Beschreibung:

Düsseldorf, 1885, zu Zeiten der Industrialisierung. Dr. Friedrich Sonderberg, Schmetterlingssammler und Detektiv aus Leidenschaft, bekommt es mit einem kniffligen Fall zu tun: Im Hofgarten bei Schloss Jägerhof entdeckt er eine Mädchenleiche. Alles deutet auf einen Unfall hin, doch Sonderberg bleibt skeptisch. In Zusammenarbeit mit seiner resoluten Nachbarin, der Dienstbotin Minnie Cogner, stellt er Nachforschungen an. Die Spuren führen in das reiche Fabrikantenmilieu der ansässigen Industrie …
Dauer: 96.45 Minuten
Skript, Regie und Wortschnitt: Dennis Ehrhardt
Sounddesign: Alexander Rieß
Sounddesign ''Abgesang'': Sebastian Breidbach
Musik: Andreas Meyer
Titelmusik: Cantarelos
Illustrationen: Stefanie Bemmann
Layout und Realisation: Sebastian Hopf
Aufnahme: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Aufnahme: Sandra Schmitz, Hörspielstudio X-Berg, Berlin
Aufnahme: Marco Göllner & Urs Hauck, Studio Konterfei, Berlin
Aufnahme: Christoph Bette, Mango-Studios, Köln
Produktion: Dennis Ehrhardt, Zaubermond Audio
VÖ: 18.03.2011
Bestellnummer: 2CD: Indigo 953312 / 4047179533126

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  Kommentare:
chrizzz (31.03.2011)
teekay (29.03.2011)

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Kommentar von
teekay
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Kann es das geben, ein zu perfekt produziertes Hoerspiel? Ich moechte diese eger philosophische Frage erstmal im Raum stehen lassen. Webseite, Blog, Begleitbuch, Live-Auftritte und Buchmesse-Besuch-Zaubermond hat bei der Veroeffentlichung der ersten 3 Folgen ihrer neuen Duesseldorfer Krimiserie nichts dem Zufall ueberlassen. Herausgekommen ist dabei ein Auftakt-Hoerspiel fuer das man schwerlich weniger als 5 Punkte vergeben kann...aber trotzdem...
Der Rahmen orientiert sich etwas an Sherlock Holmes-statt London an der Themse ist man nun in Duesseldorf am Rhein im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ein eher ungleiches Duo ermittelt und der befreundete Kommissar ist jetzt nicht gerade das intellektuelle Aushaengeschild der Polizei. Genaues beobachten und die Anwendung moderner wissenschaftlicher Methoden gehoeren bei Dr. Sonderberg genauso so zum Handwerk, wie eine ruhige Art die vermeintlich clevere Verbrecher zu ueberlisten weiss. Aber Zaubermond waere nicht Zaubermond, wenn sie dieses Korsett nicht ausgezeichnet fuellen wuerden. Den unverbrauchten Jan-Gregor Kremp und die zwar bekannte, aber keiner Serie wirklich zuordbare Regina Lemnitz einzusetzen ist sehr gelungen. Minnie Cogner ist vielleicht sogar ein wenig zu selbstbewusst fuer eine Frau der Arbeiterklasse im 19. Jahrhundert-aber man kann der Emanzipation ja schonmal ein bisschen vorgreifen ;)...Im ersten Fall entspinnt sich dann im Wortsinne ein Fall um die rheinische Textilindustrie und ein genialer Douglas Welbat ist dann der echt koelsche Geschaeftsrivale von Komerzienrat Weigold in dessen Party-Schloss am Vorabend seines 70. Geburtstags eine Leiche im Park gefunden wird. Altstadtkneipen und Altbier sind mit dabei genauso wie die historische Duesseldorfer Pferde-Trambahn. Das Ambiente stimmt einfach-und endlich mal keine dunklen Gewitternaechte auf Herrensitzen in Suedengland ;)! Und nachdem man einen interessanten Kriminalfall genossen hat der eher im Maritim-Stil weniger auf Action und 'Mord und Totschlag' setzt gibt es noch einen gut 10-minuetigen Bonustrack bei dem man die Nachbarn Sonderberg und Cogner besser kennen lernt. Zum Schluss wird dann noch in einer Kneipe gesungen-hoere ich da jemanden 'Tatort' murmeln?!
Wie gesagt, bei Zaubermond gibt es keine mittelmaessig-produzierten Hoerspiele. Top-Sprecher und Neu-Profis, stimmungsvolles Ambiente und eine Geschichte mit einem gewissen Etwas garantieren vollen Krimigenuss. Die Moeglichkeiten des Mediums werden wie immer voll ausgeschoepft. Ich hoffe, dass es mit der Serie stark weiter geht, auch wenn so ein leichtes Gefuehl im Hinterkopf bleibt, dass es nicht immer 120% sein muessen, sondern 100% auch noch reicht ;)!

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