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- 8 - Spuk in Hill House (Teil 1, Shirley Jackson)

Kommentar von jones27 :

Mit „Spuk in Hill House“ betritt Titania Neuland innerhalb der Serie. Erstens ist die Vorlage ein fast schon zeitgenössisches Werk, spielt es doch immerhin in der 1950ern. Von daher unterliegt man direkt einem Kulturschock, wenn man bedenkt, daß alle bisherigen Teile zeitlich deutlich früher angesiedelt waren. Zweitens hat man sich bei der Aufbereitung des Stoffes für einen Zweiteiler entschieden und drittens … Mir persönlich hätte es wesentlich besser gefallen, wenn „Spuk in Hill House“ als komplett als #8 in einer Doppel-CD-Hülle erschienen wäre, nicht auf zwei Nummern verteilt, aber es gibt Schlimmeres. Ich werde aber beide Teile zusammen besprechen. So, nun bin ich also bei #8 angelangt. Hill House wartet. Mit Hill House verbinde ich grauenhafte Erinnerungen an den gruseligsten Film, den ich je gesehen habe: „Bis das Blut gefriert“. Wenn ich mich trauen würde, ihn mal wieder anzusehen, würde er mir auch heute noch den nackten Terror ins Gebein peitschen. Wie kann eine Geschichte, in der eigentlich gar nichts passiert, so böse sein? Ich weiß es nicht, aber sie kann. Ich, gestehe, ich habe mir, im Unterschied zu den anderen Teilen, diese beiden CDs tagsüber beim aufräumen angehört und das war auch gut so, denn nachts im Bett hätte ich keinen Schlaf gefunden. Titania hat das bisher dritte mir bekannte Hörspiel produziert, daß wirklich, WIRKLICH Angst einflößt. Die Sprecher machen ihre Sache hervorragend (wie immer), die Musik tut das ihrige um zur Atmosphäre beizutragen und die Geräuscheffekte sind, obwohl relativ spärlich eingesetzt, doch ungemein effektvoll. Schnell wird klar, daß Nell die Hauptperson ist. Man kann durch die inneren Monologe schön ihr geistiges abdriften miterleben. Dieser sehr wichtige Punkt wurde gut gelöst, denn so bleibt das Erlebte zweifelhaft. Hat das alles wirklich stattgefunden? Bildet sich Nell nicht einiges nur ein (denn das tut sie ja mit anderen Dingen auch)? Ist gar nicht das Haus, sondern Nell für die rätselhaften Phänomene verantwortlich? Ihr immer stärker werdender Schuldkomplex bewirkt ja offensichtlich einen Realitätsverlust. All diese Fragen wirft das Hörspiel auf und die Beantwortung bleibt der Interpretation des Hörers überlassen. Informationen werden geliefert, die Schlüsse muß man aber selber ziehen. Das ist eine schöne Abwechslung zu den sonst immer recht eindeutigen Geschichten. Alles in Allem eine echte Bereicherung für jede Hörspielsammlung.


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Dr. Montague mietet für eine Untersuchung übernatürlicher Phänomene den einsam gelegenen Landsitz Hill House. Zu seinem Team zählen die scheue Eleanor und die lebenslustige Theodora, die beide bereits ... [ mehr ]

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