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Gruselkabinett - 140 - Runenzauber (M. R. James) (Titania Medien)

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Beschreibung:

Edward Dunning, angestellt im British Museum, hat über das Buch „Die Wahrheit über die Alchemie“ aus der Feder von Alexander Karswell, der dem Vernehmen nach selbst Alchemie und okkulte Künste praktiziert, eine ungünstige Einschätzung verfasst. Er hat sich dadurch einen sehr gefährlichen Feind gemacht…

Dauer: 59.09 Minuten

Buch: Marc Gruppe
Produktion & Regie: Stephan Bosenius & Marc Gruppe
Aufgenommen im Titania Medien Studio & den Planet Earth Studios
Gemischt von Kazuya c/o Bionic Beats
Mastering: Michael Schwabe, Monoposto
Cover-Illustration: Ertugrul Edirne
Layout: Doreen Enderlein

VÖ: 28.09.2018

Bestellnummer:
CD: 9783785757208




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Kommentare:

acquire (21.06.2019)



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  Kommentar von acquire :

„Runenzauber“ ist ein spannendes Hörspiel mit Gruselelementen. Wären die Tötungswerkzeuge nicht übernatürlicher Natur, hätte das Hörspiel dem Genre des Krimis oder Thrillers zugeordnet werden können. Das Motiv ist klassisch: Ein verärgerter Mensch sucht Rache und trachtet den Personen, die das Erreichen seiner Ziele verhindert haben, nach dem Leben.

Das Hörspiel stellt die komplette Geschichte sehr umfassend dar, ist dabei jedoch ungleich lebhafter und deshalb ebenfalls kurzweiliger als beispielsweise Folge 138 (Die Ratten in den Wänden von H. P. Lovecraft). Stolze 16 Sprecher sind in diesem Hörspiel vertreten. Zu Beginn sind Bodo Primus (Gesellschaftsvorsitzender), Kristine Walther (Ehefrau) und Reinhilt Schneider (Stenopetistin) zu hören, die in die Geschichte einführen: Alexander Karswell, gesprochen von Host Naumann, wünscht über eine Gesellschaft für Altertumsforschung sein Wissen über Alchemie zu verbreiten, erhielt jedoch eine Absage. Daraufhin fordert er die Gesellschaft auf, ihm die Gründe und Verantwortlichen für die Ablehnung mitzuteilen.

Im Folgenden wird Mr. Karswell durch Dritte beschrieben und welche Schandtaten er bereits vollführt hat. Besonders der Umgang mit einer Schulklasse ist fürchterlich – in doppelter Hinsicht: Die Kinder werden erschreckt und schreien auf. Das wirkt so aufgesetzt und erinnert mich an Opern. Ansonsten vermisse ich Lebhaftigkeit. Kein Kind weint, keine Ausrufe des Entsetzens – lediglich kurzes Aufschreien. Diese Szene fand ich überaus seltsam und passt nicht zur ansonsten gelungenen atmosphärischen Umsetzung. Die Geräusche finde ich wie üblich gelungen – bis auf die Schreibmaschine zu Beginn, da hätte der geforderte Brief tatsächlich getippt und aufgenommen werden sollen, statt des generischen Tippens, das klingt wie manche Schauspieler in Filmen Computertastaturen bedienen. Musikalisch habe ich nichts auszusetzen und finde das Gesamtbild sehr harmonisch und atmosphärisch.

Nach den ersten Schrecken, sobald die Geschichte etwas weiter vorangeschritten ist, entwickelt sich das Geschehen zu einem Überlebenskampf, bei dem mit List dem Tod entkommen werden soll. Ob es gelingen wird?

Das Sprecherensemble ist hervorragend besetzt. Die Rollen passen zu den Sprechern. Bei Bodo Primus habe ich beispielsweise direkt einen Verleger einer großen Zeitschrift vor Augen, was zu seiner Rolle im Hörspiel im Weitesten Sinne passt. Ein Schmankerl ist die Benennung der Figuren. Nicht nur neue Figuren, die Marc Gruppe ergänzt hat, tragen einen Namen, sondern ebenfalls welche aus der Kurzgeschichte, deren Namen ungenannt bleiben. Da (aus Kostengründen) in einer Aufnahmestaffel Sprecher mehrere Rollen für mehrere Hörspiele einsprechen, kommt es öfter zu einem Wiederhören. In diesem Fall finde ich die Lösung besonders elegant: Detlef Bierstedt spricht einen Arzt, der kurzerhand Dr. Watson genannt wird. Man könnte somit von einem Crossover sprechen.

Das aufregende Covermotiv zeigt eine Szene, die es in der Vorlage nicht gibt. Im Hörspiel ist es die erste Minute, die sehr stimmungsvoll ins Hörspiel einführt.

Fazit
Ein spannendes Hörspiel mit unheimlichen Elementen und einer Szene mit einer Schulklasse, die mich mehr aufgrund der Umsetzung verstörte, als des Inhalts wegen. Empfehlenswert.


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