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Takimo - 5 - Esito (Polaris)

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Science Fiction - Science Fiction
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Beschreibung:

Ein altes, verlassenes Kriegsschiff fliegt führungslos durch den Weltraum. In der Commanderzentrale dieses Geisterschiffes werden tote Ahnus gefunden, eine Lebensform, die es so nur auf Esito gibt. Dieser Planet wird seit kurzem wegen seiner traumhaften Landschaften von zahlreichen Touristen angeflogen. Um mehr über die Herkunft des Geisterschiffes herauszufinden, macht sich TAKIMO auf den Weg nach Esito.

Dauer: 62.04 Minuten

Buch, Musik, Cover und Produktion: Peter Liendl & Gisela Klötzer

VÖ: 15.06.2005

Bestellnummer:
CD: 005




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Kommentare:

goldstatue (28.02.2007)
acquire (03.09.2006)
chrizzz (21.06.2005)
notebooksurfer (11.06.2005)
panaray (07.06.2005)



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  Kommentar von panaray :


Story

Eingebettet in ein natürliches Paradies, verspricht eine Touristen-Stadt die Flucht in eine traumhafte Welt. Dichte Wälder umschließen das Anzeichen zivilisatorischer Anwesenheit. Fremdartige Laute zeugen von den Bewohnern des Planeten, verzaubern die Luft und entrücken die Reisenden von ihrem Alltag und ihren Sorgen. Doch etwas trügt die Idylle von Esito...In den Weiten des Weltalls tauchten Lebensformen des Planeten in einem Geisterschiff auf. Ungewöhnlich und unerklärlich, da diese Lebewesen nicht über eine entsprechende Intelligenz verfügen sollten, um ihre Heimat verlassen zu können...schon gar nicht in einem Raumschiff der militärischen Kategorie eines längst ausgestorbenen Sternenvolks...den Muuks.

In Begleitung von seinem Roboter-Hund Cox und mit vielen Fragen im Gepäck begibt sich Takimo nach Esito. Malerisch entfaltet sich seine Ankunft...dem Hörspiel lassen sich Bilder einer unbekannten Welt entlocken, der Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt...Esito lädt auf eine Entdeckungsreise ein. Angesprochen auf die Vorfälle im All beschwichtigt der Touristik-Manager Orloff die Vorkommnisse jedoch ohne eine Erklärung parat zu haben. In seiner Skepsis gefangen, stürzt sich Takimo in den ausgelassenen Strom der Touristen und läßt sich von ihm treiben...bis Cox ihm enteilt.

Eine elektronische Peitsche vibriert...Schmerzerfüllte Laute empfangen Takimo...Tiere werden in Käfige getrieben...Esito verliert sein unschuldiges Gesicht. Angetrieben von seiner Wut, gelingt es Takimo einen Bären zu befreien, der zu seiner Überraschung sprechen kann und einen Namen trägt...Perry. Von ihm erfährt Takimo so einiges über Esito. Unter anderem von einem ansässigen Waldvolk, welches Perry in seiner Schlafphase das Sprechen lehrt...An dieser Stelle findet sich die grundlegende Thematik wieder, um die Polaris eine Geschichte strukturiert. Symbiose und Träume...Esito ist nicht nur ein attraktives Reiseziel. Tief im innern der Wälder verbirgt sich eine Natur, deren Organismen füreinander existieren, über Träume miteinander kommunzieren und ein kollektives Gedächtnis bilden.

Bäume ächzen unter der Wucht der Turbinen, Kriegsschiffe sinken auf die Touristen-Stadt herab...Eine Invasion...Die Handlung ähnelt in dieser Phase ihrem Charakter nach, den guten alten Planet der Affen Filmen. Humanoide Lebewesen stehen unter der Doktrin intelligenter und kriegerischer Primaten, die Folge der Invasion ist die Versklavung der Touristen.

