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- 27 - Der Leichendieb (Robert Louis Stevenson)

Kommentar von poldi @ poldis hörspielseite :

Erster Eindruck: Gruselig bis in die Nackenhaare!

Der junge Medizinstudent Fettes bekommt nach langen Bemühen eine sehr begehrte Stelle: Er darf Professor Knox, einem angesehenen Mediziner an der Universität, assistieren. Doch schon anfangs kommen ihm erste Zweifel als er erfährt, dass viele Leichen auf nicht gerade legalem Weg auf den Seziertischen der Universität landen. Immer mehr wird die Loyalität seinem Arbeitgeber gegenüber auf die Probe gestellt, besonders als die junge Prostituierte Jane Galbraith, deren Dienste Fettes ab und an in Anspruch genommen hat, vom zwielichtigen Skinner geliefert wird. Doch Dr. Macfarlane, ebenfalls Mitarbeiter Professor Knox, bringt ihn zur Einsicht, dass er schon viel zu weit mit drinsteckt. Und dann taucht auch noch ein alter Bekannter von Macfarlane auf, der diesen völlig aus der Fassung bringt…

Das Gruselkabinett macht sich daran, uns zum mittlerweile 27. Mal wohlige Gänsehautschauer über den Rücken laufen zu lassen. Die Geschichte um den Studenten Fettes wird wieder aus seiner eigenen Sicht erzählt, und wieder ist die Hauptperson um Jahre gealtert und erzählt in einer Kneipe nach der Begegnung mit Macfarlane seinen Freunden von den längst vergangenen Ereignissen. Durch diesen Trick ist kein vom Geschehen abgesonderter Erzähler nötig, ohne dass die nötige Distanz zum Geschehen fehlt. Das Hörspiel entwickelt seinen ganz eigenen Reiz, vom anfänglichen Schauern über den Handeln mit Leichen über Fassungslosigkeit über die Skrupellosigkeit einiger Charaktere bis hin zum Gruseln über ein soviel sei verraten übernatürliches Phänomen. Dass man sich durch die verwendete Sprache und die tolle Produktion in frühere Zeiten versetzt fühlt, ist ja mittlerweile schon Markenzeichen der Serie. Wieder eine extrem starke Folge einer hörens- und lobenswerten Serie.

Diese Folge ist definitiv die Folge der markanten Männerstimmen: Michael Pan ist als Fettes zu hören, der zwischen verschüchtert und beängstigend spielend wechseln kann und alle Facetten seines Charakters gut beleuchtet. Torsten Michaelis und Hans-Werner Bussinger sind in ihren Rollen des Dr. Macfarlane und des Professor Knox genauso überzeugend, besonders die Zwielichtigkeit zwischen seriöser Forschung und schrecklicher Gleichgültigkeit ist fast schon beängstigend. Als Leichenlieferant Skinner ist Andreas Mannkopf zu hören, eine ideale Wahl für den heruntergekommenen Charakter. Die beeindruckenste Leistung hat für mich allerdings Wilfried Herbst abgeliefert, vielen aus diversen Kinderhörspielen als Sekretär des Bürgermeisters bekannt: Er schreit, lallt und droht in intensiver Art und Weise, fast schon irr, aber dabei schrecklich ausdrucksstark.

In gewohnter Qualität ist auch dieses mal die musikalische Gestaltung. Eine dichte Atmosphäre, beeindruckende Hintergrundmelodien und eine Begleitung nahe an den Charakteren lässt diese Folge zum Hörerlebnis der Extraklasse werden. Auch die Geräusche wirken stimmig und sind vornehmlich zur Unterstützung der Handlung gedacht, anstatt diese zu gestalten.

Das in Grautönen gehaltene Cover von Titania- Stammzeichner Firuz Askin ist der düsteren Stimmung der Story gut angepasst und lässt die Geschehnisse vorm Auge des Betrachters greifbar werden. Absolut gelungen!

Fazit: Grandiose Folge mit hintergründigem Grusel und besonders starken Sprechern. Ein Muss für jede Hörspielsammlung ist diese Serie allemal, hier kommt ein weiterer guter Grund dafür hinzu.

www.poldis-hoerspielseite.de


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> Inhalt des Hörspiels
Edingurgh 1829: Der Handel mit Leichen für anatomische Forschungszwecke ist in England im frühen 19. Jahrhundert ein blühendes und grausiges Gewerbe.
Aber sind es wirklich ausschließlich heimlich a ... [ mehr ]

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