Opa Dracula ist eine kindgerechte, comicartige Serie, die im April 2003 veröffentlich wurde. Die erste Folge der 6-teiligen ersten Staffel beschäftigt sich mit Mozart.
Opa Dracula spielt den Vampirkindern Pizzi und MOrbi abends immer etwas vor, aber im 237sten Takt verlassen sie ihn immer. Dafür gibt es dann eine Gute-Nacht-Geschichte eines Vampir-Vorfahren. Diesmal ist es Draculach, ein Komponist. Die Kinder lenken Opa Dracula ab und reisen mit der Standuhr in die Vergangenheit um Draculach zu treffen. Stattdessen treffen sie zuerst auf das Wunderkind Mozart. Draculach erwischen Sie auch, aber dieser hat Probleme mit einer Riesenspieluhr. Ob Mozart sie mit Musik füttern kann ?
Eine turbulente, wenn auch kurze Geschichte macht hier den Anfang dieser neuen Reihe, die wirklich von der Stimmung und von der Musik sehr kindgerecht ist. Die Story, die einen leichten pädagogischen Touch hat, kann man auch kleineren Kinder vorsetzen, geschichtliches und hintergründiges kommt wohl eber bei den Kindern um 10 Jahre an. Lustig ist es allemal.
Die Vampire sind hier nicht blutrünstig und versuchen ebenfalls permanent, dieses Image loszuwerden. Sicher ein weiterer Punkt für die kindgerechte Umsetzung
Sehr zur positiven Stimmung trägt der hervorragende Wolfgang Völz als Opa Dracula bei. Er und die Sprecher der beiden Kinder (Andreas Bisowski und Katrein Frenzel) müssen das auch tragen, denn einen Erzähler hat dies Hörspiel nicht. So ist es gut, dass Opa Dracula die Dinge alle mit beobachtet und klärend in einer Erzählerposition eingreift.
Die Stars in den Nebenrollen sind Mirco Nontschew als Draculach und Sven Plate als Mozart, wobei letzterer super überzeugen kann.
Die Musik ist passend und witzig zugleich. Sie besteht aus einem Kirmes- oder Zirkus-angelehnten Motiv. Das kann überzeugen. Innerhalb des Hörspiels wird dezent Musik verwendet. Bei Mozart kann man darauf eben nicht verzichten. Geräusche sind permanent zu hören und gut eingesetzt. Schon bei den ersten Szenen kann man in Draculas Schloss leicht im Hintergrund den Wind pfeifen hören. Hall usw. werden dabei ebenfalls verstärkt eingesetzt.
Cool finde ich die Comic-Figuren auf dem Cover. Gleichzeitig erscheinen mit den sechs Hörspiele auch Taschenbuchcomics. Wenn ich die mal in die Finger bekomme, berichte ich Euch davon.
Fazit: Etwas zu kurzer, aber gelungener Start in die neue Kinderserie. Sie wartet nicht mit einem besonderen Highlight auf, bietet aber eine pädagogisch etwas bessere Leistung als Der Elefant von der Konkurrenz. Die Charaktere werden super herausgebildet und man kann gespannt sein, was die beiden Vampir-Kids noch so erleben.