Erster Eindruck: Hightech und schachspielende Bösewichte
Bei ihrem letzten Einsatz hat das Team X-Treme einen neuartigen Mikrochip von Mortap Industries ergattern können. Da sie ihnen auf die Schliche kommen wollen, wollen sie sich unauffällig auf einem Testgelände für Flugzeuge der Firma. Gemeinsam mit Dr. Dickens stellen sie Nachforschungen an - und werden entdeckt!
Für die siebte Team X-Treme Folge des Autors Michael Peinkofer sind schon einige Vorkenntnisse aus den vorigen Abenteuern hilfreich, denn nun wird der Handlungsstrang um die bösartige Mortap Industries weiter verfolgt. Die Geschichte um das Team aus Jungspionen kann wieder mit einem spannenden Intro um den geheimnisvollen Mortimer Tarrigan und seiner Tochter Cleopatra beginnen und schwenkt dann nahtlos zum neuen Auftrag für Charlie, Kyle, Kami, Jan und Okay über, bei dem auch Dr. Dickens wieder eine tragende Rolle hat. Das folgende ist zwar durchaus spannend und unterhaltsam, trotzdem bleibt am Ende ein gewisses "Und nun?"-Gefühl. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Geschichte sonderlich vorangetrieben wurde oder große Auswirkungen auf den weiteren Verlauf haben wird. Aber obwohl es auch storytechnisch nicht die stärkste Folge der Serie ist, halte ich die Serie an sich immer noch für hervorragende Unterhaltung, nicht nur für Jugendliche.
Linn Reusse, die in der Serie die Charlie spricht, überzeugt durch Selbstsicherheit und Glaubwürdigkeit. Auch Yoshij Grimm ist als Jan "Race" Renner aufgrund seiner stimmlichen Präsenz eine sehr gute Wahl. In dieser Folge ist Uli Krohm als Van Ness dabei, der dem Team ganz schön einheizt und dieses auch stimmlich gut herüberbringt. Weitere Sprecher sind Ilona Otto, Benjamin Kramer und Wolfgang Wagner.
Auch die Musik kann überzeugen. Packend während der Actionszenen, wie zum Beispiel der wilden Verfolgungsjagd, eher ruhig und im Hintergrund während wichtiger Sprechszenen. So wird eine gesunde Mischung geschaffen, die die Sprecher optimal stützt und die Spannung unterstreicht.
Das Cover zeigt Charlie und Kyle vor einem der Düsenjets und macht damit wohl den einen oder anderen Kindertraum wahr. Es versprüht reinen Helden-Esprit. Im kleinen Booklet lassen sich wieder Fotos der Hauptsprecher sowie ein Hinweis auf die umfangreiche Website www.stiftung-x.de der Serie finden.
Fazit: Aufgrund der eher flachen Story kann mich "Donner über der Wüste" leider nicht überzeugen, was mich nicht davon abbringt, Fan der Serie zu sein.
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