Erster Eindruck: In der Stadt der Tauben und Gondeln...
Bei ihrem Urlaub am Gardasee machen Baadingoo mit ihren Eltern einen Abstecher nach Venedig. Doch dort werden sie bestohlen: Nicht nur das ganze Geld, auch die Autoschlüssel werden geklaut. Glücklicherweise kommen sie bei der netten Signora Moroni für ein paar Tage unter. Doch längst ist der Ermittlerinstinkt bei der Timo, Max und Lillie geweckt, und sie machen sich auf die Suche nach den Dieben. Nach einigen missglückten Versuchen stellen sie der Bande eine Falle und lassen Monster, ihren Stoff-Rucksack, mit einem Peilsender darin stehlen. Die Spur führt zu einer Glasfabrik...
"Der Dieb von Venedig" ist als dritte Folge der Reihe "Die Baadingoo Feriendetektive" von USM wieder veröffentlicht worden. Die Abenteuer, die Timo, Lillie und Max in der berühmten italienischen Stadt erleben, sind wieder spannend und haben einen realen Hintergrund. So erfährt man von interessanten, historischen Gebäuden, aktuellen Gegebenheiten der Stadt genauso wie vom Problem der Taschendiebe. Doch dabei stehen immer die Abenteuer der drei Detektive im Vordergrund. Die Jagd auf die Diebesbande ist dabei unterhaltsam und spannend geraten, besonders das gefährliche Ende ist reich an Tempo. Ein kleiner Kritikpunkt ist aber nach wie vor der exessive Gebrauch des Namens der Bande "Baadingoo", der sogar nicht immer mit der gleichen Betonung ausgesprochen wird.
Die Sprecher sind allesamt engagiert und mit Leidenschaft bei der Sache. Da passiert es leider schon einmal, dass Lillie-Sprecherin Jennifer Böttcher etwas überagiert und allzu dramatisch ist. Insgesamt bringt aber auch sie eine solide Leistung. Als Gastsprecher hören wir Franz-Josef Steffens als gutmütigen Georgio, der wie immer seine ruhige Stimme perfekt zur Geltung bringt. Lia Pahl ist als freundliche Signora Moroni zu hören, der man mit ihrem iltalienischen Akzent wahrlich glaubt, dass sie wunderbare Spaghetti kocht. In weiteren Rollen sind unter anderem Marco Sand, Ines Saß-Kömpe und Konstantin Graudus zu hören.
Neben dem temporeichen Titellied ist besonders der Einsatz von Musik während längerer Erzählpassagen zu loben, die dynamisch wirkt, ohne die Aufmerksamkeit von den Sprechern abzulenken. Auch zwischen den Szenen ist sie gut eingesetzt. Ebenso gelungen sind die eingesetzten Geräusche, die das Ganze lebhaft wirken lassen.
An den schwarzen Hintergrund der neuen Gestaltung habe ich mich immer noch nicht gewöhnt, wirkt er doch einfach zu steril und schlicht. Etwas mehr Ordnung wäre dagegen im Booklet angebracht, das durch die vielen Zeichnungen zu hektisch wirkt. Durch Fotos und Kurzportraits der Hauptcharaktere ist es dennoch gelungen.
Fazit: Eine nette Folge der Feriendetektive, die gut durchdacht ist und unterhaltsam ist.
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