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Die Drei ??? - 58 - und der verrückte Maler (Europa)

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Krimi und Detektiv - Krimi und Detektiv
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Beschreibung:

Tante Mathilda ist wütend! Wie kann Onkel Titus es nur wagen, dieses grauenhafte Gemälde einfach in ihr Wohnzimmer zu hängen! Noch in derselben Nacht versucht jemand, den Ölschinken zu klauen. Grund genug für Justus, Bob und Peter sich einzuschalten. Drohanrufe, nächtliche Überfälle und eine verdächtige Safefirma führen die drei Junior-Detektive über das Meer zu einem einsam gelegenen Haus an der Küste. Dort erwartet sie eine gefährliche Überraschung.

Dauer: ca. 50 Minuten

Buch: H.G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Redaktion: André Minninger

VÖ: 18.07.1994

Bestellnummer:
MC: 74321 18512 4




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Kommentare:

firefoxy (31.05.2021)
poldi @ poldis hörspielseite (17.04.2009)
jupiter jones (12.12.2007)
grimsby roylott (25.07.2007)
sledge (25.07.2007)
tom fawley (27.12.2006)
pedro hintermeyer (10.03.2005)
billyboy (11.08.2004)
ian carrew (11.08.2004)
torpedo (18.06.2003)
ohrwell (12.04.2003)
carbonteufel (18.11.2001)



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  Kommentar von grimsby roylott :
Es herrscht eine Art common sense unter Hörerinnen und Hörern der Drei ???, dass nach einer genialen Hochzeit (etwa Folgen 1-35), ein katastrophaler und unverantwortlicher Qualitätseinbruch folgte (etwa Folgen 36-72, v.a. aber 57-72), wiederum gefolgt von einer mittelmäßigen und ansatzweise akzeptablen Phase (Folgen 73-120), die am Ende mit den Dr3i ihre absolute und irreversible Talsohle erreicht hat.
Ob man dieser Darstellung zustimmt oder nicht: jedenfalls ist keine der skizzierten Phasen konstant gut oder konstant schlecht gewesen. Es gibt und gab immer einige Folgen, die sich qualitativ deutlich von ihrem Umfeld abgehoben haben. In meinen Augen ist "Der verrückte Maler" so eine Ausnahmefolge. Trotz der relativ schlechten Bewertungen meiner Vorrezensenten halte ich eigentlich recht viel von dieser Folge. Nicht nur, dass Pasetti hier wirklich eine Glanzleistung abgibt (in meinen Ohren keine Spur von Alter oder falscher Intonation, wie ian carrew schreibt), auch die übrigen Sprecher sind absoluter A-Cast (entgegen der Meinung von tom fawley), allen voran Franz Rudnick, der den meisten noch als Grauer Herr aus Momo in den Ohren ist, und Rebecca Völz, die Tochter von Wolfgang Völz, die aus einem dutzend anderer Europa-Produktionen (Gruselreihe, Perry Rhodan, Edgar Wallace etc.) bekannt ist.
Der Vergleich mit Folge 9, den "Rätselhaften Bildern", hinkt doch sehr, da das einzige gemeinsame Merkmal ist, dass es sich um die einzigen Gemälde-Fälle handelt, bei denen Hugenay keine Rolle spielt. Das war's dann aber auch schon an Gemeinsamkeiten. Außerdem ist auch Folge 9 (ich habe sie neulich wieder gehört) von den ersten 10 Folgen die eindeutig schwächste: lustig, episodenhaft aber auch recht hanebüchen und größtenteils nur mit Kommissar Zufall im Schlepptau gelöst...

Die Stärken dieser Folge sind also neben dem hochwertigen Sprecher-Ensemble (besonders Pasetti!) und der, auch von Kritikern der Folge allgemein gelobten musikalischen Untermalung, ihre episodenhafte Struktur, die interessanten Wendungen im Fall (die Bilder verlieren schließlich am Ende jede Bedeutung, sie bringen die Folge lediglich in Gang), die atmosphärischen Schauplätze (Haus an der Küste) und vor allem (die ewige Trumphkarte der älteren Folgen) ihre Kürze! In dieser Folge macht man aus dem Erzähler eine Tugend: wenn man schon einen Erzähler in ein Hörspiel einbaut, dann sollte man aus ihm mehr als einen bloßen Orts- und Zeitansager machen. Pasetti verkürzt hier gekonnt diverse Szenen, so dass keine Langeweile aufkommen kann.
Brigitte Johanna Henkel-Waidhofer, Autorin dieser Folge, hat nach der dreijährigen Pause von 1990-1993, in der keine amerikanischen Bücher mehr erschienen, eine deutsche Fortsetzung der Drei ??? geschrieben, die sich hören lässt. Sie nutzt die Tugenden der amerikanischen Vorlagen, die da wären: Kürze der Szenen, Struktur des Stationen-Dramas und ein ordentliches sprachliches Niveau. Diese drei Tugenden gehen den Folgen ab 73 vollständig verloren. Daher mein Schluss-Plädoyer:

Fazit: Man kann viel schimpfen über die deutschen Folgen der Drei ???. Aber mit Brigitte Johanna Henkel-Waidhofer, der Autorin dieser Folge, gibt es meines Erachtens eine Zwischenphase, in der die Fälle nicht mehr unbedingt die Frische der Robert Arthur oder William Arden-Folgen haben, aber auch noch lange nicht so belanglos und stilistisch anspruchslos sind, wie die Folgen ab Nr.73... Diese Folge (die zweite vertonte BJHW-Folge) macht sicher nicht alles richtig, aber doch noch genug, um gute 4 von 5 Sternen zu bekommen. Vor allem der Umgang mit dem Erzähler, der hier noch mehr als bloß eine bessere Ansage oder ein belehrender Schulmeister ist, ist sehr gekonnt!

-- grimsby roylott (f.k.a. captaineike) --

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