Special: Zauberkoch
Index ... News | Termine | Hörspiele | Kommentare | Community | Specials | Links || Sponsoren || Impressum.div

Hier befindest Du Dich jetzt : Home > Specials >

"Lausch" -Special

   Lausch stellt sich vor ...
   (Interview)

Interview mit Günter Merlau
und Janet Ivana Sunjic (11.11.2005)


Hallo Janet, hallo Günter, vielen Dank, dass ihr der hoerspiele.de für dieses Interview zur Verfügung steht.
Im Gegensatz zu vielen anderen „neuen“ Hörspielproduzenten werdet Ihr ab Januar 2006 direkt drei verschiedene Serien auf den Markt bringen.
Verrate uns doch bitte ein wenig über euren Hintergrund!

Günter: Ich komme aus einer Theaterfamilie und bin dadurch quasi „theatralisch“ vorbelastet,. Ich habe dann Musik studiert, als Produzent zwischen Experimentell und Pop gearbeitet, und Theaterstücke und Musikwerke für große und kleine Theater geschrieben.
Die leidenschaftliche Liebe zu Hörspielen begann sehr früh im Kindesalter, und es war immer mein Wunsch Hörspiele zu produzieren. Und wo lässt sich die Verknüpfung von Wort, Musik und Schauspiel besser darstellen, als bei einem Hörspiel?

Janet: Da ich aus dem eher konservativen Schwabenland stamme, musste ich erst mal eine kaufmännische Ausbildung machen *lacht. Meiner musikalischen Leidenschaft, dem Gesang, folgte ich stets in meiner Freizeit als Sängerin diverser Bandprojekte. 2000 kam ich dann nach Hamburg und gründete zunächst ein eigenes Tonstudio, welches ich jedoch im letzten Jahr aus den verschiedensten Gründen verkaufte. Das war auch der Zeitpunkt, als ich Günter kennen lernte und wir feststellten, dass wir gut zusammenpassten, was sich unter anderem auch in unser „Liebe zu Hörspielen“ wiederspiegelte.

Worum geht es in den neuen Serien?

Caine – entdeckten wir beim Basilisk - Verlag, wo Caine als fortlaufende Romanserie erscheint. Bei der Serie handelt es sich um eine Dark - Fantasy Serie. Der Protagonist – ein Serienkiller – wird von einem unter San Francisco lebenden Volk „in die Pflicht genommen“, für das Volk der Dunkelelfen zu kämpfen.

Die schwarze Sonne - Hierbei handelt es sich um eine Eigenkreation. Es wird eine fortlaufende Serie werden, wobei der erste Zyklus auf 10-12 Folgen ausgelegt ist.
Der Pilot startet im England des 19. Jahrhundert, wo ein Detektivduo zusammen geschweißt wird, das nach und nach diverse Abenteuer erlebt, die wie Puzzleteile ein Ganzes ergeben. Kurz und knapp kann man es als ein Akte X des 19. Jahrhunderts bezeichnen.

Böse – ist ebenfalls eine Eigenkreation, welche auch als fortlaufende Serie konzipiert ist.
Zur Struktur: Es spielt in der Unterwelt und lässt sich wohl am ehesten als Softsplatter-Soap bezeichnen, wobei es immer sehr skurril und lustig zugehen wird. Inhaltlich werden es immer abgeschlossene Folgen sein.

Welchen VÖ -Rhythmus strebt ihr für die Serien an? Halbjährlich, immer eine Folge pro Serie ..?

Janet: Erstmal halbjährlich, immer eine Folge pro Serie.

Erzählt uns doch einmal, wie ihr die Auswahlkriterien für die Besetzung der einzelnen Rollen festgelegt habt.

Günter: Beim Schreiben des Caine Spielbuches, hatte ich direkt die Stimme von Thorsten Michaelis im Kopf und habe auch alles auf ihn zugeschnitten.
Gewisse Stimmen habe ich von Anfang im Kopf oder ich entdecke sie in Filmen, Theaterstücken und Sprecherkarteien. Der Cast aus Schloss der Schlange besteht z.B. nicht aus Synchro-Stars, sondern fast ausschließlich aus Top-Theaterschauspielern! Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass wir mit ausgebildeten „Schauspielern“ und nicht nur mit „Sprechern“ arbeiten. Dieses ewige „mit der Stimme von“ wird meiner Meinung nach den Leistungen und Arbeiten eines „Schauspielers“ nicht gerecht, der eine harte Ausbildung hinter sich hat. Das verdient mehr, als ein „Ach, das ist die Stimme von Wesley Snipes“.

