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Macabros "Konga, der Menschenfrosch" (4)
Das ursprüngliche INTRO-Skript (17.10.2008) - Exklusiv auf Hoerspiele.de
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Dietrich Tössfeld
(blass, gehetzt, ängstlich)
"Ich hätte Angst"
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SOUND:
Sezierbesteck klappert...
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Jörg Maruschka
(seine Arbeit unterbrechend)
"Angst? Wovor?"
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Erzähler
Jörg Maruschka - Dr. Jörg Maruschka arbeitete an einer wissenschaftlichen
Arbeit über die Schleimabsonderung der Amphibien. Er blickte auf als sein
Gast, dessen Alter
schwer zu schätzen war, nicht weiter sprach. Dieter Tössfeld sein Nachbar
aus der alten Mühle war zu einem überraschungsbesuch vorbeigekommen. Vor ihm
auf dem klobigen Tisch lag der gedrungene Leib eines Frosches aufgespießt
auf einem mit Papier ausgelegten Holzrahmen. Durch den Körper lief noch ein
Zucken... er lebte noch!
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Jörg Maruschka
(forschend - etwas abgelenkt nimmt den Gesprächsfaden wieder auf...)
"Was wolltest du sagen?"
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Dietrich Tössfeld
(herum drucksend)
"Ähm, na ja..."
(mit belegter Stimme)
"Ich dachte es würde mir weniger ausmachen... aber das ist ja schrecklich!"
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Jörg Maruschka
(lachend)
"Es ist doch nur ein Frosch!"
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Dietrich Tössfeld
(ängstlich)
"Nur ein Frosch... Wie viele von ihnen hast du auf diese Weise schon
zerstückelt?"
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Jörg Maruschka
"Keine Ahnung!"
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Dietrich Tössfeld
"Ach komm sag schon... ich will es Wissen..."
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Jörg Maruschka
(beiläufig)
"Vielleicht fünfhundert, vielleicht tausend.
Keine Ahnung - warum?"
(er setzte das Messer an)
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SOUND:
Messer klappern
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Dietrich Tössfeld
"Moment... Warte! Der lebt doch noch!"
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Jörg Maruschka
"Das geht nicht anders - sonst bekomme ich falsche Werte..."
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Dietrich Tössfeld
"Du... die werden sich rächen!"
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Jörg Maruschka
"Wer wird sich rächen?"
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Dietrich Tössfeld
"Konga!"
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Jörg Maruschka
(ironisch)
"Oha! Du meinst der Gott der Frösche kommt um mich zu bestrafen?"
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Dietrich Tössfeld
(eisig)
"Ich habe dich gewarnt! ..."
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Jörg Maruschka
"Quatsch!"
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Dietrich Tössfeld
"Ich wünsch Dir alles Gute! Aber echt denk dran...
Denke an den Gott der Frösche - Konga!... Denk dran! ....
Er wird kommen!"
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SOUND:
Laufen auf Holzdielen, Tür öffnen...
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Erzähler
Scheu blickte Dietrich Tössfeld dem Wissenschaftler noch einmal in die
Augen, dann fiel sein Blick auf den frischen, am Brett fest gespießten
Frosch. Er hatte es plötzlich sehr eilig, sich zu verabschieden...
Dr. Maruschka schüttelte den Kopf und machte sich dann wieder an seine
Arbeit. Fachgerecht zerlegte er den aufgespannten Frosch, entfernte Nerven
und Muskeln, dann das Gehirn, die Augen, die Nickhaut.
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SOUND:
Plötzlich: Schritte draußen, schmatzend und klatschend
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Jörg Maruschka
(grummelt)
"Tössfeld! Jetzt kommt der zurück und will mich verarschen... Na warte!"
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Erzähler
Auf Zehenspitzen huschte Maruschka Richtung Tür und hielt den Atem
an,abwartend... Und riss die Tür auf...
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SOUND:
Tür wird blitzartig aufgerissen.
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Jörg Maruschka
"Guten Tag Konga - Sei mir Willkommen!!!"
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Konga
(dumpf, laut, dröhnend)
"Du heißt deinen Henker willkommen?"
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Erzähler
Jörg Maruschka traute seinen Augen nicht - das konnte es nicht geben.
Eine schleimige grüne Masse die in um Längen überragte... ein Riesen-Frosch!!
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Jörg Maruschka
(denkend)
"Eine Mutation... Das ist alles... Was..."
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Erzähler
Mit einem riesigen Satz sprang Konga auf den Wissenschaftler zu...
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Konga
"Ja..."
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SOUND:
Kampfgeräusche hinfallen bedrohliches Quacken...
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Jörg Maruschka
"HILFE! Aaaahhhh"
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Erzähler
Maruschka konnte nicht entkommen!
Konga war schneller, größer und stärker. Seine Rechte lag schwer wie ein
Bleiklotz auf Maruschkas Brust, die andere Hand legte sich auf seinen
schreienden Mund und schnürten ihm die Luft ab.
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Jörg Maruschka
(röcheln... um Atem ringend)
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Erzähler
Aber Konga wollte ihn nicht töten. Noch nicht und offenbar nicht auf diese
Weise.
Maruschka war ein anderes Schicksal vorbestimmt...
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Konga
(dröhnend)
"Ich bin dein Henker, Jörg Maruschka!!!
Konga, der Menschenfrosch, wird sein Volk rächen.
Du bist nicht der erste, du bist der dritte, der so sterben wird,
wie du es den Angehörigen meines Volkes angetan hast.
Auch du wirst auf einem Brett enden. - Aufgespießt wie ein Frosch!"
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Erzähler
Dr. Jörg Maruschka starb auf die altbekannte Weise - mit Nägeln in Händen
und Füssen. Doch davor spürte er das Seziermesser... Und ohne noch ein Wort
sagen zu können, verendete Jörg Maruschka. Er erstickte an seinem eigenen
Blut, das ihm in den Rachen lief...
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