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Die Drei ??? - 43 - und der höllische Werwolf (Europa)

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Krimi und Detektiv - Krimi und Detektiv
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Beschreibung:

Ein Werwolf macht Hollywood unsicher. Er verübt Überfall auf Überfall - und dabei geht es ihm nur um kleine Teddybären. Justus, Bob und Peter machen einen seltsamen Fund am Strand und kommen so auf die Spur des Verbrechers. Sie haben ihr vielleicht gefährlichstes Abenteuer zu bestehen.

Dauer: ca. 50 Minuten

Buch: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Hedda Kehrhahn

VÖ: 01.10.1988

Bestellnummer:
MC: 490715-209




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Kommentare:

firefoxy (09.06.2021)
theblackadder (08.08.2017)
derlukas (17.10.2013)
montezumas rache (07.10.2011)
mr.shaw (01.09.2011)
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tom fawley (24.08.2006)
prince (02.02.2006)
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torpedo (23.01.2004)
evil (30.06.2003)
chrischi (27.06.2003)
samsa (19.06.2003)
chrizzz (18.02.2002)
markus duschek (21.11.2001)
carbonteufel (18.11.2001)
morA (16.08.2001)



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  Kommentar von grimsby roylott :
Das Cover von Aiga Rasch zeigt einen Menschen in einer unmodischen brauen Weste, unter der ein blauer Pullover getragen wird. Dieser Mensch hat seltsamerweise einen Wolfskopf, der aussieht wie ein Fuchskopf; zudem Klauen, die aussehen wie pelzige Hände; und Flügel, die aussehen wie Batmans Cape... Die Frage, die sich unausweichlich stellen muss, ist: was hat das Cover eigentlich mit der Folge zu tun?? Antwort: nicht viel. Denn auch der "Werwolf" ist nur eine exotische Beigabe, die, wie CHRizz schon richtig bemerkt hat, auch ein humpelnder Goldzwerg hätte sein können. Der Werwolf trägt nicht das Geringste zur Spannung bei. Sein Heulen klingt so lächerlich, dass ich mich damals selbst als 8-jähriger drüber lustig gemacht habe. Allerdings muss man auch anmerken, dass der englische Originaltitel dieser Folge "Creep-Show Crooks" lautet, der Werwolf also scheinbar in der deutschen Übersetzung als das wichtigere Spannungselement angesehen und entsprechend aufgewertet wurde, die Spinnerei der beiden Antagonisten hingegen, einen Horrorfilm zu drehen, abgewertet und am Ende des Hörspiels nur in einem Nebensatz erwähnt wird. Es gibt einige alternative Cover zu dieser Folge, die ich mal zusammengesucht habe. (hoffe, dass es da keine rechtlichen Probleme gibt, diese Bilder hier zu zeigen, sonst nehme ich sie natürlich sofort wieder raus!)
- - -
- Also: ein Werwolf in weißem Hemd, ein Werwolf, der dem 30er Jahre Horrorfilm nachempfunden ist, ein finnischer Werwolf, der aussieht wie eine Kreuzung aus irischem Gnom, und ZZ-Top (großartiger Bart!), ein Werwolf der in Wahrheit ein Gorilla ist und ... eben Aiga Raschs berühmten Fashion-Victim-Werwolf, den wir alle so lieben gelernt haben...!

Autorin dieser Folge ist Mary Virginia Carey, die insgesamt 15 der vertonten DDF-Folgen schrieb, darunter einige großartige, wie "Der Karpartenhund" oder "Das Narbengesicht", die meisten Geschichten von ihr sind allerdings ziemlich daneben geraten, wie "Der schrullige Millionär", "Der heimliche Hehler", "Das Bergmonster" oder eben auch "Der Höllische Werwolf"... nun, insgesamt ist sie sicherlich die schlechteste ???-Autorin von allen. Ihre Geschichten sind entweder absolut durchschaubar (weil völlig banal) oder absolut undurchschauber (weil völlig absurd). Dazwischen gibt es bei Carey nichts.

Ansonsten finde ich es sehr bezeichnend, dass beinahe die komplette TKKG-Sprechercrew in dieser Folge versammelt ist: Veronika Neugebauer (Gabi), Manou Lubowski (Klößchen), Wolfgang Draeger (Kommissar Glockner) und Niki Nowotny (Karl). Das Niveau der Geschichte ist tatsächlich kaum besser als eine dieser unsäglichen Stefan Wolf-Geschichten.
Die anderen Sprecher sind teilweise sehr gut. Allerdings gibt es auch eine stumme Rolle: Morton, der Chauffeur. Obwohl zweimal erwähnt wird, dass Morton an den Schauplätzen dabei ist, spricht er kein Wort... vielleicht war Andreas von der Meden während der Aufnahmen nicht verfügbar und man hat die Rolle kurzfristig aus dem Drehbuch gestrichen?! Ebenfalls unlogisch, die Hitchcock-Szenen. Einmal sagt eine Sekretärin: "Wir brauchen einen Stuntman, Hitchcock lehnt es ab, die gefährlichen Szenen selbst zu machen." - Ein anderes Mal sagt Pasetti: "... kamen die Drei mit Lucille zu mir ins Büro, allerdings sah sie ganz anders aus als sonst." - Dabei hatte "Hitchcock" das Mädchen vorher gar nicht gesehen...
Großartig auch der wohl ???-untypischste Satz überhaupt, geäußert von Bob: "Das ist vielleicht eine Schlampe!"

Die schreckliche Synthesizer-Musik, die klingt, als sei sie direkt aus einem billigen 80er-Jahre-Konsolen-Spiel entnommen, gibt der Folge endgültig den Todesstoß: ich weiß gerade nicht genau, ob und wie oft diese Musik in früheren oder späteren Folgen noch verwendet wurde. Tatsache ist, dass wir musikalisch hier am Tiefpunkt der Post-Bohn-Ära angelangt sind!

Nun, dennoch fürchte ich, ich bin etwas voreingenommen: die Folge habe ich als Kind sehr gemocht, warum auch immer. Ich habe sie neulich wieder und wieder gehört, um zu verstehen, wieso ich die Folge so geschätzt habe als Kind. Aber das wird mir so sehr ein Rätsel bleiben, wie die Folge selbst... so schlecht sie auch ist, irgendwie mag ich sie doch ganz gerne...

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