vom schlechten Abklatsch der Sinclair-Ziehkinder mit in die Hörspiele hinein. So evoziert die schale "sexy vampire lady"-Geschichte, die in dieser ersten Folge erzählt wird, sofort auch die Stillosigkeit der lauwarmen Erotik-Einlagen der Hörspielreihe Faith, die Stimme Frank Glaubrechts immer auch zahlreiche andere Produktionen, die er gesprochen hat (Gespenster-Krimi, Don Harris, Scharze Serie etc.) uvm.

Fazit: John Sinclair hat nach sieben Jahren seine Unschuld verloren. Der einstige Novitätsbonus ist verspielt. Die breite Front schlechter JS-Hörspielimitate lässt das Original nicht heller strahlen, sondern beschmutzt es eher. Die hier vorliegende erste Folge der Serie zehrt noch viel von (meinem) Nostalgie-Bonus. Daher nur 4 von 5 Sternen.

-- grimsby roylott (f.k.a. captaineike) --


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> Inhalt des Hörspiels
Das Grauen geht um in London. Ein Krankenhaus meldet gestohlene Blutkonserven. Eine Touristin beobachtet drei blutverschmierte Frauen bei der Beseitigung einer Leiche. Kurz darauf verschwindet sie. Di ... [ mehr ]

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