Hier befindest Du Dich jetzt: Home > Hörspiele > Serienauswahl:

Gruselkabinett - 152 - Das Ding (George Allan England) (Titania Medien)

vorherige Folge <<< | >>> nächste Folge





 
Nur registrierte Benutzer können
Schnellbewertungen abgeben!



=> Nur registrierte User können Genres abgeben <=
 

Beschreibung:

Wir stecken zu Forschungszwecken doch auch Schmetterlinge auf Nadeln und betrachten sie und andere Insekten unter dem Vergrößerungsglas. Warum sollten Wesenheiten, die uns Menschen an Kraft und Intelligenz weit überlegen sind, nicht etwas Ähnliches auch mit uns tun…?

Dauer: 53.40 Minuten

Buch: Marc Gruppe
Produktion & Regie: Stephan Bosenius & Marc Gruppe
Aufgenommen im Titania Medien Studio, bei Advertunes und in den Planet Earth Studios
Gemischt von Kazuya c/o Bionic Beats
Mastering: Michael Schwabe, Monoposto
Cover-Illustration: Ertugrul Edirne
Layout: Doreen Enderlein

VÖ: 01.11.2019

Bestellnummer:
CD: 9783785757246




Tracklisting anzeigen



Kommentare:

acquire (04.10.2020)



Registrierte Benutzer
können Hörspiele kommentieren




  Kommentar von acquire :

Das Ding (152)

„Das Ding“ von George Allan England kommt in der Bearbeitung von Marc Gruppe angenehm zeitlos daher – es ist durchaus vorstellbar, dass die Expedition nicht 1930 stattfand, sondern in aktuellen Zeiten. Dazu müsste selbstredend eine gute Erklärung genannt werden, wieso keine Kommunikationsmöglichkeiten zu anderen bestehen, aber das Hörspiel spielt im Jahr 1930 und wirft den Hörer unvermittelt ins Geschehen: Die Führer einer Gruppe von Wissenschaftlern wurden getötet und nun bangen die Überlebenden um ihr Leben und spekulieren, was für den Tod verantwortlich sein könnte.

Puh, was für eine Grusel-Daily-Soup! Die Protagonisten zanken und kämpfen sich durch das Hörspiel. Damit muss man klarkommen. – Viele andere Hörspiele des Gruselkabinetts sind da wesentlich zurückhaltender, vielmehr auf Etikette achtend als dieses Werk, das im Jahr 1930 angelangt ist und somit deutlich frischer daherkommt als viele andere Einträge.

Das Ganze erinnert mich an die Neon Grusel Serie und die PSI Akten. Beide Hörspielserien haben Folgen mit Geplänkel zwischen den Protagonisten. In dieser Geschichte ist der „Seifenopernanteil“ recht hoch. Der Grusel kommt dabei nicht zu kurz, schweben die Überlebenden doch ständig in Gefahr.

Es werden Fragen aufgeworfen, die traditionsgemäß leider nicht alle aufgeklärt werden. Die Handlung ist sehr lebendig und hervorragend inszeniert. Beim Hören ist mir aufgefallen, dass statt allgemeingültig von Kopfschmerztabletten von Aspirin die Rede ist. Das hat Marc Gruppe der Vorlage entnommen. Da Aspirin heute noch immer sehr bekannt ist, gab es keinen Grund dieses Detail im Hörspiel zu verschweigen.

Das Covermotiv ist schön gruselig und passt hervorragend zum eisigen Schrecken. Musikalisch ist das Hörspiel ein Hochgenuss, aus dem ich höchstens von der Handlung gerissen wurde. Mit der dichten Soundkulisse macht Titania Medien alles richtig.

Peter Weis leitet als Erzähler gut durch die Handlung. Gerhard Fehn, Cécile Kott, Julia DeLuise und Valentin Stroh leisten hervorragende Arbeit. Helmut Zierl finde ich als Wallace Jandron anstrengend zu hören. Das liegt mitunter an der Figur – den Streitgesprächen – aber auch an der Stimme selbst, sowie der Darbietung: Für mich klingt er durchweg ge- oder entnervt. Wäre ich aber auch bei so viel Stress und der ganzen Zankerei. Im Gegensatz zu seiner energetischen Kollegin DeLuise ist er der Ruhepol. Ich bin mir bis heute uneins, ob ich den Kontrast gut finde oder gerade das ebenfalls etwas ist, das bei mir nicht gut ankommt. Julia DeLuise hat eine hohe Stimme, die aufgrund der grauenhaften Vorkommnisse immer neue Höhen erklimmt. Eine starke Leistung und ein weiterer Grund, warum das Hörspiel für mich anstrengend zu hören ist.

Auf jeden Fall ist mir das Rumgezicke der Protagonisten zu nervig und ermüdend zu hören. Egal von wem. Die Dialoge sind mir zu viel des Guten. Ich bevorzuge tatsächlich die Vorlage, die meine Ohren schont, da ich das Tempo und die Pegelausschläge dort selbst bestimmen kann.

Fazit
Eine hervorragende Produktion und nichts fürs entspannte Hören. Dafür ist viel zu viel Los. Als Teenager hätte mich das Hörspiel mehr angesprochen. Es hat mich positiv überrascht, aber nicht meinen Geschmack getroffen.


Bestellen bei amazon.de
 
 


Kontakt: CHRizzz | eMail: chrizzz@hoerspiele.de
Grafik by lillebror@hoerspiele.de