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Torsten Gellrich: Die Schläfer - Unheimliches Erwachen in der Antarktis




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Beschreibung:

Die Handlung spielt in der antarktischen Forschungsstation Darwin. Wissenschaftler stehen kurz davor, eines der letzten großen Geheimnisse unseres Planeten zu lüften. Seit über 30 Jahren versuchen Bohrspezialisten zu dem, von einer 4.000 Meter dicken Eisschicht bedeckten, Lake Vostok vorzudringen. Der Süßwassersee 26 mal größer als der Bodensee ist seit 30 Millionen Jahren von der Außenwelt abgeschnitten. In dieser einzigartigen Biosphäre vermuten die Forscher Organismen, deren evolutionäre Entwicklung vollkommen anders verlaufen ist. Der Neurobiologen Dr. Vincent Lürssen möchte mit einem ESA-erprobten Motivationsprogramm das antarktische Überwinterungsteam vor Depressionen und Einsamkeit schützen. Nach anfänglichen zwischenmenschlichen Plänkeleien wird er Zeuge des Bohrexperiments und einer unfassbaren Entdeckung, deren schöpferische Kraft die Menschheit gefährdet ...Realer, wissenschaftlicher Hintergrund gepaart mit logischer Fiktion und philosophischen Gedanken ... beeindruckend anders!Das unfassbare Hörspiel aus der Antarktis realer, wissenschaftlicher Hintergrund gepaart mit logischer Fiktion und philosophischen Gedanken ... beeindruckend anders!

Dauer: ca. 151 Minuten
Art: Hörspiel

Regie: Petra Springborn und Andreas Kleb
Aufnahme: fx:one Studio Hamburg, 2012/2013
Aufnahme, Mischung: Kai Poppe
Schnitt-Assistenz: Tom Steinbrecher
Soundtrack: Torsten Gellrich
Sounddesign: Clemens Endreß

VÖ: 14.03.2013

Empfohlener VK: € 15,95 (ohne Gewähr)
ISBN-Nummer: 3942210320 (1 CD)



Tracklisting anzeigen



ramazzotti1970 (13.01.2014)
kassettenkind (16.09.2013)
poldi @ poldis hörspielseite (14.06.2013)


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  Kommentar von poldi @ poldis hörspielseite :
Erster Eindruck: Schrecken im Eis

Dr. Vincent Lürssen, ein erfolgreicher Neurobiologe, stößt bei einem Wechsel der Besatzung zu einem Team, das in der eisigen Antarktis, weitgehend abgeschottet von der Außenwelt, verschiedene Forschungen anstellt. Besonderes Augenmerk bekommt dabei ein unterirdischer See, in dem sich scheinbar ein ganz eigenes Biosystem gebildet hat. Doch was dort verborgen ist, hätte niemals an di Oberfläche gelangen dürfen…

So richtig in den Vordergrund getreten ist das Hamburger Label vitaphon noch nicht, mit „Der Schläfer“ sollte sich dies aber ändern. Das auf sehr hohem Niveau produzierte Hörspiel vereint Elemente aus Thriller und Science Fiction mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und teilweise sogar philosophischen Gedanken. Die Introszene ist sehr gelungen, in einem Radiointerview wird nicht nur die Grundsituation erklärt, sondern auch die wissenschaftliche Theorie von Vincent erklärt. Darauf folgt ein langsamer Aufbau, in dem vorerst die Gemeinschaft in der Antarktis im Vordergrund steht. Hier wird das Zusammenspiel der Charaktere beschrieben, die zwar manchmal etwas zu plakativ und einschichtig wirken, was der Handlung aber auch einen deutlich dynamischeren und spannenderen Verlauf ermöglicht. Mit der Entdeckung der Lebewesen im ewigen Eis startet jedoch eine Verkettung tragischer Ereignisse, der die Protagonisten langsam in den Wahnsinn treibt und zu einer immer stärkeren Bedrohung wird. Die unheimliche Stimmung wird weiter verstärkt, und auch die Umgebung der ewigen Eiswüste kommt hier sehr intensiv zur Geltung. Ein beeindruckendes Finale krönt dann die spannende und stimmungsgeladene Geschichte, schließt sie gekonnt ab. Auch wenn das Thema nicht das Neueste ist und die Charaktere etwas zu plakativ gezeichnet wurden, ist hier ein atmosphärisch dichtes, sehr spannendes und mit vielen interessante n Gedankengängen versehenes Hörspiel, das man sich unbedingt einmal in ruhigen zweieinhalb Stunden zu Gemüte führen sollte.

Die Sprecher wurden sehr gut ausgewählt, wobei hier auf unverbrauchte Stimmen wert gelegt wurde, die in noch nicht allzu vielen Produktionen aufgetaucht sind. Anfangs prägt Andre Beyer als Vincent Lürssen den Verlauf der Geschichte, er kann den Neurobiologen mit treffsicherem Ausdruck darstellen. Samir bin Jalud al Hami, der Koch der Crew, wird von Arno Abd-el Kader Lüning gesprochen, der durchaus etwas Witz mit in die drohende Atmosphäre einbringt und mit seiner spontanen Art die Handlung etwas auflockern kann. Petra Springhorn spricht die Meteorologin Lia Orli Ruben, sie kann eine breite Bandbreite an verschiedenen Emotionen vermitteln und bleibt dabei stets glaubhaft. Weitere Sprecher sind unter anderem Andreas Kleb, Stephan Ziwich und Ralf Bettinger.

Die Produktion kann mit dem momentan populären, bombastisch inszenierten Hörspielen mithalten und bietet eine intensive, dichte Atmosphäre, die aus dem gelungenen Zusammenspiel von Musik und Geräuschen resultiert. Die eingesetzten Melodien wirken manchmal ein bisschen sphärisch, können immer eine treffende Stimmung erzeugen und werden dabei von vielfältigen und passenden Geräuschen unterstützt.

Ein böse dreinschauendes, gelb leuchtendes Auge prägt den wolkigen Himmel auf dem Cover das ansonsten in kühlm Blau und Schwarz gehalten ist. Neben der Station der Forscher ist noch – deutlich weiter unten – ein strahlendes Licht am Seeboden zu sehen. Das Booklet bietet zahlreiche weitere Informationen zu dem Thema und stellt zudem kurz die Hauptcharaktere vor – samt Foto der jeweiligen Sprecher.

Fazit: Trotz kleinerer Schwächen in dem Dialogbuch – hier ist ein wirklich spannendes und bombastisch inszeniertes Hörspiel entstanden, das einen wirklich mitreißen kann.

www.poldis-hoerspielseite.de



Kontakt: CHRizzz | eMail: chrizzz@hoerspiele.de
Grafik by lillebror@hoerspiele.de