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Events

   Dobranski Live
   29.07.2008

Kommissar Dobranski in der Heide
"Ausser Kontrolle"!
(29.07.2008)


Der Dobranski Live Auftritt in Soltau am 29.07.08 war ein besonderes Highlight meines Hamburger Urlaubs. Doch der Reihe nach!
Der Tag begann ganz entspannt mit einem ausführlichen Sonnenbad im Eppendorfer Hayns-Park, ganz in der Nähe von Kommissar Hansen’s (Ulf Karsten Schmidt’s) Wohnung. Nachdem mein bester Freund Ralf und ich uns mit Astra und Döner gestärkt hatten und ein wenig in unseren neu erworbenen Comics gelesen hatten, stießen so gegen 13:30 Uhr Ulf und der „Geräuschemacher Stassinger“ zu uns. Im darauffolgenden Gespräch wurde uns bestätigt, daß entgegen den Ankündigungen im Web www.soltau.de doch nicht die erste Folge (Russisch Brot) sondern Folge sieben (Ausser Kontrolle) aufgeführt werden würde. Da wir auf jeden Fall pünktlich da sein wollten, beschlossen wir, zeitig aufzubrechen und verliessen gegen 15:00 Uhr den Park. Ich hatte die ehrenvolle Aufgabe, unsere kleine Gruppe nach Soltau zu fahren. Für Hamburger ist es sicher nichts Besonderes, sich mit dem Auto durch die Innenstadt zu quälen, aber für mich war es doch eine gewisse Herausforderung, zumal meine Beifahrer stolz darauf waren, keinen Führerschein zu besitzen, und dann vorschlugen, irgendwelchen Bussen zu folgen. Gott sei Dank hatten wir dafür gesorgt, daß die Fahrt nur angenehm sein konnte. Bis an die Zähne mit Hörspielen und guter Laune bewaffnet ging die Fahrt los.
Da es an diesem Tag sehr heiß war und wir alle Fenster heruntergekurbelt hatten, musste ich das Autoradio entsprechend aufdrehen, damit auch jeder etwas von den Hörspielen mitbekam. Das führte dazu, daß ich auf der einen Seite versuchte, Konrad Halver’s Abenteuer als Flash Gordon zu verfolgen, und auf der anderen Seite bemüht war, Stassingers Hinweise auf die zu fahrende Strecke umzusetzen. Solcherart in Anspruch genommen, kam es auch beinahe zum Unfall, als ich, trotz Ulfs warnender Hinweise (die ich einfach nicht gehört hatte), versuchte, zwischen zwei Transporter einzuscheren, die „unsichtbar“ mit einem Abschleppseil verbunden waren! Erst als mir das Manöver fast gelungen war, bemerkte ich das vermaledeite Seil, und die sich anbahnende Katastrophe konnte im letzten Moment verhindert werden.
Das war dann allerdings auch das einzig Aufregende während der Fahrt. Ansonsten genossen wir die schöne Strecke entlang der Lüneburger Heide.

Gegen 17:00 Uhr in Soltau angekommen, wollte es uns nicht gelingen, den Veranstaltungsort (ein Festzelt am Rande der Stadt) zu finden. Nachdem wir am Ortsende angekommen waren, beschlossen wir (erfolglos), die Einheimischen zu befragen. Die Antworten reichten von:"Keine Ahnung!" bis zu "Hier? Heute? Seid ihr da sicher?" Nach kurzer Beratung beschlossen wir, noch einmal durch den Ort zu fahren, und diesmal entdeckte Ulf mit seinen Adleraugen einen kleinen Park mit Zelt.
Nachdem wir den Wagen geparkt hatten, inspizierten wir die Location. Auf den ersten Blick dachten wir, daß es sich um ein Zirkuszelt handelte, doch zu unserer großen Überraschung stellte sich heraus, daß dort Puppenspiele aufgeführt wurden! Während wir noch überlegten, wo und wie wir die Zeit bis zu dem Auftritt verbringen sollten, kam auch der Rest der DOBRANSKI-Truppe im schwarzen Van vorgefahren. Der einzige, der jetzt noch fehlte, war Robert Missler, da dieser vorher noch an einem anderen Ort Drehaufnahmen (Gandalf im „Herr der Ringe“!) zu absolvieren hatte. Gemeinsam mit Sebastian Steffens (Produzent & Regisseur), Marko (Rakete & Technik), Monty Arnold, Asad Schwarz-Msesilamba & Tochter und natürlich Konrad Halver begutachteten wir nochmals den Veranstaltungsort, um uns danach im nahe gelegenen Cafe zu entspannen. Dort hatte man uns bereits erwartet und wir wurden mit den Worten:"Ihr seid die Künstlertruppe, was? Na dann setzt Euch mal" warm empfangen.
Während wir uns noch stärkten, kam dann auch der überaus sympathische Organisator, Citymanager Christian Diemer, dazu. Im darauf folgenden Plausch wurde Christian erst mal darüber aufgeklärt, daß nicht die erste Folge, sondern Folge sieben zu sehen sein würde und die angekündigte Besetzungsliste „fehlerhaft“ sei. Er zeigte sich bestürzt und versprach, daß bei der Einleitung durch den Bürgermeister die tatsächlich anwesenden Künstler genannt werden würden.

