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"LPL" -Special

   Leipziger Buchmesse 2003
   (Bericht)

Leipziger Buchmesse
20.03. – 23.03.2003
Ein kurzer Messebericht von Lars Peter Lueg (Inhaber von LPL records)


Wenn man an Leipzig denkt, fällt einem meist Auerbachs Keller, die schummrig urige Kneipe aus Goethes Faust I ein in der Dr. Faustus und Mephistopheles das ein oder andere Bierchen mit den Einheimischen zischten. Aber Leipzig hat weit mehr zu bieten als diesen immer noch existierenden geschichtsträchtigen Ort. Seit nun mehr 4 Jahren gibt es als Ergänzung zur etablierten Frankfurter Buchmesse die Leipziger Buchmesse, die seit 3 Jahren auch ausgesprochen viel für den Bereich Hörbuch tut. Unter dem Motto "Ganz Ohr" findet man in Leipzig einen eigenen Bereich im Messechaos, in dem sich der interessierte Besucher in aller Ruhe mit Hörbüchern befassen und über die neuesten Produkte der einzelnen Verlage informieren kann. In diesem Jahr war nun erstmals auch LPL records als Aussteller in Leipzig mit dabei. Für LPL war dies auch die erste Messe als Aussteller und Verlag überhaupt. Ich selbst besuche die Leipziger Messe als Besucher seit 2001 und habe dort schon so einige sehr nette Kontakte knüpfen können. Die Atmosphäre ist gegenüber der Frankfurter Messe um einiges lockerer. Das liegt wohl auch daran, dass Leipzig die Buchmesse enorm subventioniert und somit die Messestände und Cafés einfach viel größer und gemütlicher sind. Außerdem gibt es auch eine gut sortierte Hörbuchhandlung, in der man auch die Produkte von LPL records gleich vor Ort kaufen konnte. Der größte Unterschied liegt aber wohl darin, dass es in Leipzig keine Händlertage gibt an denen die normal sterblichen Besucher ausgeschlossen sind. Von Donnerstag bis Sonntag steht das Messegelände allen Interessierten offen. Das Rahmenprogramm kann sich außerdem wirklich sehen lassen: Zwischen mehr als 700 Veranstaltungen darf sich der Leipzig-Besucher, pendelnd zwischen Stadtbibliothek, Gewandhaus oder Alter Handelsbörse, in diesen Tagen entscheiden. In der Messe traten, nur allein im Hörbuch-Forum, u. a. Dietmar Mues mit einer Lesung aus Der Graf von Monte Christo, Christian Brückner mit einer Lesung aus seinem Verlag Parlando und Harry Rowohlt (der spitzbübische Clochard aus der Lindenstrasse) mit Texten aus seinen eigenen Übersetzungen auf. Diese Lesungen dauern in etwa eine Stunde und sind äußerst unterhaltsam und oftmals kolossal schaurig und lustig zugleich. Als Besucher sollte man sich vorab einen kleinen Veranstaltungskalender besorgen (www.leipziger-messe.de) und etwas mit diesem vorab planen, damit man seine Lieblinge nicht verpasst. Mann kann sich auf der Messe mit den neuesten Hörproben und Katalogen der Verlage eindecken und vor allem kann man eines: Man hat bei jedem guten Verlag einen kompetenten Ansprechpartner direkt an der Hand, der über alle Neuigkeiten und die Pläne für das kommende Jahr direkt und persönlich Auskunft geben kann. Alleine ich habe mit der wunderbaren Hilfe meiner Freundin ca. 150 Gespräche mit Presse, Kunden, Händlern und Fans geführt. Dies hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, so dass ich dieses Jahr auch auf der Frankfurter Buchmesse und 2004 wieder in Leipzig sein werde. Der direkte Kontakt zum Kunden ist mir sehr wichtig und die Kosten für einen Messestand mehr als Wert.

Leipzig scheint aber auch sehr nahe am Schlund der Hölle zu liegen, da jeden Morgen ein furchtbares Monster, das wie der Tod persönlich aussah, auftauchte und die Messebesucher mit dem Logo von LPL records auf der Brust erschrecken wollte. Ich konnte zwei Fotos von dem Monster machen … ;-) Das hat aber weder das Fernsehen noch die Kids (welche ja eigentlich nicht unsere Zielgruppe sind) davon abgehalten unserem Stand einen Besuch abzustatten.

Die Stadt selbst ist auf jeden Fall einen ausgiebigen Besuch wert. Alleine schon wegen der wirklich ausgesprochen netten Menschen sollte man sich diese Stadt mal anschauen. Durchweg jeder, den wir getroffen haben, war freundlich und ausgesprochen hilfsbereit. Mein Tipp: Fangt mit dem Taxi-Fahrer (falls ihr mal ein Taxi braucht) einen kleinen Plausch an. Ihr bekommt dann in 10 Minuten die Geschichte Leipzigs in einem sehr gut zu ertragenden Sächsisch erzählt und könnt von den Geschichten noch monatelang zehren. Auch halten sich die Hotelpreise auf einem sehr günstigen Niveau. Wenn man früh genug bucht, bekommt man ein schönes Zimmer für 2 Personen schon für ca. 55 EUR (bitte immer ohne Frühstück – da dies ca. 12 EUR pro Person und Tag extra kostet) die Nacht. Meine Freundin und ich waren so begeistert von der Stadt, dass wir in ein paar Monaten auch mal privat dorthin zurückkehren werden, um ein paar Tage Kurzurlaub zu machen. Leipzig ist definitiv eine Reise wert!

Die Leipziger Buchmesse verzeichnete dieses Jahr einen bisherigen Besucherrekord von 88.000 Menschen in den 4 Tagen. Nach Frankfurt zur Buchmesse kamen allerdings im Herbst 2002 ca. 300.000 Besucher in 6 Tagen. Leipzig ist auf jeden Fall entspannter! Da kann man verstehen, dass die Verleger in Leipzig auch eine angenehme tolle Zeit haben und etwas besser drauf sind. Also, kommt alle im März 2004 nach Leipzig und/oder besucht uns auch in Frankfurt am Main im Oktober 2003. Ich freue mich sehr über euren Besuch und jede noch so simple Frage. Und für alle, die uns schon besucht haben: Auf ein baldiges Wiedersehen am Schlund der Hölle in Leipzig … :-) Lars

 

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LPL records
Die offizielle Website www.lpl.de


Redaktion: Lars Peter Lueg


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Kontakt: CHRizzz | eMail: chrizzz@hoerspiele.deGrafik by ''Lillebror''



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