Zunächst fallen die fehlenden Motive und eine lethargische Story-Entwicklung auf...Die friedliche Touristen-Stadt...Das unbeschwerte Leben...selbst die Invasion wirkt gemächlich. Zeitweise keimt sogar eine latente Langeweile auf, dies sich schließlich aber als ein klar definiertes Element der Geschichte herausstellt. Ich fühlte mich eingelullt und träge, bis sich aufeinmal eine dramatische Wende in das Fleisch der Handlung schneidet...Faszinierend gestaltet sich das Zusammenspiel aus bewußt hervorgerufenen emotionalen Abläufen und einer sehr intelligenten und packenden Geschichte, wodurch das Hörspiel selbst wie eine Symbiose wirkt.

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Folgen agieren diesmal fremde Völker, stellen einen wesentlichen Bestandteil der Handlung dar und verlassen auf diese Weise ihre Existenz im Schatten. Weiterhin gewinnt Takimo an Kontur, indem sich Einzelheiten aus seiner Vergangenheit aufdecken.

Anlaß zur Kritik könnte die Wahl der Settings sein. Offensichtlich schauen die Produzenten gerne den ein oder anderen Sci-Fi Film und lassen sich davon inspirieren. Da kommt einen schon mal was bekannt vor...

Sprecher

Die hohe Qualität kann auch in dieser Folge gehalten werden. Ab und zu könnte Peter Flechtner als Takimo etwas emotionaler und aufgekratzter klingen. Zu gleichmütig nimmt er seine Versklavung hin. Ein wahrer Ohrenschmaus ist Jürgen Kluckert, der im Pelz vom Zottelbären Perry steckt. Äußerst putzig und clever gesprochen. Wer Herrn Kluckert mal singen hören möchte...bitte schön. Zeitweise erinnerte mich die charakterliche Ausprägung der Rolle an den Fossi Bären aus der Muppet-Show, wodurch Esito auch eine humorvolle Note verinnerlicht...klasse Rolle.

Souverän und authentisch agieren die anderen Sprecher, teils bekannte, teils frische.

Musik

Die Stücke geben den unterschiedlichen Orten jeweils den passenden Rahmen. Das Touristen-Zentrum klingt nach Urlaub...lässig, verspielt. Kraftvoll die Auftritte der feindlichen Muuks, zeitlos die Wälder Esitos, sphärische Gesänge, Stimmen einer fremden Welt. Die Orte präsentieren sich durch die Musik als thematisch abgeschlossene Räume, unverkennbar in ihrer Stimmung und Bedeutung. Allen gemein ist die professionelle Produktion.

Effekte

Esito ist ein äußerst lebendiger Planet, und so hört er sich auch an. Ständig ist Bewegung im Hintergrund, immer gibt es Geräusche zu entdecken...Imposant sind besonders die verschiedenen Untergrund-Geräusche...Schritte im Wald, Schritte am Ufer eines Flußes, Schritte im Gebüsch, u.s.w. Jeder Boden hat einen eigenen Ton, der zu dem äußerst natürlich klingt.

Cover

Im Bild ist eine verträumte Stimmung festgehalten. Ein Ausblick auf eine Welt...eine Referenz an das Grund-Thema...Träume. Gedanken an gewisse Hollywood-Klassiker sind ebenfalls nicht zu verleugnen. Hinter der ansprechenden Fassade schlummern gehaltvolle Zeilen über Symbiose und Träume, die die Möglichkeit bieten, sich noch eingehender mit dem Hörspiel zu befassen.

Fazit

Esito bietet die bislang intelligenteste Story der Serie. Das wird einem spätestens am genialen Ende bewußt. Anfänglich auftretende Längen in der Handlung entwickeln sich zum Sprungbrett einer gehaltvollen Umsetzung eines Sci-Fi Hörspiels, welches in ein Meer voller Phantasie, Überraschungen und grandioser Ideen eintaucht. Mit dem Zottelbär Perry gesellt sich eine echte Type an die Seite Takimos, der für einige Lacher sorgt. Einzig die sporadisch aufblitzende Ähnlichkeit mit bereits verfilmten Material läßt einen skeptisch die Augenbraue hochziehen.

Panaray <<< Moderator www.hoerspiel-board.de >>>

 


Kontakt: CHRizzz | eMail: chrizzz@hoerspiele.de
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