So gegen 19:00 Uhr begann dann der Soundcheck, bei dem Ralf und ich, zu unserem großen Vergnügen, auch anwesend sein durften. Einzig Robert fehlte noch, da dieser sich total verfahren hatte! Zum guten Ende wurde er von Marko & Christian Diemer per Handy zum Zelt gelotst. Solcherart eingestimmt fieberten wir dem Auftritt entgegen, der dann ziemlich genau um 20:30 Uhr mit der Einleitung durch den Bürgermeister von Soltau begann. Zwar wies dieser zwar darauf hin, dass statt „Russisch Brot“ das Stück „Außer Kontrolle“ präsentiert werden würde, und auch Monty Arnold wurde endlich „amtlich“ erwähnt, jedoch bei der später erschienenen Zeitungskritik (eine Hymne!) wieder vergessen! Egal, endlich ging es los!
Alle Beteiligten auf der Bühne waren, wie gewohnt, souverän und mit absoluter Spielfreude dabei. Das Publikum war sofort begeistert! Insbesondere die derben Sachen und die "Brutalitäten" kamen besonders gut an, was nicht zuletzt an der durch Asad Schwarz-Msesilamba wahrlich exorbitant intensiv gespielten Folter- und Todesszene mitsamt dem ins Publikum geworfenen abgesägten Arm lag. Auch Ulf Karsten Schmidt überraschte das Publikum, indem er die Bühne verliess, in den Zuschauerraum ging und sozusagen aus dem Off spielte und sich „vom Eingang“ her als Retter näherte! Das hatte schon fast einen Touch Brecht’scher Theaterschule. Unbedingt erwähnen möchte ich auch Monty Arnolds grossartige Interpretation von Theo, Kommissar Dobranskis schwulem Sohn! Nicht zu schrill, aber allererste Sahne! Das Zusammenspiel von Konrad, Ulf, Monty, last not least Robert führte dazu, daß die Zuschauer vor Lachen nur so gegröhlt haben. Das Salz in der Suppe waren auch diesmal wieder die unbeabsichtigten Versprecher, bei denen als Highlight aus dem "Fall" das "Fass" und dann ein "Fuß" wurde! Obwohl es diesmal sogar eine Pause in der Mitte des Stücks gab, damit die Gastronomie vor Ort frequentiert wurde, war alles wieder viel zu schnell vorbei!

Nachdem die ganze Ausrüstung wieder verstaut war, verabschiedeten wir uns vom Rest der Truppe und Ralf und ich fuhren gemeinsam mit Ulf & Stassinger wieder zurück nach Hamburg. Ich denke es ist unnötig zu erwähnen, das wir auf der Rückfahrt das gemeinsam Erlebte noch einmal Revue passieren liessen.

Ich kann nur sagen, daß es wieder mal ein Riesenspaß war und dass ich jeden bedauere, der diesen wunderbaren Auftritt verpasst hat!
Ach ja. Als wir zwei Tage später in Hamburg das Auto wieder brauchten, konnten wir es nicht mehr finden! Da wir uns in Bezug auf den Parkplatz sicher waren, blieb nur der Schluß, daß es entweder gestohlen oder abgeschleppt worden war! Also gingen wir zum nächsten Polizeirevier, wo eine sehr nette Beamtin uns mitteilte, daß das Fahrzeug zumindest nicht abgeschleppt worden sei. In sehr freundlichen Worten fragte sie uns, ob es vielleicht möglich sei, daß wir uns in der Strasse geirrt hätten. Eine anschliessende Fahrt mit dem Peterwagen ergab, daß genau das der Fall war. Mit hochrotem Kopf bedankte ich mich bei den netten Beamten der Hamburger Polizei (man sieht, außer DOBRANSKI gibt’s noch andere Hamburger Bullen, die man mögen kann!) für ihre Unterstützung bei dem Wiederauffinden meines Automobils.

Sven

 

 

Das Ensemble: (v.l.n.r.:) Stanislaw Rusch, Monty Arnold, Konrad Halver, Robert Missler, (verdeckt:) Asad Schwarz-Msesilamba, Ulf Karsten Schmidt, Marko Peter Bachmann, Sebastian Steffens

 

 

 


 

 


 

 

 


 

 

 


 

 

 


 

 

 


 

 

 


 

 

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