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Am 10.11.2001 fand im Rex-Theater
in Wuppertal das erste Live-Event des Meteor-Studios
statt.
Die Meteoristen Sascha Gutzeit und Nikolaus Hartmann konnten zufrieden
sein, denn das Haus war ausschließlich gefüllt.
Ich als Zugereister, aus dem schönen Herne,
hatte doch ganz schöne Probleme in Wuppertal einen Parkplatz
zufinden. Doch dies sei nur am Rande erwähnt, vielleicht
sollte man beim nächsten Mal Parktips verteilen. Also nach
einem strammen Fußmarsch durch die dunklen Gassen Wuppertal´s
erreichten wir das Rex-Theater. Im Foyer zum eigentlichen Theatersaal
befand sich der Merchandising-Shop von Meteor. T-Shirt`s, CD`s
und MC`s wurden feil geboten. Der Saal selbst bot eine gemütliche
und entspannte Atmosphäre. Zu unserer rechten Seite hingen
die "neuen" Cover der Hörspiele gerahmt an der
Wand.
Zur Linken etwas verdeckt stand die Band: Sascha
Gutzeit und Die drei von der Funkstille.
Wir nahmen also auf den dicken, roten Polstern Platz und beobachteten
vor dem Beginn der Veranstaltung das Publikum. Das Alter des Auditoriums
war zwischen 20 und 50, plus-minus ein paar Jahre. Hier konnte
man deutlich erkennen, daß das Medium Hörspiel nicht
nur, wie es viele Unwissende wohl meinen, für Kinder ist
sondern auch für Erwachsene.
So gegen 20.00 Uhr begann dann das Spektakel
in Form einer Video-Aufzeichnung. Das Making of zu Hexenkarussell.
Hier konnte man den Sprechern bei der Arbeit zuschauen. Es gab
Pannen, Proben und einiges mehr. Das Making of zeigte uns dann
auch wie die Geräusche entstehen oder an der Musik gebastelt
wird. Ein sehr amüsantes Homevideo, daß einen Blick
hinter die Kulissen wirft.
Nach etwa 20 Minuten betraten dann die Gladiatoren
die Arena, will sagen die Sprecher die Bühne.
Hier sah ich nun zum erstenmal Reinhilt Schneider, eine Frau die
ich seit mehr als 25 Jahren kenne und doch noch nie Live gesehen
habe.Sie hat am Klang ihrer Stimme nichts verloren und man denkt
an seine Kindertage zurück. Ich weiß genau wie ich
meine erste Gruselkassette bekomme hatte, damals war ich 6 und
hatte Probleme dieses Ding aus der Folie auszupacken. Und dann
erklangt Reinhielt Schneider als Mina Murray aus dem Lautsprecher
des Monorecorders. Dracula, ja das war ein Ding. Aber ich schweife
ab, wie gesagt sie hört sich immer noch so gut an wie damals.Auf
der Bühne selbst standen schwarze Clubsessel auf denen die
Akteure Platz nahmen. Links neben ihnen stand der Geräuschemacher
David
J. Becher, der seine Arbeit gut machte.
Das Hexenkarussell begann mit der Themenmusik der
Horror-Serie. Hier noch ein Lob an die Musiker. Klasse! Bis auf
drei kleine Versprecher, die mir aufgefallen sind verlief das
Stück völlig korrekt.
Memphis T. Anderson, der Held der Geschichte,
ist mein absoluter Lieblingssprecher bei Meteor. Ich hoffe er
kommt noch oft zum Einsatz. Er bringt den Helden gut rüber,
schade nur das er ein wahnsinniges Ende findet. Da hätte
man noch was raus machen können.Er hat eine gute Stimme und
legt auch sehr viele Emotionen in sein Spiel. Mein zweiter absoluter
Liebling ist natürlich Sabine Paas. Diese Frau hat eine der
geilsten Stimme überhaupt. Sie hat ihre Rolle der Mara förmlich
gelebt. Keiner der Sprecher kam mit solcher Inbrunst rüber.
Auch diese Stimme sollte sich Meteor warm halten.
Edmund Wilms als buckliger Diener Torak war auch
sehr schrägt. Er könnte glatt der Bruder von Alois Viersen
sein. Alois Viersen? Das ist der Hausmeister aus dem Hörspiel:
Das Blut des Vlad. Von der Hoerfabrik.
Aber ich schreibe hier ja nicht um
Eigenwerbung zumachen, sondern vom Hexenkarussell zu berichten.
Besonders grausig der" Mann am Rad", selten ist jemand
so gut schreiend zerfetzt worden.
Das übrige Ensemble war auch okay. Die Sprecher waren konzentriert
und völlig bei der Sache.
Nach der ersten"Seite" gab es eine kurze Pause.
Nach weiteren 15 Minuten ging's dann zum Finale und zu Leroy Buchanan`s
Ende. Unter sehr gutem Applaus verließen die Sprecher dann
die Bühne.
Schade für mich das ich die Akteure nirgends
angetroffen habe, hätte mich gerne mal mit ihnen unterhalten.
Trotzdem ein gelungener Abend, man kann auf eine Fortsetzung hoffen.
Wenn ich auch den Preis von 25 DM für etwas
zu hoch halte. Es hätte mich auch gefreut wenn die Zwillinge
aus Wuppertal einige Worte zur Einleitung des Abends gebracht
hätten.
mit vorzüglicher Hochachtung
Ashley Pitt
(www.hoerfabrik.de)
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