Die Anforderungen, die Simon Römer an seine
Hörspiel-Hüllen gestellt hat, sind schnell und klar umrissen:
Das "Meteornament" hatte es sich zur Aufgabe gemacht, nicht einfach
nur Hörspiel-Cover zu machen; sondern Hörspiel-Hüllen zu entwickeln,
die ihresgleichen suchen ...
Die Gestaltung der Hüllen für die "Meteor"-HORROR-Serie sollte zudem
zu einem Gestaltungsraster für die nachfolgenden "Meteor"-SCI-FI-;
THRILLER-; ETC-Serien führen.
Um dieses erreichen zu können wurde zunächst nochmals
der Nutzen einer Hörspiel-Hülle intensiv überdacht, um nicht irgendwelche
"08/15"-Hüllen zu "covern".
Eine Hörspiel-Hülle dient im Grunde zwei Zwecken: Sie ist sowohl
Ornamet (Verzierung), als auch Informations-Quelle (bzw. -Träger).
Das Hauptaugenmerk wurde somit auf folgende drei Punkte gelenkt:
1.) Die Illustration,
2.) die künstlerische Formgestaltung (engl: "Design"); einschließlich
der weitergehenden Informations-Abschnitte und
3.) der drucktechnische Ablauf.
Alle diese drei Punkte sind sehr eng miteinander verwoben und auch
hier wurde zugesehen, einen Punkt auf den anderen hin
zu optimieren.
Teil 1 | Die Illustrationen
Wichtig war in erster Linie, daß die Illustrationen handwerklich
hergestellt werden und sozusagen als "kleine Kunstwerke" angesehen
werden durften.
Die selbst auferlegte Aufgabenstellung implizierte, daß sich die Illustrationen
für die "Meteor"-Hörspiel-Hüllen von denen anderer Hörspiel-Produktionen
in Form | Farbe | Technik durchaus unterscheiden können.
Da Simon Römer aber sowieso äußersten Wert auf originelle
und einprägsame Illustrationen bei der Hüllen-Gestaltung gelegt
hat, konnten und sollten Technik, Farb- und Formgebung ruhig etwas
ungewöhnlicher sein.
Dazu eignete sich natürlich am Besten: eine Misch-Technik. Den
endgültigen Gemälden gingen jeweils diverse Studien (Bleistift-Skizzen
und Acryl-Malereien) voraus. [Acryl-Farben sind in ihrer Konsistenz
den Ölfarben ähnlich. Aber im Vergleich zu Ölfarben sehr viel
schneller trocknend. Nach dem Trocknen sind Acryl-Farben wasserfest.]
Den Untergrund der endgültigen Titelbilder bildete eine mit Acryl-Farben
kolorierte Bleistiftzeichnung (2H-2B).
Der Auftrag der Acryl-Farben erfolgte mit Borstenpinsel | Schwamm
| Pappe | oder ähnlichem.
Die Details wurden schon während des Trocknens mittels Pastellkreiden
und Buntstiften aus dem trocknenden Untergrund herausgearbeitet.
Da alle an ein langes Leben dieser Serie glaubten, hatte man sich
zudem von vorne herein darauf geeinigt, daß sich die Titelbilder
mit dem Illustrator weiterentwickeln dürfen. Oder besser: Sich
die Illustrationen langsam aber stetig (von Folge zu Folge) weiter
entwickeln sollten.
So beinhaltete z.B. das vierte Titelbild Elemente der
Collage. (Weitere Absonderheiten waren in petto!)
Auf Grund der Technik musste das Format des Original-Gemäldes möglichst
gross gehalten sein. Das schlußendliche Format wurde aus zeittechnischen
Gründen gewählt und hätte eigentlich durchaus noch größer sein können.
Format:
DIN|A2 (420x594mm)