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Interviews

   Oliver Rohrbeck
   19.01.2006

Interview mit Oliver Rohrbeck (19.01.2006)

Hallo Oliver!
Vielen Dank, dass Du so kurzfristig die Zeit hattest und der hoerspiele.de für dieses Interview zur Verfügung stehst.

Oliver: Gar kein Problem – gerne.

Wann und wie entstand die Idee zu den „Drei Geschichten“?

Oliver: Es ist ja so, dass ich vor 2 Jahren – nach der Master of Chess – Tour – die Lauscherlounge gegründet habe und wir seitdem immer wieder Live-Hörspiele und Lesungen veranstaltet haben. Nun sind wir ja neuerdings als Lauerscherlounge ein Label und wollen die Projekte auf den Markt bringen und haben überlegt, ob wir nicht einmal wieder etwas zu dritt machen wollen. Wir haben uns dann dazu entschieden, dass Genre „Grusel“ zu wählen, wobei „Grusel“ im weitesten Sinne, da es eher „phantastische Geschichten“ sind.
Von Anfang an wollten wir es allerdings nicht „nur“ als „platte Lesung“ gestalten, sondern es war klar, dass wir auch Musiker und Sound dabei haben werden – also eher eine „inszenierte Lesung“. Wir glauben nämlich, dass Lesungen auch viel lebendiger sein können – gerade bei Kurzgeschichten.

Dieses lässt also den Schluss zu, dass es weitere, gemeinsame Projekte geben wird?

Oliver: Da gehe ich von aus. Es bietet ja auch die Möglichkeit, Leute anzusprechen über die drei Fragezeichen hinaus und wir haben mit dem Label auch die Möglichkeit, Dinge zu realisieren, worauf wir einfach Lust haben. Das muss jetzt nicht bedeuten, dass wir jedes Mal zu dritt ein Projekt starten. Sollten Jens oder Andreas Lust haben, eine eigene Sache zu machen, so wird dieses auch über die Lauscherlounge möglich sein. Wir sind damit etwas freier Projekte zu realisieren, wo man bei Plattenfirmen unter Umständen erstmal nachfragen und gegebenenfalls - auch mal – verhandeln muss.

Warum zum Start das Genre „Grusel“ bzw. „Phantastische Geschichten“?

Oliver: Nun ja, es ist zum Lesen ein sehr dankbares Genre und bietet viele Möglichkeiten.
Andre Genres – zum Beispiel – Komödie sind da aus vielen Gründen schwieriger. Sei es, geeignete Kurzgeschichten zu finden oder überhaupt die Rechte dafür zu bekommen.
Von daher haben sich phantastische Geschichten sehr gut angeboten.

War denn eine „Live-Tour“ von vorne herein geplant?

Oliver: Wir wollten es gerne live spielen, wobei nicht feststand in welchem Umfang.
Überlegt, dieses Projekt zu starten, haben wir im Februar 2005 und im Sommer haben wir dann schon darüber gesprochen, einige Live-Veranstaltungen zu machen.

Wird es über die – zum gegenwärtigen Zeitpunkt – fünf Termine noch weitere Veranstaltungen geben oder ist dieses Projekt damit erst einmal abgeschlossen?

Oliver: Das ist damit zunächst abgeschlossen, wobei es relativ einfach ist, weitere Termine zu organisieren. Anders als bei einem Live-Hörspiel lässt es sich einfacher aktivieren, da nicht so viele Leute dabei sind. Es kann also durchaus sein, dass wir vielleicht im Herbst nochmals fünf Termine avisieren, wobei es dazu keine konkreten Planungen gibt.

Wie muss man sich generell die Vorbereitungen auf dieses Projekt vorstellen?

Oliver: Hmm – ganz unterschiedlich. Jeder hat sich zunächst, individuell einen Text herausgesucht. Anschließend hat sich jeder Gedanken darüber gemacht, wen er als Musiker und Sound-Designer haben möchte. Dann hat sich jeder mit den Leuten zusammengesetzt, was teilweise völlig unabhängig voneinander lief. Anders als beim Hörspiel und auch abhängig von unseren Terminen, hat jeder seinen Aufnahmetermin und Studio selbst organisiert. Wir hatten uns Termine gesetzt – also im Sommer wollten wir alle es eingelesen haben und für September sollte dann alles in einem Studio gemastert werden. „Natürlich“ wurde es dann doch etwas später, weil einer wollte es noch einmal komplett aufnehmen, der andere wollte es dann noch Passagen ändern usw.

Das bringt mich auch nochmals zu einer anderen Geschichte – nämlich Dracula. Das hat es im vergangenen Jahr als Live-Hörspiel gegeben und die Frage, die sich anknüpft: Wird es das auch als CD geben?

