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Larry Brent - 9 - Der Gehenkte von Dartmoor (Zauberstern Records)

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Beschreibung:

Archie Svenson alias X-RAY-14 wird auf dem Teufelspick in Dartmoor erhängt aufgefunden. Die PSA schaltet sofort X-RAY-3 ein. Die Identität aller Agenten der PSA ist gefährdet und zusätzlich gilt es noch zu klären, warum X-RAY-14 erst betäubt, dann erhenkt und verstümmelt wurde. Welches Grauen geht in Dartmoor um? Larry Brent und Chiefinspektor Edward Higgins beginnen mit den Ermittlungen und folgen einer mörderischen Spur, die sie direkt ins Verderben führt!

Dauer: 71.55 Minuten

Romanvorlage: Dan Shocker
Buch & Regie: Simeon Hrissomallis und Markus Auge
Regiesupervisor: Wolfgang Strauss
Scriptsupervisor & Redaktion: Michael Eickhorst
Sprachschnitt: Thomas Mrochen
Soundmixing & Mastering: Wolfgang Strauss
Illustration & Design: Timo Wuerz
Layout: Wolfgang Strauss
Musicscore: R&B Company & Michael Donner
Sprachaufnahmen: TonInTon/Berlin, Audio Engineering W.S.

VÖ: 31.05.2013

Bestellnummer:
CD: LBCD009




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Kommentare:

patrickderhörer (30.08.2013)
cippolina (28.07.2013)
fm86 (03.07.2013)



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  Kommentar von patrickderhörer :
Horror vom Feinsten

Story: Larry Brent verschlägt es ins regnerische England, genauer gesagt nach Dartmoor. Sein Kollege X-RAY-14 wurde aufgeknüpft an einem Galgen, den die Einheimischen den Teufelspick nennen gefunden, und - was viel mysteriöser ist - sein Ring hatte sich, nachdem er die Todesnachricht übermittelt hat, nicht aufgelöst. Stattdessen findet ihn Larry gemeinsam mit seinem Kollegen vom Yard Edward Higgins in einem Antiquitätengeschäft. Die Sache wird immer mysteriöser, als dem PSA-Agenten zu Ohren kommt, dass aus dem nahegelegenen Zuchthaus von Dartmoor mehrere Häftlinge auf unerklärliche Weise verschwunden sind. X-RAY-3 und Higgins beginnen tiefer zu graben und stoßen auf eine gut organisierte Bande skrupelloser Geschäftemacher fernab von Etik und Moral, die vor nichts zurückschrecken...

Meinung: Diese Folge hat es wahrlich in sich. Mir ist bisher noch keine Larry Brent-Folge untergekommen, die ich nicht sonderlich mochte; mir gefallen sie alle irgendwie, aber diese Folge setzt dem bisher Gehörten die Krone auf. Die Folge kommt ohne mysteriöse Wesen wie Untote oder Vampire aus, und dennoch schafft sie einen extrem hohen Gruselfaktor gepaart mit einer gehörigen Portion Ekel. Für die Vertonung einer Groschenromanserie wird einem in dieser Folge extrem starker Tobac geboten, der absolut nichts für schwache Nerven ist. Die Folge weiß in vielen Punkten zu überzeugen. Am besten ist hier die Atmosphäre gelungen. Das regnerische Dartmoor und das nie enden wollende Gewitter werden hier perfekt in Szene gesetzt und sind für sich schon eine gelungene Soundkulisse für ein Horror-Hörspiel. Die Hintergrundmusik fügt sich hier gekonnt ein.

Bei den Sprechern hat man sich nicht groß lumpen lassen, auch wenn man alle, wie man sie zu hören bekommt, bereits seit der dritten Folge der neuen R&B-Company-serie kennt. Am Ensemble wurde nichts verändert, leider. So weiß man wenigstens in diesem Punkt schon vorher, wenn man die CD einlegt, was einen hier erwartet. Auch wenn das ensemble hier einen wirklich guten Job macht, wäre der geneigte Hörer sicher nicht unglücklich darüber, wenn man in Zukunft wieder ein bisschen mehr Abwechslung hätte. Jaron Löwenberg gibt Larry Brent gekonnt souverän, auch wenn mir seine Performance zu Beginn der Folge nicht ganz so gefallen mochte. Er agiert zu Beginn besonders langsam, kann sein Tempo aber zunehmend steigern, ähnlich der Geschichte, die zwischendurch kurz durchhängt, aber mit jeder Minute immer mehr Fahrt aufnimmt. Hier hat Larry enorm viel Ermittlungsarbeit zu leisten. Das gefällt und es macht Spaß, ihn bei seinen Ermittlungen zu begleiten. Überflüssige Nebenhandlungen wie man sie aus Dan Shockers Romanen kennt, kommen hier Gott sei Dank nicht vor, so dass sich die Geschichte hauptsächlich auf Larry konzentriert. Weiters hat mich das Wiederhören mit Edward Higgins gefreut, der von Reent "Sonny Crocket oder Nash Bridges" Reins verkörpert wird. Einen besseren Sidekick für diese Folge hätte sich Larry kaum wünschen können. Jo Jung als David Gallun und Erzähler glänzt auch, wobei seine Erzählerparts diesmal extrem kurz ausfallen. Die kurze Passage, in der er Larrys Handlungszüge aus der dritten Person beschreibt, hätte man eigentlich getrost umarbeiten können; so wäre es eine reine Ich-Erzählungsgeschichte geworden. Hätte mehr Kontinuität gehabt. Aber naja, man kann nicht alles haben.

Auch der Rest des Ensembles ist wunderbar, auch wenn ich die meisten Stimmen - wie schon vorher angemerkt - nach sieben Folgen schon irgendwie nicht mehr hören kann. Etwas mehr Abwechslung ist nicht nur erwünscht, sondern auch bitternötig.

Wo wir gerade bei Sprechern sind: Wirklich schmunzeln musste ich bei jener Szene am Bahnhof, als ein ganzer Gangstertrup auf Larry und Higgins zukommt. Wer genau hinhört, erkennt einige Sprecher-Samples aus der Butler Parker-Folge 3 "Parker und die Mädchenkiller". Das nenne ich mal Recycling auf hohem Niveau. Dieser nette Winkelzug macht die ewig gleichen Sprecher von Folge zu Folge fast schon wieder vett.

Fazit: "Der Gehenkte von Dartmoor" ist zwar kein Meilenstein innerhalb der Larry Brent-Reihe, der Unterhaltungs- und Ekelfaktor liegt hier jedoch extrem hoch. R&B bemühen sich wirklich, ein rundum gelungenes Werk abzuliefern, und schon jetzt sei gesagt, dass - obwohl es sich um ein kleines Label handelt - die neue Larry Brent-Serie durchaus das Zeug hat, sich mit der alten von Europa zu messen. Lediglich am Humor muss noch gearbeitet werden, der ist stellenweise etwas platt. Aber sonst kann man an der Folge nichts aussetzen. Ein Gruselkrimi für kalte Herbst- und Winternächte, wie man ihn sich nicht schauriger wünschen kann.

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