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Gruselkabinett - 35 - Das Schloss des weißen Lindwurms (Bram Stoker) (Titania Medien)

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Grusel und Horror - Grusel und Horror
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Beschreibung:

England 1860: Der junge Australier Adam Salton folgt der Einladung seines einzigen noch lebenden Verwandten auf den Landsitz Lesser Hill. Richard Salton hofft, dass sein Großneffe dort eines Tages sein Erbe antreten wird. Das Anwesen liegt in einer äußerst geschichtsträchtigen Gegend, der es nicht an exzentrischen Bewohnern mangelt. Eine von ihnen ist die faszinierende Lady Arabella March, die Herrin eines auf einer Halbinsel gelegenen Schlosses mit dunkler Vergangenheit…

Dauer: 68.22 Minuten

Buch: Marc Gruppe
Produktion & Regie: Stephan Bosenius & Marc Gruppe
Recorded by Planet Earth Studios
Mixed by Kazuya c/o Bionic Beats
Mastered by Michael Schwabe, Monoposto
Illustration: Firuz Askin
Layout: Alice Kaiser

VÖ: 09.04.2009

Bestellnummer:
CD: 978-3-7857-3825-2




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Kommentare:

adi (07.03.2012)
sledge (12.11.2009)
acquire (19.04.2009)
chrizzz (18.04.2009)
tom fawley (12.04.2009)
poldi @ poldis hörspielseite (08.04.2009)



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  Kommentar von poldi @ poldis hörspielseite :
Erster Eindruck: Eine dunkle Lady in dunklem Schloss...

Adam Salton beschließt, von Australien nach England zu ziehen, um enger bei seinem Onkel Richard zu sein. Zusammen mit seinem engen Freund Nathaniel de Salis empfängt dieser seinen Neffen herzlich und macht ihn mit den örtlichen Begebenheiten bekommt. Besonders die attraktive, aber düstere Witwe Arabella March macht durch merkwürdiges Verhalten auf sich aufmerksam. Auch ihr Wohnsitz hat keinen guten Ruf und wird "Schloss des weißen Lindwurms" genannt...

Es ist bereits die dritte Geschichte von Bram Stoker, die ins Gruselkabinett aufgenommen wird, und nach "Das Amulett der Mumie" und natürlich "Dracula" schlägt die Nummer 35 wieder eine komplett andere Richtung ein und beweist die Vielfalt des Autors. Schon kurz nach der Ankunft von Adam wird auf die Mhyten der Gegend angespielt, die immer wieder auftauchen und einen zusätzlichen Reiz zur eigentlichen Geschichte bieten. Diese ist sehr vielschichtig und bietet mit Arabella March eine interessante und spannende Figur, die vielleicht leicht zu durchschauen ist, was ihr aber nichts von ihrer Bedrohlichkeit und Durchtriebenheit nimmt. Auch hier bildet sich eine ansteigende Spannungskurve, die mit Edgar Caswall und seinem afrikanischen Diener Oolanga geschickte Einspielungen bietet. Gegen Ende werden gleich zwei Höhepunkte angebracht, die ein Gegenpol zur ruhigen Erzählweise sind, womit ein sehr dynamisches und abwechslungsreiches Hörspiel entsteht. Aus dieser Geschichte ist bei Lausch mit "Die schwarze Sonne" eine ganze Serie gestartet, als alleinstehendes Hörspiel mit abgeschlossener Handlung bietet es in dieser Variante aber seinen ganz eigenen Reiz und ist ein sehr spannender und mysteriöser Abschnitt des Gruselkabinetts.

Auch hier beweist Titania Medien ein Händchen für eine tolle Sprecherauswahl, in der sich bekannte mit neuen Stimmen mischen. Markus Pfeiffer ist als Adam Salton zu hören, wie oft bei der Serie erzählt er einige Gegebenheiten aus seiner Sicht. Er schafft es, die Rolle komplett auszufüllen und viele ihrer Aspekte umzusetzen. Als Lady Arabella March wurde Katja Nottke engagiert, die sehr düster und bedrohlich wirkt, dabei aber nie zu offensichtlich böse ist. Besonders gefallen hat mir Melanie Hinze als charmante Mimi Watford, die mit ihrer warmen Stimme das Bild einer jungen und attraktiven Frau heraufbeschwört und ein Lichtblick in der dunklen Geschichte ist. Weitere Sprecher sind David Nathan, Hasso Zorn und Joachim Pukaß.

Für die atmosphärische Gestaltunghabe ich wieder nur Lob übrig, denn mit abwechslungsreichen Melodien und passenden, realistischen Geräuschen entsteht ein stimmungsvoller Klang, der die Geschichte trägt und sie vielschichtig am Leben hält, dabei nie die Wirkung auf den Hörer verfehlt. Lediglich am Ende hätte es meiner Meinung nach etwas mehr knallen dürfen.

Auf den Punkt gebracht ist die Gestaltung des Covers. Schaurig und bedrohlich thront das alte Schloss auf seinem Felsen, der violett gefärbte Himmel unterstützt genauso wie die Schar Fledermäuse den unheimlichen und stimmungsvollen Ausdruck der Illustration von Firuz Askin. Auch hier wirkt sich der Rahmen mit den Säulen wieder äußerst positiv auf das Gesamtbild aus und scheint eine Symbiose mit der Zeichnung einzugehen.

Fazit: "Das Schloss des weißen Lindwurms" ist wieder ein absoluter Volltreffer und könnte mit einer spannenden und vielseitigen Geschichte, Sprechern in Hochform und der typisch brillanten Akkustik zu einer meiner Lieblingsfolgen avancieren.

www.poldis-hoerspielseite.de
 
 
 



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