Erster Eindruck: Das Land des Lächelns zu Gast bei Hanni und Nanni
Auf das Internat von Hanni und Nanni kommt eine Gastschülerin aus Japan. Aber mit Teruyo stimmt etwas nicht, das spüren die beiden Zwillinge sofort. In der ersten Nacht kommt es dann zu einem unerwarteten Zwischenfall: Das junge Mädchen wandelt nachts im Internat auf den Gängen. Das ist natürlich das Richtige für die Clique um Hanni und Nanni, sie machen sich daran, Nachforschungen über Teruyo anzustellen und schon bald finden sie heraus, dass sich mehr hinter ihrem Aufenthalt verbirgt als die angegebenen Gründe. Welche Tragödie lässt sich hier vermuten und was hat es mit der Silberflöte auf sich, an der die junge Japanerin so hängt?
Auch in der 30. Folge aus der Hanni und Nanni Reihe geht es wieder ziemlich hoch her. Ich denke, was diese Folge vermitteln soll ist, dass Tradition nicht immer alles ist, sondern dass auch eigene Wünsche berücksichtigt werden müssen. Die Story an sich hat mir eigentlich ganz gut gefallen was, ich etwas seltsam fand ist die Sache mit dem ausgerissen Bruder, die dann ziemlich plötzlich aufkam und dann auch recht schnell geklärt wurde, zumal man erst dachte, es würde nur um die Flöte gehen. Aber ich denke über so etwas kann man hinweg sehen, da sie Geschichte sonst recht gut und flüssig umgesetzt ist.
Regine Lamster und Manuela Dahm sind seit Ewigkeiten die Stimmen von Hanni und Nanni. Zwar sind ihre Stimmen in all den Jahren etwas älter geworden, allerdings klingen sie immer noch gut und passen zu den beiden Charakteren. Sie gehören einfach dazu. Auch schon seit Anfang an dabei ist Reinhild Schneider, sie höre ich besonders gerne. Die Gute hat eine solch tolle Stimme mit einem Wiedererkennungswert wie es selten einen gibt. Als Gastschülerin Teruyo hören wir Yawen Huang-Wolff, eine vortreffliche Wahl wie ich finde. Weiter dabei sind auch: Elga Schütz, Renate Pichler und als Erzähler der unvergleichliche Lutz Mackensy.
Musik und Geräusche fügen sich nach wie vor bestens in die Serie ein. Hier gibt es nichts zu bemängeln. Frau Körting macht lange genug Hörspiele um zu wissen wo welches Geräusch hingehört.
Das Cover zeigt uns die beiden Zwillinge, wie sie ihre japanische Freundin beobachten, als sie mit ihrer Silbernenflöte spielt. Verantwortlich für die Zeichnung ist Nikolaus Moras, er hat das Beste aus dem Stoff rausgeholt und das gesamte Hörspiel gut in Szene gesetzt.
Fazit: Auch nach so vielen Jahren haben Hanni und Nanni nichts an ihrem Charme verloren und funktionieren immer noch wunderbar als Hörspiel.
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