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- 3 - Experiment Stille
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Kommentar von
wunderklaus
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Arzt oder Apotheker empfehlen, sich zwischen den einzelnen GB-Episoden ein wenig Zeit zum durchatmen zu lassen. Wer verträgt schon auf einmal so viel geballte "technische Brillanz", so viel "Hörspiel für das neue Jahrtausend" und so viel "un-brachiales" Antithesum zu John Sinclair? Und dies sind nur einige wenige Aussagen, die enthusiasmierte Hörer auf hoerspiele.de und anderen Foren von sich geben. Befragt man diese, ist wieder mal keine Begründung einleuchtend genug, um auch dem dritten Teil totale inhaltlich Originalität, vollkommene erzählerische Neuartigkeit bei, ach ja, soundtechnischer Perfektion zu bescheinigen. Die Grenzen inhaltlicher und formeller Argumentation werden dabei oft gar zu unbekümmert überschritten. So ist das eben mit Fans. Deutschland sucht das Superhörspiel. Wollen wir mal auf dem Teppich bleiben, und dem Fanfieber unaufgeregtere Meinungen zur Seite stellen. Ganz unverkrampft und ohne Scheuklappen stellen wir fest, dass auch "Experiment Stille" natürlich KEIN Meisterwerk ist. Um Vielseitigkeit und Abwechslung ist der Autor Raimond Weber unzweifelhaft redlich bemüht. In "Experiment Stille" versucht er sich, nicht ohne Erfolg, an einer one-spot-Dramaturgie, die beinah zur Gänze an einem einzigen, räumlich abgeschlossenen Ort spielt. Das Hörspiel steht also in der reichen Tradition von ortsgebundenen Geschichten wie Hitchcock's "Lifeboat", "Alien" (im Raumschiff Nostromo) oder "Sphere" (Unterwasserstation). Im vorliegenden Fall ist es eine Meeresplattform vor Alaska. Meinen persönlichen Athmosphäre-Geschmack trifft er damit nicht unbedingt. Ich bevorzuge, wenn es denn sein muss, Orte wie düstere Schlösser, heimgesuchte Häuser, finstere Wälder - also eher die gothic places. 'Ne Meeresplattform, wo das Echolot fiept und die Motoren dröhnen, lässt bei mir, ähnlich wie Las Vegas, die Wüste oder Grönland nur schwachen Grusel aufkommen. Ambiente ist freilich Geschmackssache. Das nautische Set soll sicher klaustrophobische Gefühle heraufbeschwören. Da kann man nämlich nicht so leicht fliehen, wenn einem seltsame Würmer in die Ohren kriechen oder urplötzlich indianische Riesen-Ur-Viecher auftauchen. "Experiment Stille" ist ein Crossover zum Science Horror. Am Ende der Geschichte spannt sich ein Bogen zu den beiden vorangegangenen Folgen, der hier nicht verraten werden soll. Der dritte GB-Teil fällt innerhalb der Dreier-Reihe spannungsmäßig leicht ab, bietet aber zweifellos wieder ordentliche und dichte Unterhaltung. Makellos produziert, wie sonst vielleicht nur noch ein Modern Talking-Album, kann man dem Hörspiel und allen Beteiligten erzählerisches Engagement, Spaß an der Inszenierung und die Liebe zum Detail keinesfalls absprechen. Wer diese Art der hollywoodesken Unterhaltung mag, ist gut bedient.
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Manchmal erscheint mir das Leben wie ein schrecklicher Albtraum. Manchmal verbirgt sich das Böse hinter dem Banalen - dann schlägt es wieder offen zu. Umgeben vom tiefblauen Pazifik tauchte Seahawk Fi
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