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A.D.F. - 4 - Mumien-Terror (Hörfabrik)

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Action - Action
Grusel und Horror - Grusel und Horror
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Beschreibung:

Sie hatten bei der Graböffnung die vier Ringe des Lebens gestohlen und damit ihr Schicksal besiegelt. Nun jagt Abn-Ram-Tek, der wiedergeborene Pharao, und seine grausame Leibgarde die Frevler. Er benötigt die Ringe, um seine menschliche Gestalt wiederzuerlangen und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Ashley Pitt und Nick Steiner stehen einer Horde von Mumien gegenüber und ein Wettlauf um die vier Ringe beginnt.

Dauer: 68.34 Minuten

Buch und Regie: Horst Kurth
Musik und Technik: Nils Jeners
Zeichnung: Kai Ruttmann
Cover-Design: Filip Muschynski
ADF-Logo: Dennis Hoffmann
Finishing-Layout: Thomas Rippert

VÖ: 15.08.2003

Bestellnummer:
MC: 082003-04




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Kommentare:

michael m. morell (26.12.2005)
preacher (11.08.2005)
die hörkuh (14.01.2005)
acquire (02.07.2004)
jones27 (20.02.2004)
lucy lawless (18.10.2003)
prof. snape (03.10.2003)
lord gösel (02.10.2003)
chrizzz (01.10.2003)
lillebror (29.09.2003)



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  Kommentar von prof. snape :

Die beiden Agenten mit dem Hang zur unbeabsichtigten Massenzerstörung fremden Eigentums sind wieder da: Nick Steiner und Ashley Pitt hinterlassen auch dieses mal eine breite Schneise der Verwüstung - die sich vom sonnigen Ägypten bis ins nebel- und regengeplagte London zieht.

Zur Story:
Deutlich weniger Actionlastig geht es diesmal zu: Pharao Abn-Ram Tek schickt sich im Hier und Jetzt an, wiedergeboren zu werden. Durch die günstige Konstellation der Gestirne vermag er seinen Körper wiederzuerlangen und die Macht über die Menschheit an sich reißen zu können, wären da nicht gleich drei absolute Schnüffel-Chaoten auf seiner Spur. Drei? Ja, denn diesmal bekommt das Destruction-Duo Steiner/Pitt "Konkurrenz" des noch durchgeknallteren Ex-Pott-Cop Harry Matschek, der dank tatkräftiger "Mitarbeit" seiner "Konkurrenten" immer wieder dem Irrglauben erliegt, er sei der Beste. Von Kairo bis nach London führt es die drei - immer knapp hinter der Reinkarnation des Pharaos in Form einer Katze und seiner Dienerin her, die für das Wiederbelebungsritual des Pharaos mit einer Horde Mumien die vier vom Sarkophag des einstigen Königs gestohlenen "Ringe des Lebens" wiederorganisieren wollen... Der Showdown verleiht dann dem Spruch "Wem die Stunde schlägt" die typische "Nick-Steiner-Interpretation" .

