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John Sinclair Classics - 4 - Das Leichenhaus der Lady L. (Lübbe)

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Grusel und Horror - Grusel und Horror
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Beschreibung:

Das Schloß war alt. Sehr alt. Seine Geschichte barg ein dunkles Geheimnis, das beinahe in Vergessenheit geraten wäre. Erst als nach der Jahrtausendwende das Schloß zu einem Internat für Mädchen aus wohlhabenden Familien umgebaut wurde, sollte sich der alte Fluch wieder erfüllen. Es kam, wie es kommen mußte. Bereits fünf Monate nach der feierlichen Einweihung - geschah der erste Mord!

Dauer: 55.28 Minuten

Buch und Regie: Oliver Doering
Produktion: Alex Stelkens (WortArt), Marc Sieper (Lübbe Audio)
Realisation: Pe Simon
Tontechnik und Schnitt: ear2brain productions

VÖ: 28.08.2010

Bestellnummer:
CD: 4242




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Kommentare:

tom fawley (11.03.2012)
chrizzz (16.09.2010)
drachenauge (07.09.2010)
cippolina (02.09.2010)
nix chambre (31.08.2010)



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  Kommentar von cippolina :
Vom John Sinclair Ableger *Classics*, in dem die klassischen Gespenster-Krimis von Jason Dark vertont werden, bin ich begeistert. Die zugegebenermassen altmodischen und nicht mehr zeitgemäßen Geschichten werden auf den neuesten Stand gebracht, aufgepeppt und in gewohnt hervorragender Manier vertont. Oliver Döring hat wie immer großartige Arbeit geleistet. Aber was soll Herr Döring machen, wenn der Original-Roman keine eindeutige Linie besitzt?

Istavan Laduga überrascht seine Frau gleich in der ersten Szene mit einem jungen Marquis im Bett, tötet im Zorn den jungen Marquis und läßt seine Frau bei lebendigen Leib in einem Leichenhaus einmauern. Und diese Frau war eine Hexe. Soweit so gut, aber was Leser und Hörer mit Sicherheit sehr überraschen dürfte ist die Tatsache das die Handlung in England spielt und es schon allein deshalb logisch gewesen wäre keine osteuropäischen Namen für Engländer zu verwenden. Und der junge Marquis hätte wenigstens ein Earl oder Count sein sollen. Aber es ist wohl nur ein kleiner Beweis dafür das Jason Dark in jungen Jahren mit dem Tippen der Geschichte begann und die Handlung dann einen anderen Verlauf nahm als ursprünglich geplant war. Oder er im ersten Kapitel noch nicht genau wußte, wie er seine Ideen zu Papier bringen sollte, und dann nachträgliche Änderungen nicht mehr als wichtig erachtete.

Solche Unachtsamkeiten sind zu verschmerzen, vor allem wenn man bedenkt das der Autor seinen Hauptprotagonisten vom Inspektor zum Oberinspektor befördern ließ/läßt, obwohl dieser Rang für einen Polizeibeamten im Vereinigten Königreich überhaupt nicht existent ist. Nunja, in der *Nacht des schwarzen Drachen* tauchen im tiefsten London auch Polizisten mit dem Rängen von Captains und Lieutenants auf, die in England nur beim Militär, aber nicht bei der Polizei verwendet werden.

Hexen gehören in jede vernünftige Grusel-Serie genauso wie Vampire, aber warum diese beiden Themen wieder so unnötig durcheinander vermischen das eine Hexe gleichzeitig auch Vampir ist, wenn selbst Mario Bava in seinem legendären Trash-Streifen *La Maschera Del Demonio* (deutsch: Die Stunde, wenn Dracula kommt) einer rachgierigen Hexe als Helfer noch einen blutgierigen Vampir zu Seite stellt, damit alles nicht zu arg krude daherkommt. Ich werde hier den Teufel tun und einen verdienten Autoren kritisieren, der mir ausgiebiges und sehr kurzweiliges Lesevergnügen beschwert hat, aber wenn es dem Autoren schon nicht auffällt, warum bemängelt der Lektor solche Unzulänglichkeiten nicht? Termindruck? Wer weiss. Aber wer hätte damals in den 70ern auch nur ansatzweise daran gedacht welch Ausmaß der Erfolg von Darks Figur John Sinclair mal haben würde, oder man bemängelte es garnicht erst, wenn der Roman nur spannend war und sich verkaufen ließ.

Die Sprecher sind wie gewohnt erstklassig. Die Hörspielfassung aus den 80er hatte bereits ihren Charme und baute daraus die schön altmodische Vertonung eines altmodischen Romanes. Die Lübbe-Fassung dagegen ist knackig, schnell, spannend und verzichtet auf die typischen Roman-Füller-Seiten, die in Heftromanen leider nur allzuoft vorkommen, wenn man 64 druckbare Seiten einer Geschichte abliefern muß. Frank Glauberecht ist wie gewohnt die Stimme von John Sinclair, und ich wünsche uns das wir diese Stimme noch sehr lange hören werden. An dieser Stelle wünsche ich mir nur noch das man an Wolfgang Pampel als Erzähler festhält, um den Serien-Ableger etwas von der Edition 2000 abzugrenzen.

FAZIT: Story etwas merkwürdig, aber ansonsten gewohnt solide...
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