Inwieweit haben die Sprecher dann noch Einfluss auf Ihre Rollen und Texte? Gibt es Diskussionen zwischen Regie und den Sprechern?

Günter: Generell habe ich sehr genaue Vorstellungen, wobei es immer auch einen regen Austausch zwischen Regie und Sprechern gibt; zum Beispiel bieten mir die Sprecher verschiedene Versionen an, wodurch ein sehr harmonisches Arbeiten entsteht.
Auch möchte ich es nicht unerwähnt lassen, dass es wirklich eine Freude ist, mit diesen Leuten zu arbeiten, die weder Allüren noch Eitelkeiten pflegen.

Immer wieder sehr interessant ist auch die Vertriebsproblematik. Wie sieht es mit eurem Partner aus und wie wird die Verfügbarkeit sein?

Janet: AL!VE ist unser Partner. Von Anfang an existierte eine sehr gute Kommunikation und Jochen unser Betreuer war von Beginn an begeistert und unterstützte uns wo immer er konnte und wir seinen Input brauchten. Alle großen Märkte werden beliefert auch über die Bestellnummern werden die Buchhandlungen die Hörspiele ordern können, wobei der Buchhandel ab Herbst 2006 aktiv beliefert wird. Des Weiteren wird es auch die digitale Form geben. Fintunes ist der Vertrieb , welcher dann wieder die großen Download-Portale beliefert.

Hörspiele sind aufwendiger und teuer als Hörbücher. Ihr habt euch – wie erwähnt - direkt für drei Hörspiele entschieden. Warum?

Janet: Weil es einfach viel aufregender und spannender ist, Hörspiele zu produzieren.

Günter: Das Verhältnis von Hörbüchern zu Hörspielen ist etwa der, von einem Alleinunterhalter auf einer Hochzeitsfeier in Fallingbostel zu einer Big Band mit Chor und Orchester in Las Vegas. Ich stehe nicht so sehr auf Hochzeitsfeiern.

Wer so ambitioniert und massiv den Markt betritt hat auch gewisse Erwartungshaltungen. Wo seht ihr Euch im Vergleich zu den „etablierten“ Unternehmen wie Universal, LPL, RipperRecords, WortArt, Titania?

Günter: Wir versuchen die Erwartungshaltung gering zu halten. Eine neue Marke zu etablieren ist sehr anspruchsvoll und bedeutet viel Geduld. Ich sehe aber unsere Produktionen als gute Ergänzung zum derzeitigen Marktangebot. Wir leisten unseren Beitrag zum Thema Hörspiel, der andere Schwerpunkte, thematisch, sprachlich und produktionstechnisch legt.

Wie beurteilt ihr die „Internet-Szene“? Und kann man diese tatsächlich als eine „repräsentative Gruppe“ bezeichnen?

Janet: Kann man schon, da es einen regen Austausch unter den Fans gibt.
Günter: Empfinde ich als einen wichtigen Teil.

Noch ein paar abschließende Worte an die interessierten Hörer ...

Janet: Ich wünsche mir einfach, dass den Hörern gefällt, was wir produzieren und hoffe mit den Wünschen der Hörer zu wachsen.

Günter: Ich freue mich wirklich sehr auf die Veröffentlichungen und wünsche jedem Hörer die bestmögliche Unterhaltung.

 


Das Interwiev wurde am 11.11.2005 per Telefon geführt und wird hier in einer essentiellen Form wiedergegeben


„Der Unterschied zwischen einem Hörbuch und einem Hörspiel ist etwa der zwischen einem Alleinunterhalter auf einer Hochzeitsfeier zu einer Big Band in Las Vegas.“

Günter Merlau

 

 


Gabriel Burns
Die offizielle Website www.merlausch.de


Redaktion: Svenja Kimbel / Janet Sunjic


goto top

Kontakt: CHRizzz | eMail: chrizzz@hoerspiele.deGrafik by ''Lillebror''



Special: Das 5te Gebot