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Gruselkabinett - 134 - Das älteste Ding der Welt (Willy Seidel) (Titania Medien)

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Mystery - Mystery
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Beschreibung:

Dem achtzehnjährigen Harald von Calmus, einziger Sohn des bejahrten Reichsfreiherrn von Calmus-Dunkelstedt, ist es durch eine kleine Finte wieder einmal gelungen, seinem Hauslehrer in die freie Natur zu entkommen. Im nahen Pfaffenwäldchen hat er an jenem Nachmittag mehrere unheimliche Erlebnisse, die imstande sind, sein Leben aus den Angeln zu heben...

Dauer: 88.46 Minuten

Buch: Marc Gruppe
Produktion & Regie: Stephan Bosenius & Marc Gruppe
Aufgenommen im Titania Medien Studio
Gemischt von Kazuya c/o Bionic Beats
Mastering: Michael Schwabe, Monoposto
Cover-Illustration: Ertugrul Edirne
Layout: Doreen Enderlein

VÖ: 29.03.2018

Bestellnummer:
CD: 9783785756256




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Kommentare:

firefoxy (09.08.2024)
acquire (10.05.2018)



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  Kommentar von acquire :
„Das älteste Ding der Welt“ erinnert vom Titel her an Werke Lovecrafts. Es gibt Ähnlichkeiten. Der Einstieg ist sehr atmosphärisch und packend. Es bleibt offen, worauf alles hinausläuft. Der Autor Willy Seidel wird in der zweiten Hälfte konkret und führt einen Chinesen ein, der okkultes aufspürt, in diesem Fall das älteste Ding der Welt. Leider geht mit der Offenbarung und den langen Erläuterungen ein Teil des Grusels verloren. Dahingegen finde ich es sehr positiv, dass der Chinese nicht so klischeehaft dargestellt wurde, wie ich es für ein Werk der damaligen Zeit erwartet hätte. Die schauspielerischen Leistungen, begleitet von der unheimlichen Musik, verstanden es mich nichtsdestotrotz durchgängig zu fesseln.

Matthias Lühn spricht den Chinesen und ist für mich eine Idealbesetzung. Er bleibt stets unheimlich und mysteriös – trotz seiner langen Monologe. Der eigentliche Protagonist wird von Louis Friedemann Thiele dargestellt: Ein unbedarfter Jüngling, der bei seinen besorgten Eltern wohnt und auf gute Ratschläge pfeift. Dies resultiert in allerhand merkwürdigen Ereignissen, die Peter Weis hervorragend als Erzähler begleitet. Einen großen Einfluss, neben den hervorragenden Sprechern, hat die Musik, indem sie die Geschichte stets vorwärts treibt und den Hörer Böses ahnen lässt. Als Beispiel diene, dass mittels eines dumpfen Schlagens dem Hörspiel immer wieder einen beständigen Rhythmus gegeben wird. Großartig!

Während der Hörer sich über den Inhalt so seine Gedanken machen mag, so wird es wohl produktionstechnisch keinen Mangel zu entdecken geben. Gerade die dichte Atmosphäre mit der toll ausgewählten Musik lässt die doch sehr lange Laufzeit viel schneller vergehen. Die Sprecher tun ihr übriges, um zumindest beim ersten Hören dem Enthusiasmus des Gesagten willig zu folgen.

Ich schätze beim Gruselkabinett überaus, dass neben auch heute noch überaus bekannten Autoren nahezu vergessene aufgenommen werden. So bietet diese Reihe einen interessanten Abriss der romantischen Gruselgeschichten – mit natürlich schwankender Qualität der Vorlage. Die Umsetzungen erfolgen dabei behutsam, sodass die Sprache und der Duktus für heutige Hörgewohnheiten alt klingen, ohne jedoch zu alt zu wirken und damit schwerer zu verstehen wären. Manchmal vermisse ich dies, insgesamt finde ich die Zugänglichkeit jedoch wichtiger und hervorragend. Kritische Elemente werden weggelassen oder bewusst aufgenommen, um dem kritischen Hörer zu vergegenwärtigen, welche Vorurteile es beispielsweise gab und allgemein verbreitet waren.

Fazit: Packend und unheimlich erzählt mit einer bösen Idee fürs Ende. Und ein offenes Ende. Mir hat es gefallen – besonders die Umsetzung dieser schrägen Geschichte.
 
 
 



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