FAntasie oder REaLItAet? Traum oder Wirklichkeit? So verdreht wie der erste Teil aufhörte, so fängt dieser Teil auch an.
Tom, der (Anti?-) Held der Serie kommt ins Land des Lichts. Doch Zeit zum Ausruhen bleibt nicht, denn er muss sich dem Orakel des Lichts stellen. Diese Prüfung hat er überstanden, doch er kommt aus einer anderen Dimension und trägt ein Teil des Bösen in sich. Doch mit neuen Freunden kann die Reise weitergehen ...
Farelia? gibt sich selbst den Anspruch, Amateur-Hörspiel zu sein. Doch mit der Atmosphäre, die sich produzieren, würden Sie eigentlich ganz nach vorne gehören.
Allerdings schwäbeln die Sprecher noch immer ein wenig und das Genre Fantasy ist noch zu wenig Mainstream - so kann sich nur ein kleiner Kreis von Interessierten eine fundierte Meinung bilden.
Erzähler Paul-Simon Ramm und Frank Beutel, der den Tom Beck spricht, haben den größten Part hier in der Geschichte. Ich finde, dass sie beide sehr gleich klingen. Daher ist die Trennung Erzähler/Tom nicht immer 100%ig sauber.
Als Gastsprecher konnte man Horst Kurth von der Hörfabrik gewinnen, der einen Torwächter spielt. Freunde seiner Stimme werden ihn heraushären.
Musikalisch und Geräuschetechnisch ist das Werk ganz weit vorne. Dies passt zum lyrisch-poetischen Sprachstyle des Hörspiels. Top!
Die Frontcover-Illustration ist nicht der Burner, aber der Hintergrund macht das wieder wett. Man muss ganz genau hinsehen, um die Feinheiten zu erkennen.
Fast 80 Minuten ist das Hörspiel lang, hat aber nur 7 Tracks. Dem hätte einen kleinere Einteilung gut getan.
Fazit: Bewerten ich das Hörspiel aus Amateursicht, so kann man unter den gegebenen Umständen vor der Atmosphäre nur den Hut ziehen. Zur Professionalität ist es nur noch ein kleiner Schritt.
Bleibt zu hoffen, dass nicht nur die schwarzen Gothic-Fans Freude an dem Werk finden, sondern sich auch normale Hörspielfans mal an ein so dichtes Werk trauen. Avantgarde!