Erster Eindruck: Schwarzer Humor auf die Hörspielwelt der Extraklasse
Die Ferienbande alias Beate, Baul, Bröckchen und Babsi machen dieses mal Ferien bei Tante Pfanne und dem doch sehr aufbrausendem Onkel Tarantino in der Hügelhütte. Kaum angekommen sehen sich die vier mit fiesem miesen Schmugglern konfrontiert die die Idylle des Dorfes in Angst und Schrecken versetzt.
Eine Parodie auf die Hörspielhelden vieler Kindheiten, wie TKKG, Die drei ???, Fünf Freunde, Hanni und Nanni... Na, ob das gut gehen kann? Doch schon nach den ersten Minuten merkt man: Es kann! Denn irgendwo zwischen Respeklosigkeit und lustigen Einfällen schimmert immer wieder der Respekt und die Leidenschaft für die Klassiker des Genres durch. Dass dabei die wahnwitzige Story nicht zu kurz kommt, sei nur am Rande erwähnt. Denn man freut sich viel zu sehr über den sächselnden "Baul" und die vielen Seitenhiebe. Das Highlight der Folge kommt jedoch schon kurz nach der herrlich schräg gesungenen Titelmelodie: Ein eifriger Rechtkundiger stürmt das Studio mit der Nachricht, die Ferienbande müsse sich umbennen auf Grund von Rechtstreitigkeiten mit dem Onkel der Nachbarn des Lizenzgebers und er Buchverlag... - Na, ihr wisst schon! Aber Gott sei dank hat er einige hilfreiche Tipps im Gepäck, zum Beispiel dass man sich doch ab sofort "Die Vier" nennen könnte (in Anspielung auf eine wohnbekannte Serie, die sich vor kurzem umbennen musste)
Kai und Sven die Macher des Hörspiels haben einige der bekanntesten Sprechern für die Folge verpflichtet, einige kennt man selber aus den Hörspielen die hier so herlich durch den Kakao gezogen werden. Da wären Andreas von der Meden der selber Onkeln Quentin bei den Fünf Freuden oder Skinny Norris bei den drei ??? spricht, oder Konrad Halver, Santjago Ziesmer und Sascha Draeger. Alle Sprecher egal ob jung oder alt erfüllen die Figur die sie darstellen mit gekonnt witzigen Zügen. Kai und Sven sind natürlich selber als Bernd und Baul mit dabei.
Musikalisch als auch von den Geräuschen her ist dieses Hörspiel durchaus auch eine Hommage an die "Echten". Zwar kommt hier nicht die "Original" Musik aus den einzelnen Serien zum Zug, aber das was hier dafür produziert wurde kann sich auch hören lassen.
Das Cover ist zwar durchaus noch ausbaufähig kann sich aber trotdem sehen lassen, die "zufällige" Änhlichkeit mit dem einen oder anderen Cover ist natürlich nur rein zufällig
Fazit: Comey in Hörspielformat, das durchaus Potenzial für mehr hat. Eine liebenvolle Verneigung vor dem Originalen. Mehr davon
www.poldis-hoerspielseite.de