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Point Whitmark - 1 - Die Bucht der 22 Schreie (Kennenlernfolge) (Edel)







 
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Mystery - Mystery
Krimi und Detektiv - Krimi und Detektiv
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Beschreibung:

Dreißig Jahre lang liegt das Wrack des geheimnisvollen Frachters Albacore versunken vor der nordamerikanischen Küste. Als Jay, Tom und Derek für ihren Radiosender eine Untersuchungen über die fast vergessene Katastrophe anstellen, scheinen sie damit die Seelen der 22 ertrunkenen Seeleute zur schrecklichen Rückkehr zu beschwören. In den Tiefen des Atlantiks droht den Freunden ein furchtbares Schicksal.

Dauer: ca. 55 Minuten

Konzeption: Manuel Rösler, Volker Sassenberg und Raimon Weber
Buch und Dramaturgie: Raimon Weber
Künstlerische und technische Gesamtleitung: Volker Sassenberg
Musik: Manuel Rösler, Volker Sassenberg und Markus Segschneider
Technik und Schnitt: Erik Anker
Tonassistenz: Thorsten Hohagen
Illustration: MD
Artwork: Codra Design
Layout: Silvia Panos Aguilera
Aufgenommen unter Finian's Regenbogen
Produziert von Volker Sassenberg

Bestellnummer:
CD: 0132472KID / MC: 012474KID




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Kommentare:

tvfreundchen (18.09.2006)
prof. snape (16.05.2002)



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  Kommentar von prof. snape :

Dreißig Jahre lang liegt das Wrack des geheimnisvollen Frachters Albacore versunken vor der nordamerikanischen Küste. Als Jay, Tom und Derek für ihren Radiosender eine Untersuchungen über die fast vergessene Katastrophe anstellen, scheinen sie damit die Seelen der 22 ertrunkenen Seeleute zur schrecklichen Rückkehr zu beschwören. In den Tiefen des Atlantiks droht den Freunden ein furchtbares Schicksal.

Mit "Point Whitmark" erschien Anfang 2001 eine neue Hörspielserie auf dem Markt, die im Bereich der bis dato von den "Drei ????" allein bedienten Mystery'n Crime-Geschichten angesiedelt ist. So war von vielen der Verwurf zu vernehmen, es handle sich lediglich um eine "dreiste Kopie" der Erfolgsserie, die "lieblos zusammengeschustert wird, um sich ein Stück vom Kuchen abzuschneiden". Völliger Humbug, denn von "lieblos" kann man bei "Point Whitmark" wahrlich nicht sprechen. Auch die Erzählstruktur und der Aufbau unterscheiden sich von den berühmten Kollegen aus Rocky Beach. Mit der "Bucht der 22 Schreie" hat man zudem ein Folge geschaffen, welche die "gern" genommenen Fehler von Eingangsfolgen umschifft: Hier werden keine endlosen "Hallo; ich bin der und der und mache dies und das - und wer bist du?"-Dialoge geführt, die dem Hörer in möglichst epischer Breite das gesamte Leben der Hauptcharaktere offenlegen, dafür jedoch weitestgehend auf Handlung und Spannung verzichten. Hier hat man ein Hörspiel vor sich, das von Beginn an fesselt und die Serie zu Recht bei den Käufern etablierte.

Die Story
Wozu wertvolle Zeit mit langweiligen Einführungsdialogen verbringen, wenn man ebenso gut eine spannende Geschichte erzählen kann? Genau das wird hier getan: Die Geschichte um die scheinbare Rückkehr der 22 ertrunkenen Seemänner, die nach und nach durch Recherchen widerlegt wird, gestaltet sich nich nur als äußerst spannend, sondern zudem noch teilweise recht fintenreich. Wie bei einem Puzzle setzt sich Stück für Stück das Gesamtbild zusammen, dessen Ausmaße man zu Beginn noch gar nicht erahnen kann, jedoch zu jedem Zeitpunkt logisch und nachvollziehbar bleibt. Nicht Kommissar Zufall, sondern eigene, teilweise lebensgefährliche Nachforschungen bringen hier Licht in eine düstere Story, die man durchweg als gelungen und überzeugend bewerten kann.

Die Umsetzung
In Anlehnung an viele amerikanische TV-Serien beginnt jede Folge mit einem Prolog, der ein für die jeweilige Folge Ausschlag gebendes Ereignis oder einen Mythos darstellt, bevor es mit der Titelmelodie und der heutigen Zeit weitergeht. Diese "Zuvor"-Technik ist in der Hörspiellandschaft wohl einzigartig. Auch der erste Teil der Serie profitiert von diesem Stilmittel; man erlebt den Untergang der Albacore "live" mit und wird so gleich in die Handlung "gesogen". An der weiteren Umsetzung der Geschichte läßt sich ebenfalls nichts bemängeln; einziger (sehr kleiner) Kritikpunkt: Die Pausen zwischen Dialog und Übergangsmusik zur nächsten Szene sind teilweise zu lang geraten.

Die Sprecher Mit Sven Plate und Gerrit Schmidt-Foss hat man zwei der wohl bekanntesten jüngeren Sprecher im Studio: Plate beispielsweise dürfte vielen noch als Synchronsprecher von "Wesley Crusher", dem jungen, teilweise ein "wenig" nervigen "Star Trek"-Kadetten im Ohr sein, während Schmidt-Foss unter anderem Leonardo DiCaprio seine Stimme leiht. Mit dem dritten im Bunde, Kim Hasper, gibt es jedoch ein kleines Problem: Er und Schmidt-Foss klingen sehr ähnlich, so daß die Unterscheidung der Charaktere teilweise erschwert wird. Nichts desto trotz können alle drei in ihren jeweiligen Rollen überzeugen. Auch die anderen Sprecher dieser Folge wirken echt - mit Ausnahme von Jürgen "Direktor Reno" Uter, der den Schulleiter der drei ein wenig übertrieben darstellt.

Die Musik und die Effekte
Um es vorweg zu sagen: Es gibt kaum beseres in der gesamten Hörspiellandschaft; nicht nur das liebevoll und ebenfalls in Anlehnung an US-TV-Serien komponierte Titelthema, sondern auch viele der Zwischenmusiken lassen unweigerlich Bilder des kleinen Küstenörtchens vor dem geistigen Auge entstehen und untermalen die Szenen wunderbar. Hier wird nicht getreu dem Motto "Mehr Baß=mehr Spannung" gehandelt, sondern Musik handlungsunterstützend eingesetzt. Daß zudem ein Teil der Musiken mit dem Nationalen Staatsorchester Weißrusslands eingespielt wurde, zahlt sich mehr als aus: Ein wahrer Genuß!
Die Effekte stehen der Musik in nichts nach; allein der Untergang der Albacore und der Tauchgang zum Wrack rechtfertigen bereits einen wahren Lobgesang; nicht aufdringlich, nicht verzerrt und nicht "spacig": Die Geräusche wirken einfach echt.

Fazit
"Die Bucht der 22 Schreie" bescherte der jungen Serie "Point Whitmark" einen faszinierenden Einstand. Handlungstempo, Musik, Effekte und mit kleinen Ausnahmen die Sprecher erzählen hier eine wirklich spannende Geschichte, anstatt sich in überflüssigen Vorstellungsdialogen zu verlieren. Wer Freund spannender Krimikost mit Mystery-Einschlag ist, kommt um "Point Whitmark" nicht umhin - und hat mit dieser Folge eine der besten Episoden der bis jetzt (Dez. 2001) 10teiligen Serie vor sich.




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