Beschreibung:

Skipper ist vor Aufregung geradezu aus dem Häuschen. Ein Gewinnspiel ist in aller Munde, bei dem es angeblich sehr viel Geld zu gewinnen gibt. Obwohl Barbie und Ken ihr dringend abraten, will Skipper sich daran beteiligen. Sie setzt ihr ganzes Geld ein, und damit beginnt das Verhängnis - denn natürlich geht es bei dem Spiel gar nicht fair zu …
Dauer: ca. 50 Minuten
Buch: H.G. Francis Regie: Heikedine Körting Musik und Effekte: Tonstudio EUROPA Redaktion: Hedda Kehrhahn Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Beurmann
VÖ: 15.06.1988
Bestellnummer: 515 275.5 (MC)

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  Kommentare:
pony (11.01.2007)

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Kommentar von
pony
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Das Thema ist ja mal was Neues - Glücksspiel ist im Kinderhörspielbereich nicht besonders oft vertreten. Hat aber vielleicht auch seine Gründe, da es "als Fall" für ein Hörspiel erstmal nicht so besonders viel hergibt! Diese Barbie-Folge mischt, eigentlich sogar ganz unterhaltsam, "Kriminelles" in Barbies Traumwelt. Der Hörer darf dabei sein, wie die ungestüme Skipper offenen Auges in die Katastrophe steuert - als sie 1000 Mark in ein sogenanntes Piloten-Spiel investiert. Natürlich: Geld futsch, der fiese Benjamin ist reicher als vorher, und es scheint so, als ob Skipper (leeres Konto!) nicht mit Barbie und Ken in Urlaub fahren kann. Naja, das regelt sich dann alles irgendwie, ist ja klar!
Aber das "Wie" machts, denn das sollte man gehört haben, wie wild hier wieder alles durcheinander geht. Was hat sich der jute H.G. Francis dabei wohl bloß gedacht - "is ja nur für Kinders, die nehmen dat alles nich so genau!?" Stimmt! Und als erwachsener Hörer freut man sich drüber über plötzlich Abgebrochenes, manches Problem, das groß aufgebaut löst sich dann fast sofort wieder in Luft auf, Kleinigkeiten werden aufgebauscht - oder sollte das alles genau sooo gewollt, vielleicht als Psychogramm über Barbie und ihre Clique - haben eigentlich keine Probleme, bauschen aber Nichtigkeiten zu Weltbewegendem auf? Egal, tolle Stellen, z.B.:
Skipper braucht Geld, schnell. Was macht sie? Will ne Anzeige in die Zeitung setzen. Lautet (ungefähr): Ich suche Arbeit, mache alles! Findet Ken nicht so gut, weil sich "das nicht abhebt von den anderen Anzeigen". Er empfiehlt also folgenden Text (ungefähr): Hochqualifiziertes Mädchen sucht jede Art von Job! Und was passiert? Am nächsten Tag steht das Telefon nicht mehr still bei Skipper. Ein alter Herr will sie als Chaufferin mietet, um mit dem jungen Ding bei seinen Nachbarn anzugeben. Skipper lehnt höflich ab. Das muss man gehört haben! Auch, wie die "Krimi"handlung am Ende der ersten Seite einfach beendet wird ist interessant. Es geht überhaupt nicht darum, den Bösewicht anzuzeigen oder ihm anderweitig das Handwerk zu legen. Ken macht nur mal nen klugen Spruch um zeigen, dass er Recht hat, das wars. Ansonsten gehts nur darum, Geld wieder ranzuschaffen. Achso, Skipper hat sogar noch ein Mädchen aus der Jugendgruppe des Tennis-Clubs, die Skipper als Betreuerin leitet, ins "Verderben" gerissen, da sie - schlechtes Vorbild - von dem sicheren Geldregen durch die Teilnahme am Gewinnspiel schwärmte. Da ist deren Papa ganz schön böse, und will auch noch die 1000 Mark von Skipper einfordern. Ne, aber nicht mit Barbie!
Also bitte, neben der Folge 4 - "Das Tennismatch" unbedingt in "Das Gewinnspiel" reinhören - ein (fast) ungefiltertes Psychogramm der glatten Yuppie-80er-Jahre-Welt. Kopf schütteln ist sicher über die ungeschriebenen Regeln dort herrschender sozialer Interaktion und das Rollenverhalten von Mann-Frau-Mädchen... wem bei diesem Hörspiel keine kalten Erinnerungsschauer an die kalte Betonwelt der eigenen Kindheit über den Rücken laufen, der wird zumindest mehr oder weniger unaufgeregt und gut unterhalten (denn die Sprecher sind natürlich wieder erste Sahne!).

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