Erster Eindruck: Spielsüchtiger Dämon
Durch Zufall stößt der Anwalt und Dämonenjäger Gordon Black auf einen neuen Fall: Ein Dämon kontrolliert die Gedanken von Mariette Hammond und lässt sie einen Mann ermorden. Doch auch im Gefängnis ist die angehende Schauspielerin nicht sicher vor den schädlichen Einflüssen. So beauftragt er Hanako auf Mariette aufzupassen. Ein schwerer Fehler...
"Ein Gruselkrimi aus der Geisterwelt" lautet der Untertitel der neuen Serie von Nocturna Entertainment "Gordon Black", was die Serie insgesamt gut umschreibt. In dieser zweiten von bisher drei veröffentlichten Folgen hat er der Dämonenjäger wieder mit einen gefährlichen Geschöpf aus der Unterwelt zu tun, wobei die Geschichte teilweise nicht ganz nachvollziehbar ist. Was nämlich ein Dämon aus der Vergangenheit mit Glücksspielen zu tun hat, wird nicht ganz deutlich. Die Geschichte hingegen schlägt recht viele Winkelzüge, was sie durchaus interessant und abwechslungsreich erscheinen lässt. Auch handwerklich ist nichts auszusetzen, der Spannungsbogen ist gut aufgebaut, die akkustische Ausstattung gut bis hervorragend. Dennoch sind die Geschichten zu gleichförmig und vorhersehbar und die Charaktere sind bisher zu stereotyp. Trotzdem: Es ist eine gute Produktion und eine Steigerung zur ersten Folge.
Wieder sind über 40 Sprecher im Einsatz, die neben den üblichen Sprecherrollen im Hintergrund immer wieder für realistische Gesprächsfetzen sorgen. Erzähler der Serie ist Wolf Frass, der mit seiner eingängigen Stimme und klarer Sprechweise für eine gute Stimmung bei seinen Texten sorgt. Sehr gut gefallen hat mir Katja Brügger als Mariette Hammond, die sehr wandlungsfähig ihre Stimme an verschiedene Situationen anpassen kann. Im Intro ist Stephan Schwarz als Earl of Blackinverness in seiner kurzen Passage sehr beeindruckend. Weitere Sprecher sind unter anderem Patrick Bach, Monty Arnold und Lea Kohns.
We dieie erste Folge kann auch "Die Augen des Dämonen" mit einer gelungenen Atmosphäre überzeugen. Die ausgewählten Musikstücke tragen zur Spannung bei, die Geräusche sind recht realistisch und beschreiben das Geschehen gut und nachvollziehbar. Wieder sind die vielen Sprecher im Hintergrund hervorragend umgesetzt, sodass beispielsweise das Casino sehr plastisch und greifbar wirkt.
Für das Cover wurde wieder er die Originalzeichnung des Heftromans mit einem schmucken Lilaton eingefärbt, was mir persönlich sehr gut gefällt und die Idee aus den 80er Jahren mit dr heutigendeodernen Hörspielwelt verbindet. Auch der Rest der Aufmachung ist durchaus ansehnlich und wird in den selben Farbtönen fortgeführt.
Fazit: Ein solides, gut produziertes Hörspiel für Fans von Dämonenjägern, und eine deutliche Steigerung zur ersten Folge.
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