Erster Eindruck: Ist Point Whitmark ein fahler Ort?
Die kleine Küstenstadt Point Whitmark steht zum ersten mal seit dreihundert Jahren eine Sonnenfinsternis. Kein Wunder, dass die Bewohner in Aufregung versetzt sind. Auch im Restaurant der Goodwinters laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, doch Sera zeigt ihren Freunden Jay, Tom und Derek das Vermächtnis ihrer Familie, uralte Fossilien. Dass sie damit eine Katastrophe hinaufbeschwört kündigt sich erst an, als der Ermittler Mr. Bakerman auftaucht...
Dass "Point Whitmark" zu den momentan besten Jugendserien zählt, wurde in bisher 24 grandiosen Folgen bewiesen. Dass die Serie um das Ermittlertrio Jay, Tom und Derek sich in Nummer 25 noch einmal derartig steigern kann, war da kaum zu erwarten. Und doch ist "Die fiebrigen Tränen" wohl die bisher beste Folge der Reihe. Das liegt besonders an der genialen Geschichte: Unterhaltsam, überraschend, ziemlich spannend und mit einer ordentlichen Prise Humor an den richtigen Stellen. Vom scheinbar harmlosen Anfang entwickelt sich wieder alles in die Richtung des atemberaubenden Showdowns, an dem sich dieses mal nichts weniger als dem Schicksal Point Whitmarks entscheidet. Das Tüpfelchen auf dem i ist allerdings der Gastauftritt dreier bekannter Figuren: Mr. Bakerman, Joyce Kramer und Larry Newman aus der Erfolgsserie "Gabriel Burns" geben sich die Ehre und ermitteln in dem Fall. Lange Rede, kurzer Sinn: "Die fiebrigen Tränen" sind der absolute Knaller und sollten in keinem Hörspielregal fehlen!
Auch einen alten Bekannten aus der Serie ist wieder dabei: Billy Boy, gesprochen von Luis Fischer, der seit seinem ersten Auftritt in Point Whitmark etwas älter geworden ist und sich nun im Stimmbruch befinden und anstelle ihn durch einen jüngeren Sprecher zu ersetzen bindet man das einfach mit ins Hörspiel ein. Er schafft es, den Jungen etwas lahm und extrem nervig wirken zu lassen, was extrem gut zu der Rolle passt. Größtes Lob gebührt Sabine Krause, die als fanatische Luzia Weaver eine unglaulich treffende und intensive Leistung abzuliefern. Wie immer professionell ist das "Gabriel Burns-Trio" aus Ernst Meincke, Björn Schalla und Bianca Krahl. In weiteren Rollen sind Isabella Lewandowski, Gerald Paradies und Esther Münch zu hören.
Keine Frage, Volker Sassenberg ist einer der besten Hörspielproduzenten. Dieses spiegelt sich auch in der wunderbaren Gestaltung der Musik, besonders die Stücke zwischen den Szenen sind mit ihrer Ruhe und den schönen Arrangements ein wahres Highlight. Doch auch in Sachen Geräusche ist wieder alles perfekt inszeniert, sodass das Hörspiel insgesamt sehr rund und ausgeglichen wirkt.
Auch das Cover ist dieses mal extrem gut gelungen. Ingo Masjoshusmann hat die letzte Szene der Geschichte in wunderbaren Farben und einer interessanten Perspektive gestaltet. Schön finde ich, dass das Motiv des Leuchtturms immer wieder in der Gestaltung auftaucht.
Fazit: Eine Knaller-Folge aus der Küstenstadt, unglaublich spannend und unterhaltsam. Genial! Absolute Kaufempfehlung
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