Dieses Hörspiel hat irgendwie von allem was...bißchen Natural Born Killers, bißchen Bonnie & Clyde, bißchen Thelma & Louise und ein bißchen Kalifornia.
Es wird mit Sicherheit seine Anhänger finden, aber ich werde nicht dazugehören. Roadmovies handeln, wenn wir ganz ehrlich sind, immer von den selben Themenkomplexen. 2 Leute sind auf staubigen amerikanischen Highways unterwegs und geraten entweder an irgendwelche Gangster oder an durchgeknallte Cops, die meistens selbst 'ne ordentliche Portion Dreck am Stecken haben. Das Ganze gipfelt dann meist in einem finalen Shootout, und schon war's das gewesen.
So auch hier teilweise. Hank und Donna könnten direkt aus einem der oben genannten Filme sein, und somit wird hier kaum neues geboten. Sprüche wie "Wir sind die letzten amerikanischen Helden." tragen auch keineswegs dazu bei, dass ich die beiden cool finde. Und wenn ich grade dabei bin...durch solch klischeebeladenen Dialoge hören sich die Sprecher sehr wohl aufgesetzt und gekünstelt an.
Die Idee an sich, das erste Roadhörspiel aller Zeiten zu machen, hat trotzdem Respekt verdient. Man sollte halt nur kein neu erfundenes Rad erwarten, denn storymäßig gibt die Road halt schon länger nichts mehr her.
Höhepunkte hat "Road Bandits" natürlich schon...ich denke da beispielsweise an einen Charakter (Name hab ich vergessen), der unter unbarmherzigen Schlägen ständig schreit, dass er von nix weiß. Der Sprecher bringt das mehr als geil rüber. Die Schläge hören sich auch richtig übel an.
Produktionstechnisch wurde nichts falschgemacht. Die Musik könnte zwar noch ein wenig mehr Arsch treten, aber ansonsten 'ne fein produzierte Sache. Nur die Handlung geht halt gar nicht in meine Richtung.