Erster Eindruck: Endzeitvisionen im Reich der Maya
Dr. Aaron Chatfield und Dr. Jeff Brace, beide Archäologen, sind zu der größten Kultstätte der alten Maya gereist. Der Grund ihren Aufenthaltes in Tikal: Nach der Zeitrechnung des hochintelligenten und geheimnisumwitterten Volkes endet das so genannte „fünfte Zeitalter“ und damit droht der Erdbevölkerung die Apokalypse. Die beiden Forscher schwanken zwischen Skepsis, Ironie und unterdrückter Ängstlichkeit, den oft erfüllen sich die Vorhersagend er Maya. Als sie mitten in der Nach einen Schrei hören und voller Wagemut in eine der alten Pyramiden zum Ursprung des Lärms stürmen, ist diese von Grund auf verändert. Als dann ihr spanischer Kollege mit menschlichen Herzen in den Händen auftaucht, informieren sie ihre daheim gebliebene Kollegin Dr. Inez McPherson. War ihre Entscheidung, sofort nach Guatemala aufzubrechen, wirklich so klug?
Das alte Volk der Maya mit ihren unerforschten Geheimnissen bildet die perfekte Grundlage für ein spannendes Hörspiel – so dachte es sich auch Andreas Masuth, Autor der gelungenen Mystery-Serie „Danger“, hat den Stoff mit Theorien über den Untergang des Volkes verbunden und nun schließlich als fünfte Folge veröffentlicht. Es entwickelt sich eine spannende Verbindung zwischen wissenschaftlichen Fakten und einer unglaublichen Endzeitvision, inklusive besessener Forscher und brutalen Opferritualen. Prinzipiell ist es wieder gelungen, einen interessanten Spannungsbogen aufzubauen, dennoch bleibt beim Hören teilweise ein leicht fader Nachgeschmack: Waren die Vorgängerfolgen noch nachvollziehbar, ist diese Story gegen Ende einfach nur abgedreht und unglaubwürdig. Wem dies jedoch zusagt, der wird mit ein paar überraschenden Wendungen und einem fantasievollen End belohnt.
Walter von Hauff, Michael Scherntaner, Dagmar Dempe und Eckart Dux bestreiten ihre Parts als renommierte Forscher glaubwürdig und lebensnah. Auch Michael Habeck fällt als Itzamna eine wichtige, aber kürzere Rolle zu. Doch auch alle kleineren Rollen sind mit guten Stimmen wie Charles Rettinghaus, Volker Brandt oder Christian Mey besetzt. Insgesamt eine solide Sprecherleistung.
Die Musik weiß mit einer Mischung aus modernen und Klängen aus der Zeit der Maya zu begeistern. Auch die Geräusche sind über die gesamte Produktion hinweg glaubwürdig.
Die hochwertige Illustration von Marc Chrostek lässt stimmungsvoll eine Vorstellung der Tempelanlage Tikals aufkommen. Die ansonsten recht schlichte Aufmachung erfüllt ihren Zweck und ist funktional.
Fazit: Eine überaus lohnenswerte Serie mit nicht der allerbesten Folge.
www.poldis-hoerspielseite.de