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Gruselkabinett - 139 - Der Rabe (Edgar Allan Poe) (Titania Medien)

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Beschreibung:

Auf einer Reise lernt ein Engländer in einer alten Stadt am Rhein die äußerst faszinierende Dichterin Lady Ligeia kennen und lieben. Sie arbeitet gerade an einem Werk, welchem sie den Titel „Der Rabe“ gegeben hat…

Dauer: 66.54 Minuten

Buch: Marc Gruppe
Produktion & Regie: Stephan Bosenius & Marc Gruppe
Aufgenommen im Titania Medien Studio & den Planet Earth Studios
Gemischt von Kazuya c/o Bionic Beats
Mastering: Michael Schwabe, Monoposto
Cover-Illustration: Ertugrul Edirne
Layout: Doreen Enderlein

VÖ: 31.08.2018

Bestellnummer:
CD: 9783785757192




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Kommentare:

acquire (19.06.2019)



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  Kommentar von acquire :

Johannes Raspe leiht dem Protagonisten Noel Baron seine Stimme und fesselt mich von Anfang bis Ende. Besonders zu Beginn bilden die Musik und Raspes Stimme wunderschöne Harmonien. Es ist die reinste Freude dies zu hören. Ferner werden Sympathien geweckt und ein angenehmer Kontrast zu Kristine Walthers Stimme gebildet, der die mysteriöse Art ihrer Figur, die schlichtweg auf den Namen Ligeia hört, bestens unterstützt. Der Hörspieleinstieg hat mich schwer beeindruckt und ist eines der Höhepunkte des Hörspiels. Um bei Raspe zu bleiben: Er vermittelt die im Inneren seiner Figur vonstattengehenden Veränderungen exzellent. Mit solchen Entwicklungen in der Geschichte hätte ich nicht mehr gerechnet. Ein weiterer Höhepunkt des traurigen Hörspiels mit gegen Ende unheimlichen Elementen ist Raspes emotionaler Vortrag des Gedichts seiner geliebten Ligeia. Allein der Anfang und der Gedichtvortrag könnten als einzelne Kurzgeschichten aus dieser Vertonung publiziert werden.

Leider komme ich nicht umhin, etwas vom Inhalt zu verraten: Nachdem der erste Teil der Geschichte bis zum Tod Noel Barons erster Frau relativ gemächlich erzählt wird und mit Worten und Musik herrliche Bilder im Kopf entstehen lässt, ist der zweite Teil, Noels Aufenthalt in England, sehr viel kürzer. Er baut eine Abbey nach seinen düsteren Vorstellungen um und verwandelt sich im Opiumrausch zu einem unheimlichen Menschen, der Freude daran findet, seine zweite Frau zu vergewaltigen. Umbau, Eheschließung und Wahnsinn gehen sehr schnell vonstatten. Johannes Raspe stellt den Wandel gekonnt dar und mit Reinhilt Schneider als Stimme seiner zweiten Frau gibt es einmal mehr ein exzellentes Kontrastprogramm zum ersten Teil und zur ersten Frau.

Von diesem Hörspiel bin ich vollkommen eingenommen. Es wirkt wie ein Kunstwerk, wobei mich die auditiv explizite Darstellung erotischer Begierde zunächst peinlich berührt hat. Sie hätte weggelassen werden können – ohne zu fehlen, aber gerade diese künstlerische Freiheit lässt die Figuren natürlicher erscheinen und weniger romantisch-distanziert.

Neben den grandiosen Hauptsprechern Johannes Raspe, Kristine Walther und Reinhilt Schneider sind in weiteren Rollen Max Schnautzer, Detlef Bierstedt, Lutz Reichert und Joachim Tennstedt zu hören.

Fazit
Eine grandiose Verwebung der Edgar Allan Poe-Geschichte „Ligeia“ mit seinem Gedicht „Der Rabe“ in einer hervorragenden Übersetzung und Vertonung. Ich bin hellauf begeistert!


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