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Mankell, Henning: Wallander - 06 - Der wunde Punkt




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Krimi und Detektiv - Krimi und Detektiv
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Beschreibung:

Alles spricht für einen Unfall: Ein Pferdezüchter wird zu Tode getrampelt in seinem Stall gefunden. Doch das Konto des Opfers ist geplündert und kurz vor seinem Tod hatte er Kontakt mit einer ominösen Frau, die er über eine Annonce kennen gelernt hat. Da die Verdächtige unauffindbar ist, gibt Wallander als Lockvogel selbst eine Kontaktanzeige auf, um den Mörder zu fassen …

Dauer: ca. 71 Minuten
Art: Hörspiel

Hörspielbearbeitung und Regie: Sven Stricker
Technische Realisation: Kay Poppe
Assistenz: Christoph Richter
Musik: Jan-Peter Pflug

VÖ: 09.04.2009

Empfohlener VK: € 14,95 (ohne Gewähr)
ISBN-Nummer: 3867172021 (1 CD)



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patrickderhörer (21.08.2009)
chrizzz (10.05.2009)


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  Kommentar von patrickderhörer :
Der wunde Punkt

Der Pferdezüchter Joakim Hermansson wird in seinem Stall erschlagen aufgefunden. Die Ermittler um Kommissar Wallander versuchen zu ergründen, wie Hermansson gelebt hat. Viel Ergiebiges kommt dabei nicht zutage, außer dass Hermansson eine eigentümliche Beziehung zu Marina Söderquist, einer Frau, die in einem neonazistischem Netzwerk tätig ist, hatte, und die deshalb auf Stefan Lindmans privater Liste steht. Obwohl dieser Marina nur zu gerne etwas anhängen möchte, müssen sie die Frau gehen lassen. Ebenso undurchsichtig ist Hermanssons Freund und Nachbar Jesper Nilsson, der mehr zu wissen scheint als er sagt. Als aufkommt, dass Hermansson ein Verhältnis mit mehreren Frauen aus dem S&M-Gewerbe hatte, wird Wallanders Team hellhörig. Wie kam der alte Pferdezüchter zu dem Geld, das er für seine Spielleidenschaft brauchte? Fakt ist, dass er die wunden Punkte der Leute offenbar zu kennen schien, denn sonst hätten sie ihm niemals blind vertraut.

Dieser Wallander ist zugegeben etwas schwächer und durchsichtiger als sein Vorgänger, doch dies tut der Serie nur zu gut, da einige düstere Fälle noch auf sich warten lassen. Nach dem vorangegangenen Fall schiebt man merklich die ruhigere Kugel. Auch Wallander hat seine eigene Art, sich Erholung zu gönnen, ohne dass er weiß, dass diese besondere Art von Ablenkung ihm einen entscheidenden Hinweis in seinen Ermittlungen liefern soll. Die Sprecher machen ihre Sache merklich gut. Die Rolle der Ann-Britt Höglund scheidet hier leider Gottes aus dem Wallander-Universum aus, dafür wird mit der sympathischen Gerichtsmedizinerin Karin Linder eine neue Rolle eingeführt (allerdings kam diese Rolle schon in der TV-Serie vor, nur hat sie hier ihren ersten Einsatz im Hörspiel). Wallander und sein Team müssen sich auch mit weniger aufreibenden Fällen herumschlagen, was jedoch nicht heißt, dass diese Fälle leicht zu lösen wären. Jede Menge Rätsel und falsche Fährten warten auf die Ermittler. Sprechertechnisch gibt es nichts zu meckern. Andreas Fröhlichs Erzählweise wirkt hier diesmal weniger übertrieben gehaucht als sonst. Dies kommt seinem Part nur zu gute. Leider bedeutet ein vermehrtes Auftreten von Linda wieder mehrere der gedanklichen Perspektive, die ich schon so oft bekrittelt habe, und hier wird leider nicht damit gespart, doch hält sich das Ganze wider erwartend doch in Grenzen und ist nicht ganz so nervig wie in den zurückliegenden Produktionen. Der restliche Cast ist ebenfalls hörenswert. Lange war es im Hörspielsektor ruhig um Eberhard Haar. Schade, denn hier läuft er zu Hochleistungen auf. Diese Stimme sollte man vermehrt einsetzen. Auch ist es immer wieder eine Freude, Anne Moll zu lauschen, die "Mrs Göbbels" sehr viel Authentizität einhaucht. Auch musikalisch ist diese Folge diesmal ein Hinhörer. Die Musik plätschert wie gewohnt dahin und verleiht Schonen die nötige Atmosphäre. diesmal jedoch wirkt sie angepasster als zuvor.

Fazit: Wallander einmal etwas ruhiger. Vielleicht kommt einem das diesmal auch nur so vor, wenn man kurz zuvor die 5. Folge gehört hat. Die Folge bekommt von mir **** / *****



Kontakt: CHRizzz | eMail: chrizzz@hoerspiele.de
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