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Gabriel Burns - 8 - Nebelsee (Universal Music)

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Mystery - Mystery
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Beschreibung:

In Ufernähe liegen dicke Äste, die unter dem schwärzlichen Wasser wie die Körper Ertrunkener schimmern. In den unergründlichen Tiefen des Sees lauert kalter Schmerz ... Dann verschwindet der kleine Junge. "Unter ihm eroberte der Nebel den Brunnen im Hof, glitt über den alten Kombi seiner Mutter und verschluckte ihn, bis nur noch die Radioantenne mit der roten Plastikkugel auf ihrer Spitze herausragte. Sie vibrierte, als hätte sie etwas in Schwingung versetzt. Eine kleine, geduckte Gestalt bewegte sich am Zaun entlang, dann war sie außer Sichtweite." Eingebettet zwischen Bergen und endlosen Kornfeldern ...

Dauer: 61.15 Minuten

Nach einer Erzählung von Raimon Weber
Idee & Konzeption: Volker Sassenberg und Raimon Weber
Künstlerische und technische Gesamtleitung: Volker Sassenberg
Musik von Manuel Rösler, Matthias Günthert und Volker Sassenberg
Tontechnik und Schnitt: Erik Anker
Illustrationen: Ungo Masjoshusmann
Cover Design: Marion Mühlberg
Lektorat: Antje Bones
Aufgenommen und Gemischt unter Finians Regenbogen
Produziert von Volker Sassenberg für Decision Products und Universal Family Entertainment

VÖ: 08.11.2004

Bestellnummer:
CD: 0602498160954 / MC: 0602498160961




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Kommentare:

oli.w (02.11.2008)
jones27 (11.08.2007)
sledge (22.08.2005)
camshots (13.07.2005)
boxhamster (13.04.2005)
jaxx (12.03.2005)
goldstatue (05.03.2005)
marotsch (08.02.2005)
quatermass (06.02.2005)
brimbus (06.01.2005)
ohrwell (27.12.2004)
wawuff (09.12.2004)
evil (22.11.2004)
cippolina (19.11.2004)
maltin (19.11.2004)
grimsby roylott (15.11.2004)
mondoman (10.11.2004)
chrizzz (27.10.2004)



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  Kommentar von grimsby roylott :
Was bei Folge 8, "Nebelsee", als erstes auffällt ist die Dominanz des Erzählers. Ca. 1/3 des gesamten Hörspiels spricht der Erzähler. Jürgen Kluckert ist zweifelsfrei ein großartiger Sprecher, aber schließlich ist Gabriel Burns eine Hörspiel-Reihe und kein Hörbuch! Das ist leider ein Manko. Denn obwohl sich die lange Tauchfahrt Stevens am Ende der Folge nur schwerlich ohne Erzähler hätte umsetzen lassen (Voiceover von Steven wäre möglich, aber noch störender gewesen) verschießt der lange Erzählerpart ein bisschen das Spannungspulver, auch wenn Chrizzz die Atmosphäre der Folge lobt. Zudem wird mehrfach die trübe Beschaffenheit des See-Wassers erwähnt, aber der Erzähler weist sehr detailliert darauf, was Steven alles sieht: sogar die Exeme auf den Schuppen der Fische (wußte gar nicht, dass Fische auch Hautprobleme haben können...).
Was die Serie perfektioniert hat ist ihre Begrenzung auf maximal zwei Schauplätze pro Folge (bei konsequenten 2 Parallelhandlungen pro Folge). Von diesen Schauplätzen ist meist einer ein geschlossener Raum, z.B. Nachtkathedrale (5), das Innere eines Gletschers (4), die Kuppeln (10+11), ein fahrender Zug (6), eine Höhle unter der Wüste (7), eine Bohrinsel (3) und hier eben: ein See! Diese geschlossenen Schauplätze werden mit viel Liebe zum Detail zu einem locus terribilis ausgearbeitet, der eine atmosphärische und geschlossene Handlung ermöglicht. Von allen genannten Orten ist der See aber der für ein Hörspiel ungeeignetste; ganz einfach, weil man unter Wasser nicht sprechen kann und ein Hörspiel jedoch genau davon lebt. Stundenlange Erzähler-Beschreibungen des unterseeischen Szenarios machen dieses Manko nicht wett, sondern vergrößern es bloß. Daher von allen bisherigen Folgen die schwächste.
Unsere Helden tauchen auch erst sehr spät auf, um dann eigentlich streng genommen nichts zur Handlung beizutragen, was nicht auch eine x-beliebige andere Figur hätte beitragen können. Die internen Streitereien im Bakerman-Team gehen auch ein wenig unter. Bis zum Ende wird nicht klar, was in dem Ort eigentlich los ist und was mit den Menschen dort passiert.

Fazit: Die schwächste Folge bislang. Das liegt vor allem an der Wahl des Ortes. Unter Wasser lässt sich ganz einfach nicht sprechen und da ein Hörspiel aber von Sprache und Dialogen lebt, wird hier versucht, diesen Umstand durch einen quälend langen (und teilweise langweiligen) Erzähler-Monolog zu kaschieren. Auch inhaltlich macht diese Folge scheinbar eher eine Exkursion von der spannenden Hauptlinie. Zudem bleibt bis zum Schluss unklar, was das ganze zu bedeuten hat (und das wird auch meines Wissens nicht in den nächsten 15 Folgen geklärt). Insgesamt alles sehr unbefriedigend, daher nur 2 von 5 Sternen. Ein "Hörspiel der Woche" ist diese Folge ganz sicher nicht!

-- grimsby roylott (f.k.a. captaineike) --

 


Kontakt: CHRizzz | eMail: chrizzz@hoerspiele.de
Grafik by lillebror@hoerspiele.de