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- 46 - Münchhausens Abenteuer

Kommentar von poldi @ poldis hörspielseite :

Erster Eindruck: Der berühmteste Lügenbaron der Welt

Münchhausen ist auf einer feinen Gesellschaft eingeladen und wird immer wieder von den anderen Gästen bedrängt, von seinen lustigen Episoden zu erzählen. So erzählt er beispielsweise von einem Ritt mit seinem Pferd, bei dem er im tiefen Schnee eine Rast machen will. Zu diesem Zweck bindet er sein Reittier an einem merkwürdig geformten Mast fest. Am nächsten morgen wundert er sich, dass er auf dem Boden liegt, sein Pferd aber nirgendwo zu finden ist. Er der Blick nach oben zeigt, dass das Pferd an einem Kirchturm hängt. In der Nacht ist der Schnee weg geschmolzen, der mehrere Meter hoch war. Münchhausen ist so auf den Boden gesunken, das Pferd aber am "Mast" hängen geblieben, der nichts weiter als der Turm einer Kirche war...

Als 46. Folge der Europa-Serie "Die Originale", in der Klassiker aus den Anfangszeiten des Labels erscheinen, sind "Münchhausens Abenteuer" erschienen. Vielen dürfte der Lügenbaron besonders durch die Geschichte mit dem Ritt auf der Kanonenkugel bekannt sein. Neben dieser erzählt er noch 14 weitere Episoden, die allesamt haarsträubende Lügen sind. Leider (!!!) konnte mich diese Produktion nicht wirklich begeistern. Das fängt schon mit der Tatsache an, dass von einem Hörspiel nicht die Rede sein kann. Münchhausen hält eher einen Monolog im Stil eines Hörbuchs, der nur gelegentlich von "Noch eine Geschichte"-Rufen von den anderen Gästen unterbrochen wird. Seine Geschichten sind außerdem noch unzusammenhängend und ohne jeglichen roten Faden, sodass es oft abgehackt wirkt. Schade, denn viele der Geschichten haben wirklich einen gewissen Witz, so hätte die Geschichte mit dem türkischen Sultan (übrigens mit Abstand die längste Geschichte) in Hörspielform durchaus ihren Reiz gehabt. So ist es leider ziemlich eintönig und langwierig geworden. Man muss allerdings das Alter dieser Produktion bedenken, heute produziert Europa ja eine ganz andere Art von Hörspielen!

Herbert A. E. Böhme spricht den Baron Münchhausen. An sich ist er sicherlich ein guter und geeigneter Sprecher, doch manchmal wirkt auch er wie die Geschichten seltsam hölzern und spröde. Zudem ist seine Stimme oft recht monoton und wird dem schelmischen Charakter oft nicht gerecht. Als Erzähler ist im Booklet noch Sven E. Mahler angegeben, der allerdings nur einen Satz zu Beginn sagt. Auch die restlichen Sprecher, die Gäste, sind nicht angegeben, liefern aber auch nicht wirklich Glanzleistungen ab.

Die musikalische Untermalung ist so gut wie nicht vorhanden. Auch die Geräuschkulisse bezieht sich nur auf die Unterbrechungen durch das Publikum Münchhausen. Vielleicht hätte ja die eine oder andere Melodie die ganze Sache auflockern können?

Auch am Cover werden sich in diesem Fall die Geister scheiden. Halten es viele für überholt und hässlich, sehe ich es - wie wohl einige andere auch - als nostalgisch und charmant an. Der tolle Sammelrücken und die hübsche CD tun ihr übriges zu einer gelungenen Gestaltung. Schön ist auch, dass die einzelnen Tracks namentlich benannt worden sind.

Fazit: Nicht wirklich gelungen, aber interessant zu hören, welche Art von Hörspielen damals produziert wurden. Ich greife trotzdem lieber zu Perlen wie Rosenresli oder Dracula aus dieser Serie.

www.poldis-hoerspielseite.de


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