Oliver: Ja! Wir haben es auch schon komplett im Studio aufgenommen. Wir werden es also nicht als Live-Hörspiel veröffentlichen. Wobei wir derzeit mit einem der Schlösser in Berlin verhandeln, um dieses Hörspiel auch dort nochmals Live zu präsentieren.

Auch mit der gleichen Besetzung? Thorsten Michaelis, David Nathan, Detlef Bierstedt, usw.?

Oliver: Auf jeden Fall! Wobei – wie gesagt – die CD nicht live sein wird. Wir sind nur noch nicht dazu gekommen, alles zu schneiden, was wir neuerdings auch selber machen. Das macht viel Spaß, nur ist nicht immer die notwendige Zeit vorhanden.

Okay..eine Sache, die ich nicht ausklammern möchte und nicht kann…

Oliver: Ja….

Wie denkst Du über die gegenwärtige Situation bezogen auf die Hörspielserie „Die drei Fragezeichen“?

Oliver: Klar! Es ist ja so, dass 2 weitere Folgen bereits aufgenommen wurden, die auf eine Veröffentlichung warten. Wir übrigens auch, da wir es schon gerne möchten, dass die Serie fortgesetzt wird. Gerüchte, dass wir uns untereinander gestritten hätten oder wir überzogene Gagen gefordert hätten, stimmen absolut nicht.

Die „Detektive“ sind ja auch älter geworden – wurde mal über ein „??? Adult“ –Konzept nachgedacht?

Oliver: Wurde es ja! Auch wir denken darüber nach, wie es weitergehen kann oder ob es „ewig“ in dem „recht jungen Altersbereich“ spielen kann. Wir sind jetzt alle 40 und es stellt sich ja auch die Frage, bis wann man „glaubwürdig“ 18jährige spielen kann. Auf der anderen Seite stellen sich dann auch konzeptionelle Fragen, ob man Leichen etc. hinzunimmt. Eine Umstellung hätte ja auch Konsequenzen für die Fälle. Ahh, das ist wirklich eine schwierige Kiste, denn wer will entscheiden, ob man es nicht dabei belässt, dass die Serie im „jugendlichen Alter“ spielt oder es weiterentwickelt.

Okay. Kehren wir wieder zur Lauscherlounge zurück. Man darf also davon ausgehen, dass Du Dich stärker nun auch in dem Bereich Lesungen einsetzen wirst?

Oliver: Absolut. Das macht mir wirklich sehr viel Spaß. Es bietet mir die Möglichkeit mit anderen an Projekten zu arbeiten und eher oder auch im Hintergrund zu wirken, wobei es mir auch bei Live-Veranstaltungen sehr viel Spaß macht mit Publikum in Berührung zu kommen.
Anders als beim Theater hat man auch die Möglichkeit, „privat“ zu gucken oder eine Rolle zu „überziehen“ und man kann natürlich nicht seinen Text vergessen.
Es ist für mich eine ideale Präsentationsform – alleine wenn ich an den 27.Januar denke, wenn wir „Hänsel und Gretel“ als „Gruselmärchen für Erwachsene“ präsentieren.

Sag mal, Andreas, Jens und Du – ihr kennt euch jetzt schon so lange. Gab es in der Zeit eigentlich auch Disharmonien?

Oliver: Nein – alleine schon aus dem Grund, weil wir nie für einen sehr langen Zeitraum zusammen waren. Vielleicht hätten wir uns sonst auch mal die „Köpfe eingeschlagen“ und je älter wir werden, umso mehr stellen wir die Unterschiede zwischen uns fest, was sich jetzt auch bei den „Drei Geschichten“ ganz gut zeigt. Ich sehe es sogar als Qualitätsmerkmal.

Was macht Oliver Rohrbeck privat?

Oliver: Zum einen habe ich das Glück, einen Beruf auszuüben, der mir sehr viel Spaß macht und damit zu einem „beruflichen Hobby“ geworden ist und sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
Darüber hinaus habe ich für das Fußballstadion eine Dauerkarte oder koche samstags sehr gerne und höre dabei im Radio die „Bundesliga - Livekonferenz“. Ansonsten bin ich ein absoluter Großstadtmensch und ziehe auch gerne um die Häuser und treffe Leute.

Ja, Oliver – vielen Dank für Deine Zeit und viel Erfolg für eure Projekt.

Oliver: Kein Problem habe ich gerne gemacht und auch vielen Dank für die Wünsche.

 


Oliver Rohrbeck
(* 21. März 1965 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher

Er ist bekannt für seine Sprechrollen als Justus Jonas in 120 Folgen der erfolgreichen Hörspiel-Serie Die Drei Fragezeichen und Julian bei den Fünf Freunden.

Als Synchronsprecher war er u.a. die Stimme von Theo in der Bill Cosby Show oder Fish in Ally McBeal.


Das Interview wurde am 19.01.2006 per Telefon geführt.

 

 


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Kontakt: CHRizzz | eMail: chrizzz@hoerspiele.deGrafik by ''Lillebror''



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