Die Sprecher:
"Schattensaiten" meets "A.D.F" - die Retour-Kutsche: Sprach "Ash" Horst Kurth in der Schattensaiten-Episode "Tödlicher Atem" den Bösewicht, ist es nun Katja Brandhorst-Behnke, die sich überzeugend als durchtriebene, machtgeile "Lady Ice" Nova Snoergoard durch die Folge metzelt. Und wer weiss, vielleicht hat Anne in "Schattensaiten" ja in den kommenden Folgen dann eine Katze als Haustier?
Die beiden Hauptcharaktere Steiner und Pitt, respektive Moddin Meyer und Horst Kurth, bringen die beiden Krawall-Agenten gewohnt cool rüber - es macht einfach Spaß, den beiden zuzuhören, wenn sie von einer aberwitzigen Situation in die nächste stolpern.
Christoph Tiemann als Abn-Ram Tek war ebenfalls eine sehr gute Wahl - ihm trieft die Gier nach Leben und Macht förmlich aus den Stimmbändern, so daß man ihm den durchgeknallten Pharao sofort abnimmt.
Nicht ganz so glücklich war, bzw. ist Said Mahmoudi getroffen; Thomas Rippert klingt teilweise einfach zu gestellt, wenn er sich über die (scheinbare) Unfähigkeit seiner quasi-Leibeigenen Nova Snoergoard echauffiert. Man muss faiererweise sagen, daß dieser Teil Ripperts Sprecherdebüt in der Serie war und das erste mal (und auch das zweite mal) am Mikro immer ziemlich seltsam und man vor allem anfangs noch ziemlich gehemmt ist, einfach mal richtig abzugehen. Hier müsste man die Leute einfach dazu animieren, mal "richtig auf den Tisch zu hauen", wenn so ein Meckerfritze in Szene gesetzt werden soll.
Marcus Fliedners Harry Matschek ist dann wohl das "polarisierende Element" der Folge: Die einen werden ihn lieben, die anderen hassen! Ich kann verstehen, wenn einige Leute mit dieser bewußt-nervigen Art und dem Ruhrpott-Dialekt vielleicht nicht so viel anfangen können; ich für meinen Teil liebe es. Matschek ist auf den Punkt nervig, aber nicht nervtötend - und so schmunzelt man als Hörer, wenn Thorsten Pahlke als brummiger Scotland Yard Agent Brad Punch Mr. "Ich lös den Fall auf jeden Fall" Matschek bei jeder sich bietenden Möglichkeit einen Spruch drückt. Spaßig ist natürlich auch Christoph "Chrizzz" Morgenroths "Ausflug in die Geweihe" - aber an dieser Stelle benutze ich einfach mal eine Zitat aus Chrizzz' Rezension zur Voränger-Folge "Uni-Zombies": "Ich möchte betonen, dass ich mit einem Sprecher befreundet bin, zu Christophs Leistung lasse ich mich daher nicht aus."

Musik & Effekte:
Die bisherige Paradedisziplin der Hörfabrik kommt auch diesmal gewohnt gut daher. Ein wenig neue Musik, gepaart mit den bereits bekannten Titeln, bestimmen die Atmosphäre und in Kombination mit den wieder einmal sehr gut gewählten Effekten entsteht vor allem in London eine sehr dichte und schöne Atmosphäre.
Ein spaßiges Novum hat man hier ebenfalls zu verbuchen: An einer Stelle muss Ash flüstern, wechselt dann in den Erzähler-Modus, flüstert allerdings anfangs immer noch, bis er merkt, daß er als Erzähler ja gar nicht mehr flüstern muss.
Doch leider hat sich auch ein kleiner Fehler eingeschlichen, denn an einer Stelle wird mitten in der Unterhaltung ein Gesprächspartner langsam aus- und dann wieder eingeblendet, obwohl er sich nicht vom Fleck rührte.

Fazit:
Kurz und bündig: Ash und Nick rocken! Und das auch (oder gerade) in Runde 4. Zwar bekommt der Hörer nicht den Action-Overkill wie im Vorgänger geboten, aber es muss ja auch nicht jedes mal Non-Stop-Violence sein. Stattdessen hat man hier eine klasse Mischung aus Horrorelementen, Humor (und davon wirklich reichlich) und ja, auch Action, denn so ganz ohne "Ich hab das doch gar nicht gewollt" kommt der gute Nick dann ja doch nicht davon und A.D.F. wären nicht A.D.F. wenn nicht doch etliche Dinge zu Bruch gingen und einige Menschen etwas "deformiert" würden. Den bereits hohen Level in Sachen Effekte & Musik hat man gehalten, sprechertechnisch jedoch ist man einen ordentlichen Schritt nach vorn gegangen, was zeigt, daß man sich nicht auf den Lorbeeren ausruht, sondern weiter an sich arbeitet - was dem Hörer mit dem Hang zu der A.D.F.-typischen Mischung aus Horror, Action und Humor hier 75 Minuten astreienen Hörspaß beschert. Und jetzt heißt es Warten auf die "Ratten von Rotterdam"!

(4,5 von 5 Sternen)




Kontakt: CHRizzz | eMail: chrizzz@hoerspiele.de
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