Wieder eine Folge, die die Gemüter erhitzt. Vielleicht nicht zu Unrecht. Das Thema hat es allerdings auch in sich, daher vielleicht auch die starken Emotionen. Dass Stefan Wolf dieses Thema irgendwann einmal verwursten wird, war klar. Es passt zum Credo der vier Umweltfreaks. Wenn die drei ??? Wale retten, bei Scotland Yard ein Tierlabor auseinandergenommen wird, können die vier natürlich spielend 19 Pferde aus einem Transporter befreien. Alles Ansichtssache. Wie der Kampf abläuft, das ist wieder mal grosses Phantasiekino a la Stefan Wolf. Einen Ossi als Dumpfbacke darzustellen, fand ich persönlich unter aller Kanone. Die Story selber fand ich gut aufgebaut, die starken Widersprüche in Tims Aussage und seiner anschließenden Handlung kam in dieser Ausgabe erschreckend oft zum Ausdruck. Klößchen mit seiner Schlachtplatte - tja, kommt bei einer Folge in der Tiere am Ende verwurstet werden extrem schlecht rüber. Ansonsten fand ich Lubowskys Einsatz recht ordentlich. Für die Reitszene am Schluß kann er ja nichts. Die war übrigens die Krönung der Groteske.
Bei allen Unkenrufen hat mir die Folge gut gefallen. Sie stach sehr aus dem Einheitsbrei heraus.
Es gab keine langen Dialoge.
Die Charaktere waren alle gut umrissen und unverkennbar, wenn auch stark Klischeebelastet.
Als bekennender Fleischesser und Tierfreund komme auch ich aus einem Gewissenskonflikt nicht unbelastet heraus. Das Thema der Tiertransporte kann man schlecht in eine sensible, geschmeidige Handlung packen. Da gibt es nur eine Meinung. Mich hat die Tatsache doch wieder stark berührt und das hat Stefan Wolf geschafft.
Letzter Pluspunkt - Gaby wurde nicht entführt.
4/5