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1. War es eine Vorstellung von vielen. (Termin
willkürlich) Ich habe mir wahrscheinlich einfach das schlechteste
Hörspiel ausgesucht. Der/Die/Das Insulaner war aber dennoch
bis auf den letzten Platz ausgebucht. Alles war voll von ca. 28-32
Jahre alten Personen, so wie auch ich eine bin. Meine Altersklasse
war hier Stammgruppe Es gab natürlich auch junge Hühner
und ein paar Greise, die sich mal wieder den Tag sprich Abend
verderben wollten ;-) Die Stimmung im Foyer war sehr schön,
alle sprachen sehr angeregt und auch die Eisbude war voll. Es
gibt also doch noch Leute, die trotz des teuren Euros Eis, Gummibärchen
und Bier kaufen. Es klang wie auf einem Bahnhof und jeder hatte
seinem Nächsten etwas wichtiges zu Erzählen.
2. Bin ich in der Halbzeitpause nach Hause gefahren. Dies ist
ein Umstand, der es mir eigentlich nicht erlaubt, hier eine Rezi
zu schreiben. Denn wer nicht 105% anwesend war, sollte nicht mit
Steinen werfen :-) Und dies ist der Grund meiner Aufzählung,
die ja wohl nicht im Stile einer Rezi ist, aber dennoch absolut
objektiv ist und im höchsten Masse interessante Fakten enthält.
3. Das Planetarium an sich ist schön und die Beleuchtung
war klasse. Als eine Art Eigenwerbung wurde erstmal das "normale"
Programm einer Sternwarte angefahren. Nach ca. 7 mins. ging es
dann aber zum Hörspiel über. Der Sternenhimmel fuhr
über die Kuppel und die Leute lehnten sich in ihre Sessel
und starrten gebannt an den künstlichen Himmel, der an den
Seiten einen Horizont hatte, den man mit den Gebäuden unserer
Stadt gesäumt hat. Dies war anfänglich ein sehr schönes
und beruhigendes Gefühl. Ein grosser Raum, in dem alle still
und leise waren. Nur das Leise surren der Projektionseinheit war
zu vernehmen.
4. Das vorgeführte Hörspiel "Das
Wittgenstein- Programm" - von Philip Kerr erschienen beim
NDR/WDR 1998 - ist eigentlich total ungeeignet für eine Massenveranstaltung.
So ein wirr-warr habe ich selten gehört. Eine Art Rückblicke
und Zusammenschnitte von vielen verschiedenen Ereignissen, die
es dem Hörer schwer machten, sich in dieser Hörspielwelt
zurecht zu finden. Ich habe dutzende Gesichter gesehen, die sich
nicht mit dem Stoff identifizieren konnten. Nach ca. einer Stunde
war dann die Halbzeit-Pause erreicht. Dies war der Zeitpunkt,
an dem ich die Sternwarte verlassen habe. Mir war es, als wäre
ich nicht der Einzige, der etwas anderes vor hatte. Mir wäre
ein etwas unterhaltsameres Hörspiel lieber gewesen. Das Publikum
war gut gelaunt und es gab sogar mal ansatzweise einen Lacher.
Wäre das Hörspiel für uns Ohrenzeugen ein wenig
lustiger gewesen, dann hätte der Saal gebebt. Dies war deutlich
zu spüren. Die Leute wollten sich beteiligen und produzieren,
was aber wegen der Ernste und Verworrenheit des Hörspiels
im Keim erstickt wurde. Schade drum.
5. Als angenehm empfand ich, dass man an einem Stand aktuelle
Hörbücher und "normale" Bücher kaufen
konnte. Dieser Stand war dezent am Rande platziert und hatte eine
breite Auswahl. Die Hörbücher waren vorzugsweise auf
CDs, dies ist der neue Trend, denn auch der letzte Hörspielfreund
hat gemerkt, dass es sich bei den Kassetten nicht um eine langjährige
Investition handelt. Spulzeiten und Seitenwechsler sowie Rauschen
und Bandsalat und Dumpfheit nach ein paar Jährchen können
schnell die Freude der gigantischen Produktion trüben.
6. Hier endet meine Rezi oder was es auch immer
darstellt. Ich bin mal gespannt, wie du diesen fiesen Text einigermassen
ordentlich ins Web stellst :) Denn lesenswert ist auch dies allemal
oder? Na Klar!
Sensor75
Email an Dirk
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